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Fussball

RB Leipzig: Medizincheck von Alexander Sörloth offenbar geplatzt

SID
Der Medizincheck von Alexander Sörloth (r.) ist offenbar geplatzt.

Trainer Julian Nagelsmann war zufrieden mit dem Saisonstart von RB Leipzig, einzig mit der Chancenverwertung haderte er. Damit das nicht zur Regel wird, ist Stürmer Alexander Sörloth eigentlich bereits im Anflug. Doch es gibt Probleme.

Julian Nagelsmann war durstig. Immer wieder trank der Trainer von RB Leipzig große Schlucke aus seinem Wasserglas, schenkte sich nach und wenig später war die ganze Flasche leer. Der erste Statement-Sieg der Sachsen hatte ihn ausgezehrt.

Selbst als das 3:1 (2:0) gegen den FSV Mainz 05 zum Bundesliga-Auftakt nicht mehr zu verhindern war, ärgerte sich der Coach an der Seitenlinie über reichlich vergebene Chancen. Im Meisterrennen wird dies auf Dauer nicht gehen, da braucht es Kaltschnäuzigkeit - weshalb Leipzig nun wohl den ersehnten Nachfolger von Timo Werner holt.

Laut Sportbuzzer sollte der norwegische Nationalstürmer Alexander Sörloth am Montag den Medizincheck in der Messestadt absolvieren. Jener wurde jedoch offenbar abgesagt, wie der Ex-Bundesliga-Profi Jan Aage Fjörtoft auf seinem Twitter-Account und das Portal RBlive übereinstimmend berichteten. Die Verhandlungen dauerten wohl an.

Am Sonntag vor dem Mainz-Spiel hatte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff bei Sky bestätigt, dass der Transfer des von Crystal Palace an Trabzonspor ausgeliehenen Profis "auf der Ziellinie" sei.

Nagelsmann: "Der erste Schritt gibt die Richtung vor"

Ohne den neuen Mann lief es annehmbar gegen die Rheinhessen, Nagelsmann war insgesamt recht zufrieden. "Der erste Schritt in die Saison ist nicht alles entscheidend, aber er gibt schon die Richtung vor", sagte der 33-Jährige: "Da schauen viele deiner Konkurrenten zu."

Gemeint sind natürlich Bayern München und Borussia Dortmund, die mit dem 8:0 gegen Schalke 04 bzw. dem 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach ihrerseits höchst eindrucksvoll vorgelegt hatten. Und auch Leipzig hätte Mainz sicherlich mit vier oder fünf Toren Unterschied nach Hause schicken können, doch so blieb es bei den Treffern von Emil Forsberg (17., Foulelfmeter), Yussuf Poulsen (21.) und Amadou Haidara (51.).

"Wir hatten noch drei, vier Hundertprozentige, wo wir den Deckel früher hätten draufmachen können", haderte Nagelsmann und auch Sportdirektor Markus Krösche monierte bei Sky: "Wir haben da unsere Chancen nicht genutzt, sonst hätten wir ein bisschen mehr Ruhe gehabt."

Leipzig spielerisch erstaunlich gut gewappnet

Die nötige Abgeklärtheit im Angriff erhofft RB sich nun von Sörloth, der in der abgelaufenen Saison 24 Treffer in der türkischen Süper Lig erzielt hatte. Gemeinsam mit dem von Red Bull Salzburg gekommenen Hee-Chan Hwang und dem Ur-Bullen Poulsen soll er die neue Leipziger Frontlinie bilden, die nach den Abgängen von Werner (FC Chelsea) und Patrik Schick (Bayer Leverkusen) stark ausgedünnt worden war. Führungsspieler Poulsen freute sich bereits auf eine mögliche Verstärkung: "Spieler mit Qualität sind immer herzlich willkommen. Wir haben so viele Spiele."

Für all die kommenden Aufgaben sieht sich Leipzig nur gut einen Monat nach dem Ritt ins Halbfinale des Champions-League-Turniers spielerisch erstaunlich gut gewappnet. Auf den Außenbahnen brillierte nicht nur der in der Königsklasse starke Dani Olmo, sondern vor allem Forsberg überragte und verdiente sich ein Sonderlob von Nagelsmann, der ihm eine "außergewöhnlich gute Leistung" attestierte.

Der Schwede schreckte in der ARD daher auch nicht vor einer Kampfansage Richtung Bayern und Dortmund zurück: "Wir wollen so hoch wie möglich, wir wollen unter die ersten Vier", sagte Forsberg: "Und ich finde wir haben gezeigt, wir sind bereit, wieder da oben zu stehen".

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