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Stimmen und Reaktionen zu den Samstagsspielen - Kovac kritisiert Tolisso: "Dann passiert nichts"

Von SPOX

Wie reagierten die Spieler und Verantwortungsträger des FC Bayern München und von Borussia Dortmund auf die enttäuschenden Ergebnisse? Die Stimmen und Reaktionen im Überblick.

Bayern München - TSG Hoffenheim 1:2

Niko Kovac (Trainer FC Bayern München) ...

... zum Spiel: "Wir haben es nicht geschafft, das gute Spiel, das wir am Dienstag hatten, heute wieder auf den Platz zu bringen. Man kann viel erzählen, aber letztendlich liegt die Wahrheit auf dem Platz. Wir haben heute in der zweiten Halbzeit es überhaupt nicht gut gemacht, in der ersten Halbzeit war es noch in Ordnung. Nach der Pause haben wir zu viele Fehler gemacht und den Gegner nie unter Druck setzen können. Der Sieg von Hoffenheim ist nicht unverdient."

... zur allgemeinen Stimmung: "Der letzte Eindruck ist immer der, der haften bleibt. Wir können uns dafür nichts kaufen, was in London war. Wir haben jetzt diese Niederlage, die müssen wir erst einmal verarbeiten und verdauen. Jetzt haben wir zwei Wochen Zeit in einer kleinen Gruppe und hoffen, dass alle gesund wiederkommen."

... auf die Frage, ob die Niederlage "Kopfsache" sei: "Ja, wahrscheinlich auch. Der Kopf steuert viel. Wir müssen gerade in der ersten Halbzeit energischer sein. Wir haben schon gute Szenen gehabt. Wir hätten es noch besser zu Ende spielen müssen, mehr Entschlossenheit habe ich irgendwo erwartet. Dann machst du zwei Fehler und die werden in der Bundesliga bestraft."

... zum ersten Gegentor und der Rolle von Corentin Tolisso: "Natürlich darf so etwas nicht passieren. Da muss man den Ball zu Manuel (Neuer) oder Niklas (Süle) zurückspielen, dann passiert nichts. Wenn du einen Mann im Rücken hast, musst du sauber spielen."

... zum zweiten Gegentor: "Wir hatten eigentlich zwei einfache Ballverluste, die uns zwei Gegentreffer beschert haben. Letztendlich machen wir das 1:1, wir haben das Spiel dann wieder offen gestaltet. Zwei, drei Minuten später kassiert du das 1:2, das darf nicht passieren. Da müssen wir das Spiel mit einem Unentschieden über die Bühne bringen."

Alfred Schreuder (Trainer TSG Hoffenheim): "Ich bin natürlich sehr, sehr stolz auf unsere Leistung. Ich glaube, wir haben Geschichte geschrieben. Die Jungs haben mit Leidenschaft gespielt und Mut. Die Jungs haben gezeigt, wo wir hinwollen. Ich sehe eine positive Entwicklung in unserem Spiel, aber heute haben wir vor allem ein großes Herz gesehen. Man muss immer versuchen, jedes Spiel zu gewinnen. Ich bin sehr froh, Trainer dieser Mannschaft zu sein."

Manuel Neuer (Torhüter FC Bayern München) ...

... zum Spiel: "Die Motivation war da. Wir können nicht sagen, dass wir nicht motiviert gewesen sind bei dem Spiel. Einfache Fehler haben dazu geführt, dass wir zwei Mal durch einen Bauerntrick die Tore kassieren. Das war unser Problem."

... zur Bedeutung der Niederlage: "Wir haben alles in der eigenen Hand. Das ist trotzdem ein Warnhinweis für uns, dass man nichts geschenkt bekommt - auch nicht zu Hause, auch nicht, wenn eine Mannschaft vorher erst fünf Punkte geholt hat, wie Hoffenheim. Es kann immer alles passieren, darauf müssen wir vorbereitet sein. Das galt vor dem Spiel auch, und jetzt sowieso."

Hasan Salihamidzic (Sportdirektor FC Bayern München): "Von Anfang an haben wir es nicht geschafft, vielleicht auch die richtige Einstellung zu bringen. Da haben wir jetzt drei Tage dran gearbeitet, dass wir das hinkriegen. Die Jungs wissen schon, was auf dem Spiel steht. In die Länderspielpause mit einer Niederlage zu gehen, ist nicht optimal."

Oliver Baumann (Torhüter TSG 1899 Hoffenheim): "Wir haben wenig zugelassen. Klar, haben die viel Ballbesitz und kommen über außen in Eins-gegen-Eins-Situationen. Da haben wir wahnsinnig viel weggemacht, wir haben gefühlt sehr viele Zweikämpfe gewonnen. Wir hatten Phasen, in denen wir sehr gut, sehr mutig rausgespielt haben. Unser Mut heute wurde belohnt."

