Fussball

Bundesliga: Seifert gibt Free-TV-Garantie - aber Sportschau nicht unter "Naturschutz"

SID
DFL-Boss Christian Seifert ist für die Rechtevergabe der Bundesliga zuständig.

Die DFL hat kurz vor der Ausschreibung der Medienrechte am Profifußball sein Angebot für die Spielzeiten von 2021/22 bis 2024/25 konkretisiert. Unter anderem wird es weiterhin eine zeitnahe Berichterstattung im frei empfangbaren Fernsehen geben.

Damit kommt die DFL den Vorgaben des Bundeskartellamts nach. Ob die Spielberichte auch zukünftig in der ARD-Sportschau zu sehen sein werden, liegt allerdings nicht in der Hand der DFL.

"Im Gegensatz zur Mops-Fledermaus steht die Sportschau nicht unter Naturschutz", sagte DFL-Boss Christian Seifert am Dienstag beim Deutschen Medienkongress in Frankfurt/Main: "Wir schreiben die zeitnahe Highlight-Berichterstattung aus, die es immer geben wird - auch wegen der gesellschaftlichen Relevanz. Es ist aber nicht unsere Entscheidung, ob es bei der Sportschau oder auch dem Sportstudio bleibt. Wir sind sehr zufrieden mit der Sportschau. Die Marke hat unserer Meinung nach sogar deutlich mehr Potenzial."

Laut Seifert wird es bei den Live-Übertragungen der Bundesliga vier Rechtepakete geben. Dazu kommen zwei Pakete für die 2. Liga, ein Paket mit neun Live-Partien für das Free-TV und sieben Pakete für die Höhepunkt-Spielberichte. Mit Blick auf die Bundesliga hatte zuletzt bereits die FAZ die vier Live-Pakete benannt: 1. Alle Spiele in der Konferenz. 2. Die Einzelspiele am Samstagnachmittag. 3. Die Partie am Samstagabend. 4. Die einzelnen Begegnungen am Freitagabend und am Sonntag.

Bundesliga-Rechte: Amazon und Netflix könnten mitbieten

Die Ausschreibung wird im Februar starten, bis zum Mai sollen die Verträge unter Dach und Fach sein. Derzeit kassiert der Profifußball 1,2 Milliarden Euro pro Saison aus den nationalen Rechten (inklusive Zusammenfassungen im Free-TV), dazu kommen ein paar hundert Millionen aus der ganzen Welt.

Nun soll es nach dem Willen der Klubs noch mehr werden - obwohl Seifert angekündigt hat, dass er den Fans nicht mehr als zwei Abos zumuten möchte. Als mögliche Interessenten an den Live-Übertragungen gelten neben den bisherigen Rechte-Inhabern Sky und DAZN auch Amazon, Netflix und die Deutsche Telekom. Selbst Apple, Disney und Google werden gehandelt.

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