Fussball

Knut Kircher: Spitzenschiedsrichter von Corona-Krise hart getroffen

Von SPOX
Knut Kircher pfiff jahrelang in der Bundesliga.

Nicht nur Spieler und Vereinsmitarbeiter sind von der Corona-Krise direkt betroffen. Wie Knut Kircher erklärt, trifft sie auch Spitzenschiedsrichter hart.

"Ein Bundesliga-Schiedsrichter kann in der Regel maximal noch ein bis zwei Tage die Woche arbeiten. Und die Leute aus dem Spitzenbereich, die auch international pfeifen, die können teils gar keinem anderen Beruf mehr nachgehen". Erklärte der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Kircher gegenüber der DPA.

Weiter sagte Kircher: "Die wenigsten von ihnen haben eine flexible Vereinbarung mit ihrem Arbeitgeber, dass sie jetzt mehr arbeiten können, wo sie mehr Zeit haben. Da hängen dann teils Familien und Finanzierungen dahinter."

In der Bundesliga ist es üblich, dass ein Schiedsrichter pro Spiel eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 5000 Euro erhält. Zudem pfeifen einige in der Bundesliga eingesetzte Unparteiische auch in Champions und Europa League, wodurch jenen noch mehr Einnahmen abhandenkommen, da auch hier der Spielbetrieb in Corona-Zeiten eingestellt ist.

Die DPA weist jedoch auch darauf hin, dass jedem Schiedsrichter ein Festbetrag pro Jahr zustehe. Ein deutscher Schiri, der auch im Europapokal im Einsatz ist, erhält in der Regel einen Betrag in Höhe von 80.000 Euro pro Saison.

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