Fussball

Felix Magath spricht über Leroy Sane, den FC Schalke 04 und den Hamburger SV

Von SPOX
Felix Magath ist von Leroy Sane noch nicht zu 100 Prozent überzeugt.

Felix Magath ist der Meinung, dass Bayern-Neuzugang Leroy Sane seine Klasse bislang zu selten gezeigt hat. Der langjährige Bundesliga-Trainer äußert sich außerdem zum FC Schalke 04 und zum Hamburger SV.

Sane sei natürlich ein guter Stürmer, sagte Magath der Bild: "Aber er muss jetzt auch einmal zeigen, dass er nicht nur mit einer guten Mannschaft mitspielen kann, sondern dem FC Bayern helfen kann, die Champions League zu gewinnen. Er hat großes Potential, dies aber nur selten gezeigt. Weder in seinen Vereinen noch in der Nationalmannschaft."

Die deutsche Meisterschaft würden die Bayern aber so oder so gewinnen, glaubt der 66-Jährige. "Vor acht Jahren habe ich gesagt: in den nächsten zehn Jahren wird Bayern Meister. Da fehlen jetzt nur noch zwei Jährchen. Ich kann weit und breit niemanden in der Bundesliga erkennen, der tatsächlich ernsthaft bestrebt ist, dem FC Bayern Paroli zu bieten. Anscheinend sind alle mit der Situation zufrieden", so Magath.

Magath: HSV? "Warum räumt niemand den Laden auf?"

Magath, der von 1995 bis 1997 den Hamburger SV und von 2009 bis 2011 den FC Schalke 04 trainiert hat, sprach außerdem über die kritische Lage seiner beiden Ex-Klubs.

In Hamburg sei es "überdeutlich, dass es keine Frage eines Trainers ist", erklärte Magath: "Man hat ja jetzt mehrere, unterschiedliche Trainer in den letzten Jahren gefeuert. Es stimmt grundsätzlich was nicht in diesem Verein. Der HSV hat viele, viele Fans, die er in den letzten Jahren gequält hat. Ich habe keine Ahnung, warum niemand da ist, der diesen Laden irgendwann mal aufräumt."

Magath: Schalke-Profis "haben verdient wie Könige"

Die Probleme auf Schalke seien hausgemacht, so Magath: "Als ich kam, hatte der Verein 35 Millionen in den Sand gesetzt durch verpasste Champions-League-Qualifikation, durch frühes Ausscheiden aus dem DFB-Pokal. Und durch die hohen Gehälter, die da gezahlt wurden. Die Spieler haben alle Super-Verträge gehabt, die haben fast alle verdient wie Könige. Das habe ich korrigiert."

Und weiter: "Wir sind dann im ersten Jahr Vizemeister geworden, standen im zweiten im Halbfinale der Champions League und im Finale des DFB-Pokals (den Schalke nach Magaths Entlassung gewann, d. Red.). Aber das war den Herren nicht genug, sie hatten bessere Ideen. Sie haben Entscheidungen getroffen, die dazu geführt haben, dass heute Schalke wieder da ist, wo er vor zehn Jahren auch war, nämlich fast pleite."

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