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Fussball

Mario Götze zum zweiten Mal vom BVB zum FC Bayern München? Das Pro und Contra

Von Martin Volkmar, Jochen Tittmar
Mario Götze und Bayern-Trainer Hansi Flick sollen bereits miteinander telefoniert haben.

 

CONTRA: Götze kann dem FC Bayern nicht entscheidend helfen

Von Jochen Tittmar

Alle Schlagzeilen, die rund um Mario Götze in der jüngeren Vergangenheit produziert wurden, muten für mich verzweifelt und fingiert an. Es war gewiss nicht Götzes Plan, keine zwei Wochen vor Schließung des Transferfensters immer noch ohne neuen Verein dazustehen und seit mehreren Wochen kein Mannschaftstraining bestritten zu haben.

Götze trennte sich von seinem erst im April engagierten Berater, da ihm dieser bei der Vereinssuche augenscheinlich nicht wie erhofft helfen konnte. Seit Götze mit seinen neuen Vertretern zusammenarbeitet, erschien zunächst in der Sport Bild ein Interview.

Dort sprach Götze davon, unbedingt einmal die Champions League gewinnen zu wollen - unmittelbar nach der Passage, in der er den FC Bayern als einen "großartigen Verein" bezeichnete und das "sehr gute Verhältnis" zu dessen Trainer Hansi Flick betonte, der für ihn zudem "ein guter Ratgeber" sei.

Es ist dann freilich kein Zufall mehr, dass ebenjenes Medium keine Woche später mit der Geschichte um die Ecke kommt, Flick habe mit Götze telefoniert und könne sich eine Rückkehr des Weltmeisters von 2014 nach München gut vorstellen. Ich kann es mir nicht.

Götze stünde beim FC Bayern noch mehr im Fokus

Das liegt in erster Linie schlicht daran, dass ich nicht glaube, Götzes Status würde sich beim FC Bayern von jenem unterscheiden, den er in den beiden vergangenen Jahren beim BVB einnahm. Dort verkam der 28-Jährige nach und nach zu einem Einwechselspieler, dem es schwerfiel, Akzente zu setzen und sich gegen die interne Konkurrenz sportlich zu behaupten.

Begleitet wurde dies mit andauernden (Neben-)Geschichten, Gerüchten und Nachfragen. Götze war fast unaufhörlich Thema, bekam keine Ruhe. All dies würde sich bei einer Rückkehr nach München nicht verändern - und das kann er unmöglich wollen.

FCB-Rückkehr würde Götzes Negativ-Kreislauf nicht stoppen

Götze stünde bei seiner dann wohl letzten Chance, der Karriere noch eine entscheidende Wendung zum Positiven zu geben, sehr wahrscheinlich noch mehr im Fokus als ohnehin schon. Jede seiner Einsatzminuten würde unters Brennglas kommen. Dass er dabei dem FCB entscheidend helfen kann, ist angesichts seines fehlenden Spielrhythmus' und der starken Mitspieler äußerst fraglich.

Wenn Götze aus dem seit nun schon mehreren Jahren andauernden Negativ-Kreislauf ausbrechen möchte, und das wäre ihm zu raten und zu gönnen, ergibt eine Rückkehr zum FC Bayern in meinen Augen nur wenig Sinn. Dazu müsste er Deutschland definitiv verlassen.

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