Pyro, Polizei und pompöse Choreo: So lief das Berlin-Derby zwischen Union und Hertha

 
Das erste Bundesliga-Derby zwischen Union Berlin und Hertha BSC hatte es in sich – zumindest die Fans brannten im wahrsten Sinne des Wortes ein Feuerwerk ab. Zwischenzeitlich rückte der Sport sogar in den Hintergrund.
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Das erste Bundesliga-Derby zwischen Union Berlin und Hertha BSC hatte es in sich – zumindest die Fans brannten im wahrsten Sinne des Wortes ein Feuerwerk ab. Zwischenzeitlich rückte der Sport sogar in den Hintergrund.
Doch alles der Reihe nach. Um 16 Uhr öffneten die Kassen der Alten Försterei. Im Stadionbereich herrschte zwar Alkoholverbot, die Fans waren zu diesem Zeitpunkt aber längst auf den Straßen unterwegs.
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Doch alles der Reihe nach. Um 16 Uhr öffneten die Kassen der Alten Försterei. Im Stadionbereich herrschte zwar Alkoholverbot, die Fans waren zu diesem Zeitpunkt aber längst auf den Straßen unterwegs.
"Hertha-Fans, die mit Zügen am S-Bhf. Wuhlheide angekommen sind, werden jetzt zu Fuß in Richtung Stadion laufen. Wir begleiten sie auf ihrem Weg", teilte die Berliner Polizei gegen 16.30 Uhr mit.
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"Hertha-Fans, die mit Zügen am S-Bhf. Wuhlheide angekommen sind, werden jetzt zu Fuß in Richtung Stadion laufen. Wir begleiten sie auf ihrem Weg", teilte die Berliner Polizei gegen 16.30 Uhr mit.
Eine halbe Stunde später: "Während Fans von Hertha auf dem Weg zum Stadion vereinzelt Pyros zündeten, haben Fans des 1. FC Union sich den Einlasskontrollen entzogen und sind unkontrolliert ins Stadion gelangt."
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Eine halbe Stunde später: "Während Fans von Hertha auf dem Weg zum Stadion vereinzelt Pyros zündeten, haben Fans des 1. FC Union sich den Einlasskontrollen entzogen und sind unkontrolliert ins Stadion gelangt."
Die Polizei hatte schon vor dem Spiel alle Hände voll zu tun.
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Die Polizei hatte schon vor dem Spiel alle Hände voll zu tun.
Als dann mal alle Fans im Stadion drin waren, sah das fürs Erste ziemlich beeindruckend aus. Die Eisernen warteten mit einer großen Choreo auf. Das Thema: griechische Mythologie. "Spree-Athen ist Weiß und Rot!"
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Als dann mal alle Fans im Stadion drin waren, sah das fürs Erste ziemlich beeindruckend aus. Die Eisernen warteten mit einer großen Choreo auf. Das Thema: griechische Mythologie. "Spree-Athen ist Weiß und Rot!"
Und auf der Gegentribüne: "Angekommen im Fußballolymp, nach einer schier endlosen Odyssee, schlägst Du nun deine größte Schlacht. Deinem Gegner wird dies fortan bedeuten: Erst die Sünde, nun der Tod …"
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Und auf der Gegentribüne: "Angekommen im Fußballolymp, nach einer schier endlosen Odyssee, schlägst Du nun deine größte Schlacht. Deinem Gegner wird dies fortan bedeuten: Erst die Sünde, nun der Tod …"
Die ungefährliche Variante, die gegnerischen Ultras zu provozieren: Union-Fans präsentieren ihre Hertha-"Trophäen".
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Die ungefährliche Variante, die gegnerischen Ultras zu provozieren: Union-Fans präsentieren ihre Hertha-"Trophäen".
Aber: Nach dem Anpfiff wurde immer wieder Pyro gezündet. Vor allem der Hertha-Block war in Rauch gehüllt.
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Aber: Nach dem Anpfiff wurde immer wieder Pyro gezündet. Vor allem der Hertha-Block war in Rauch gehüllt.
Doch damit nicht genug. Die Ultras hoben das Fangnetz und …
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Doch damit nicht genug. Die Ultras hoben das Fangnetz und …
… schossen Leuchtraketen.
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… schossen Leuchtraketen.
Und zwar auf das Spielfeld. Im Laufe der Partie landeten Raketen neben Spielern und am Spielfeldrand neben Kameramännern.
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Und zwar auf das Spielfeld. Im Laufe der Partie landeten Raketen neben Spielern und am Spielfeldrand neben Kameramännern.
Schockmoment auf der Union-Bank: Eine der Raketen flog unmittelbar in die Nähe der Ersatzbank.
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Schockmoment auf der Union-Bank: Eine der Raketen flog unmittelbar in die Nähe der Ersatzbank.
Schiedsrichter Deniz Aytekin schickte beide Mannschaften kurz nach dem Anpfiff der zweiten Halbzeit vorübergehend in die Kabine.
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Schiedsrichter Deniz Aytekin schickte beide Mannschaften kurz nach dem Anpfiff der zweiten Halbzeit vorübergehend in die Kabine.
Der Rasen war in dichten Rauch gehüllt.
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Der Rasen war in dichten Rauch gehüllt.
Nach drei Minuten wurde das Spiel fortgesetzt. Das Schiedsrichtergespann stand dabei in engem Austausch mit der Berliner Polizei, die es für sicherer hielt, das Spiel fortzusetzen. Dann zündeten Hertha-Fans ihre Trophäen an.
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Nach drei Minuten wurde das Spiel fortgesetzt. Das Schiedsrichtergespann stand dabei in engem Austausch mit der Berliner Polizei, die es für sicherer hielt, das Spiel fortzusetzen. Dann zündeten Hertha-Fans ihre Trophäen an.
Auf dem Feld passierte dann auch mal etwas Nennenswertes: Sebastian Polter schoss die Eisernen per Elfmeter in der 90. Minute zum Sieg. Doch auch nach dem Abpfiff war längst noch nicht Schluss.
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Auf dem Feld passierte dann auch mal etwas Nennenswertes: Sebastian Polter schoss die Eisernen per Elfmeter in der 90. Minute zum Sieg. Doch auch nach dem Abpfiff war längst noch nicht Schluss.
Union-Ultras wollten zur anderen Seite des Platzes laufen, um es mit den Hertha-Fans aufzunehmen. Unions Spieler hielten ihre eigenen Anhänger aber zurück, allen voran Keeper Rafa Gikiewicz – mit Erfolg. Es kam nicht zum Super-GAU.
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Union-Ultras wollten zur anderen Seite des Platzes laufen, um es mit den Hertha-Fans aufzunehmen. Unions Spieler hielten ihre eigenen Anhänger aber zurück, allen voran Keeper Rafa Gikiewicz – mit Erfolg. Es kam nicht zum Super-GAU.
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