Sargis Adamyan (Doppeltorschütze TSG 1899 Hoffenheim) ...

... auf die Frage, ob es der größte Tag in seiner bisherigen Karriere sei: "Das könnte man sagen, ich habe letzte Saison noch einen Hattrick geschossen in Hamburg. Ich denke, das hier ist ein bisschen größer. In so seinem Stadion zu spielen, vor zwei Jahren habe ich noch in der Regionalliga gespielt, das ist ein Riesentraum für mich."

... zu seiner brüchigen Stimme: "Ich glaube, die ist ein bisschen belegt vom Jubeln."

... zum 0:1: "Wir wollten unbedingt aggressiv rangehen und da auch ein paar Bälle klauen, das machen wir super. Dann habe ich probiert, (Jerome) Boateng durch die Beine ins kurze Eck zu spielen."

... zum 0:2: "Da kriege ich einen super Ball von Robert (Skov). Ich probiere mich aufzudrehen und mit dem zweiten Kontakt zu schießen. Das war, glaube ich, auch durch die Beine. Aber das war nicht gewollt."

... zur Bedeutung des Sieges: "Es war sehr wichtig. Die letzten Wochen waren nicht so einfach für uns. Mit dem Sieg können wir zeigen, dass wir in der Bundesliga jeden schlagen können."

... auf die Frage, ob es jetzt auf die Wiesn gehe: "Nein. Ich fliege morgen zur Nationalmannschaft."

Schalke 04 - 1. FC Köln 1:1

David Wagner (Trainer FC Schalke 04) ...

... zum Spiel: "Das Manko war unsere erste Halbzeit, die war sicherlich nicht gut. Das war in der zweiten Halbzeit viel, viel besser. Jetzt können wir darüber philosophieren, wie viele Torchancen wir gehabt haben, und wie viele wir vergeben haben. Unsere Chancenverwertung heute war nicht gut. Wir müssen aber auch sagen, dass wir Alex Nübel hatten. Nichtsdestotrotz ist es ein Resultat, das fair ist. Köln hatte auch seine Chancen, sie haben sie nicht genutzt. Dann können und dürfen wir das Spiel aufgrund der Großchancen, die wir hatten, auch gewinnen."

... zur derzeit positiven Situation auf Schalke und seiner Rolle (vor dem Spiel): "Ich sehe mich als Teil dieses Ganzen. Wir sind gerade Mal drei Monate zusammen. Das ist nichts, das ist wirklich nichts. Wir haben gute Impulse gesetzt und haben sicher auch gute Schritte getan und wirken stabil. Wir wissen vor allen Dingen, was die Gründe dafür sind."

Alexander Nübel (Torhüter FC Schalke 04): "In der ersten Halbzeit war das zu wenig, da stand Köln relativ gut. In der zweiten Halbzeit haben wir eigentlich relativ gut gespielt, viele Chancen gehabt und verdient 1:0 geführt. Klar, Köln hatte auch einige Chancen. Es tut am Ende dann sehr weh, nach einem Standard so ein Gegentor zu kassieren. // Einteilung ist das Stichwort, aber das werden wir intern besprechen und aufarbeiten."

Timo Horn (Torhüter 1. FC Köln) ...

... zum Spiel: "Wenn man nach dem Spielverlauf in der letzten Minute noch zum Ausgleich kommt, dann fühlt sich das wie ein Sieg an. Ich glaube, man hat das anhand der Bilder auch gesehen. Wir waren überwältigt, der Trainer ist auf den Platz gelaufen, wir haben gefeiert. Ich wäre allerdings auch vom Glauben abgefallen, wenn wir heute nichts mitgenommen hätten. Der Punkt war absolut verdient. Man kann das Spiel, wenn wir in der ersten Halbzeit mit der Riesenchance in Führung gehen, auch für sich entscheiden. Wenn wir das verloren hätten, dann wäre das extrem bitter gewesen."

... zu den positiven Aspekten des Kölner Spiels: "Der Punkt zeigt natürlich, dass arbeiten und kämpfen sich auszahlt - auch gegen die Mannschaften von ganz oben. Schalke hatte heute die Chance, ganz oben anzuklopfen und sie spielen bis jetzt eine Riesensaison. Man hat gesehen, dass man gegen jede Mannschaft in der Liga eine Chance hat. Das geht nur über harte Arbeit und Kampf. Deshalb haben wir uns den Punkt heute verdient."

