Fussball

Andre Schürrle kann BVB-Abschied aus Sicht von Borussia Dortmund nachvollziehen

Von SPOX
Lucien Favre plante nicht mit Andre Schürrle.

Andre Schürrle kann seinen BVB-Abschied aus Sicht von Borussia Dortmund nachvollziehen. Im Bild-Podcast "Phrasenmäher" sprach der Weltmeister von 2014 über seine schwierige Zeit beim BVB, seinen Wechsel zu Spartak Moskau und ein vorzeitiges Karriereende.

"Aufgrund der Leistung, die ich in den zwei Jahren gebracht habe, wäre ich wahrscheinlich zu dem gleichen Schluss gekommen", sagte Schürrle zur Entscheidung des BVB, den Mittelfeldspieler nach seiner Rückkehr aus Fulham erneut zu verleihen.

Schürrles Leihe endet im Sommer 2020, Spartak hat jedoch eine Kaufoption. Er hätte noch ein Jahr Vertrag in Dortmund. Dass er noch einmal für den BVB spielen wird, glaubt Schürrle nicht: "Es gibt keinen Kontakt zu Dortmund. Das war auch schon zu meiner Zeit in Fulham so. Da kriegt man schon so ein Gefühl, dass der Weg eigentlich vorbei ist. Ich kann das trotzdem alles verstehen. Ich kann auch die Sicht von Borussia Dortmund und insbesondere Lucien Favre verstehen."

Andre Schürrle war "sehr, sehr oft verzweifelt"

Favre plante von Beginn an nicht mit Schürrle. "Ich wusste, dass nicht die größte Perspektive für mich in Dortmund da ist", sagte Schürrle. Der 28-Jährige sei "sehr, sehr oft verzweifelt in Dortmund in meinem Haus gesessen" und habe sich "Gedanken darüber gemacht, warum es nicht wirklich so passt".

Nach seinem Wechsel zum BVB 2016 lief es zunächst gut für Schürrle. In seinem ersten Spiel unter dem damaligen BVB-Trainer Thomas Tuchel bereitete er direkt zwei Treffer vor. "Ich war in Top-Verfassung. Dann kamen die ersten Verletzungen und alles zerbröckelte. Ich kam dann nicht mehr in meinen Flow", erklärte Schürrle.

Der ehemalige Nationalspieler kämpfte in seiner ersten Saison beim BVB mit einer Innenbanddehnung im Knie und zog sich eine Achillessehnenreizung zu. Den Start der darauffolgenden Saison verpasste er aufgrund eines Muskelfaserrisses.

Im Sommer 2018 verlieh ihn der BVB an den FC Fulham, mit dem Schürrle aus der Premier League abstieg. Nun spielt er bei Spartak Moskau. In bisher 13 Pflichtspielen erzielte er zwei Tore und bereitete vier Treffer vor.

Seine Zukunft lässt der 28-Jährige, der Gedanken an ein vorzeitiges Karriereende einräumte, offen. "Ich will wirklich Jahr für Jahr für mich selbst entscheiden, ob ich das noch will. Ob ich die Motivation noch dazu habe, ob mein Körper sich danach fühlt. Keine Ahnung, vielleicht spiele ich noch ein Jahr, vielleicht noch zwei..."

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