Fussball

Ex-Schiri Kinhöfer schlägt Alarm: "Kriegsähnliche Zustände" in der Bundesliga

SID
Thorsten Kinhöfer hat das Verhalten von Spielern und Trainern mit drastischen Worten kritisiert.

Der frühere FIFA-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer hat das Verhalten von Spielern und Trainern während der Partien der Bundesliga heftig kritisiert.

"Wir haben eine unfassbare Aggression auf dem Platz", sagte der 51-Jährige der Bild-Zeitung: "Das sind mittlerweile kriegsähnliche Zustände. Ich frage mich immer, was die genommen haben, um so von null auf 100 zu kommen. Mich - und viele, viele Leute, mit denen ich rede - kotzt das Verhalten auf dem Platz inzwischen an."

Nach Ansicht Kinhöfers müsse man sich bei diesen "Vorbildern" nicht wundern, "dass im Amateurfußball Woche für Woche Schiedsrichter beleidigt, bedroht und verprügelt werden".

Laut dem Ex-Referee, der die Trainer Friedhelm Funkel, Pep Guardiola und Jürgen Klopp namentlich kritisiert, sind "fairer Umgang auf dem Spielfeld, Respekt gegenüber den Gegenspielern und Schiedsrichtern nur leere Worte".

"Ein Beispiel von vielen aus der Bundesliga: Bei Schalke gegen Düsseldorf werden fünf Minuten Nachspielzeit angezeigt. Nach zwei Minuten führt Funkel an der Linie einen Veitstanz auf, will so den Abpfiff erzwingen. Er hat gefühlte 1000 Bundesliga-Spiele als Trainer erlebt und noch nie wurde ein Spiel schneller abgepfiffen, nur weil er an der Linie herumtobt. Aber auch wie sich Guardiola im Spiel gegen Liverpool aufgeführt hat - unfassbar! Und Klopp, den jeder mag, verliert jedes Maß, wenn etwas gegen seine Mannschaft entschieden wird", so Kinhöfer.

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