Fussball

FC Bayern: Ehrenpräsident Uli Hoeneß betont Bedeutung des Bundesliga-Neustarts

SID
Ist froh über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga: Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß.

Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat die Bedeutung des von der Politik abgesegneten Neustarts der seit Mitte März unterbrochenen Saison in der 1. und 2. Bundesliga hervorgehoben.

"Es ist eine Grundlage geschaffen worden, dass es dem einen oder anderen Verein gelingt, die Saison einigermaßen gut abzuschließen", sagte der 68-Jährige am Mittwoch in der BR-Sendung "Sport im Abseits".

Bei einer Entscheidung gegen eine Fortsetzung der Spielzeit ohne Zuschauer "wäre es für den einen oder anderen eng geworden", betonte Hoeneß und erklärte: "Wenn es keine sogenannten Geisterspiele gegeben hätte, und wenn nicht der Sender Sky sich großzügig gezeigt hätte, sein Fernsehgeld möglicherweise doch zu bezahlen, dann wäre vielleicht der ein oder andere Sponsor gekommen und hätte gesagt: Wenn keine Spiele im Fernsehen sind, dann muss ich über meine Honorarzahlungen nachdenken."

Für den FC Bayern wäre es zwar auch ein Problem gewesen, "aber wir hätten das prima überstanden", so Hoeneß, der das Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung und der Minister adelte: "Man muss auch mal sagen, was hier in Deutschland für fantastische Arbeit geleistet wurde. Bei Frau Merkel angefangen über Herrn Söder und natürlich auch von den Bürgern."

Hoeneß: Kleinests Übel "dieser Geschichte" sind Geisterspiele

Hoeneß findet das vorgestellte DFL-Konzept "fantastisch und ausgewogen". Nach menschlichem Ermessen sei alles dafür getan worden, um das Risiko so zu minimieren, dass man es eingehen kann", sagte Hoeneß und appellierte an die Fans, die vor dem TV die Spiele ihrer Klubs verfolgen müssen. "Jeder muss jetzt seine Opfer bringen. Wenn es kein Oktoberfest gibt, dann kann es auch keine Zuschauer geben", sagte Hoeneß: "Jeder von uns muss sich darüber im Klaren sein, auch der Fußballfan muss seinen Beitrag leisten an entgangener Muße."

Das kleinste Übel in "dieser Geschichte" seien die Geisterspiele, sagte Hoeneß: "Ein Fan muss begreifen: Wenn er in Zukunft weiterhin Bundesliga sehen will, und zwar live, dann muss er die Kröte jetzt schlucken. Wenn er die jetzt nicht schluckt, dann gibt es den Fußball in dieser Form nicht mehr."

Auch zum Skandalvideo von Hertha-Profi Kalou hatte der ehemalige Bayern-Präsident eine gewohnt klare Meinung: "Gegen Dummheit ist doch kein Kraut gewachsen."

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