... zu seinem Jubellauf nach dem Ausgleich: "Ich war danach auch platt, auf jeden Fall. Das sind pure Emotionen, die kommen dann raus. Wir kämpfen alle für den Verein, wir identifizieren uns mit dem Klub. Wenn man dann in der letzten Minute zum Ausgleich kommt und einen Punkt mitnimmt, der in unserer Lage extrem wichtig ist, dann brechen alle Dämme. // Der Trainer versucht uns auf jedes Spiel optimal vorzubereiten, er stellt uns auf den Gegner gut ein. Wir hatten in den letzten Wochen auch viel Pech in den Spielen und hätten hier und da auch etwas mitnehmen können. In der letzten Minute dann zum Ausgleich zu kommen, da gebührt ein großer Dank auch dem Trainer."

Jonas Hector (Kapitän 1. FC Köln) ...

... zur Aufarbeitung nach der Hertha-Pleite: "Wir wussten, dass es ein absolut schlechtes Spiel war, gerade hintern heraus. Wir haben unsere Fans nicht so auf unsere Seite gezogen, wie wir das bei einem Heimspiel machen wollen. Da wollten wir vor allem im läuferischen und kämpferischen Bereich gerade defensiv besser stehen. Wir haben in den letzten zwei Spielen acht Tore kassiert, heute zum Glück nur eins, weil wir eins gemacht haben. Das war heute eher der Fokus."

... zur Laufleistung des FC: "Wir wurden die letzten zwei Wochen damit ziemlich genervt am Geißbockheim, gerade vom Trainer auch. Deswegen haben wir uns das zu Herzen genommen. Ich glaube trotzdem, dass wir heute als Mannschaft besser verteidigt haben. Wir standen ein bisschen tiefer, das hat uns heute auf jeden Fall gutgetan."

... zu seinem Tor: "Wir trainieren immer Standards, natürlich ist das im Training und in der Theorie immer ein bisschen anders. Jetzt fällt er mir auf den Kopf, das war gut so."

Achim Beierlorzer (Trainer 1. FC Köln) ...

... zum Spiel: "Den Punkt nehmen wir mit, weil er hochverdient war. Wir sprechen natürlich viel während der Woche. Am Schluss braucht man den Moment, dass man genau an der richtigen Stelle ist, der Ball richtig ins hintere Eck geköpft wird. Ich glaube, im vorderen Bereich hätte er (Alexander Nübel) ihn wieder gehabt. Er (Jonas Hector) hat es toll gemacht. // Jonas ist extrem wichtig für uns. Er hat im zentralen Mittelfeld gespielt und mit (Ellyes) Skhiri da alles zusammengehalten. Er hat in der Pause Probleme gehabt und kämpft sich trotzdem brutal durch und macht zum Schluss das Tor. Man belohnt sich für harte Arbeit - und wir haben heute hart gearbeitet, kompakt verteidigt. Das war unser Credo für heute."

... zur jüngsten Negativphase: "Wir haben jetzt vier Punkte, wir wollen weiter punkten. Wir haben uns vorgenommen, eine Serie zu starten."

... zur Aufstellung (vor dem Spiel): "Ich rücke von keinem Spieler ab. Es haben einfach andere Elf die Chance verdient, hier gegen Schalke zu spielen."

Armin Veh (Geschäftsführer Sport 1. FC Köln) ...

... zu seiner Zukunft in Köln (vor dem Spiel): "Mal ganz im Ernst, da wir momentan nicht gut stehen, da ist meine Person ziemlich unwichtig."

Bayer Leverkusen - RB Leipzig 1:1

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Wir haben in der ersten Halbzeit nicht so wie sonst die zweiten Bälle bekommen. Durch die Schnelligkeit, die Leipzig hat, ist es für uns dadurch immer wieder gefährlich geworden. In der zweiten Hälfte haben wir umgestellt und haben tiefer gestanden."

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Es war fahrlässig, dass wir nach der ersten Halbzeit nicht mit drei, vier Toren führen. Es ist leider oft im Fußball, dass eine Mannschaft, die die Tore nicht macht, bestraft wird. Wir haben aber eine gute Punkteausbeute und wollen weiter angreifen."

Willi Orban (Kapitän RB Leipzig) ...

... zur Szene zwischen Charles Aranguiz und Christopher Nkunku: "Er trifft ihn schon ein bisschen am Zeh vorne. In der Dynamik ist es natürlich sehr schmerzhaft, ich hoffe für ihn persönlich, dass es nicht so schlimm ist. Aber ich glaube nicht, dass du da unbedingt Rot geben musst."

Kevin Volland (Torschütze Bayer 04 Leverkusen) ...

... zur Szene zwischen Charles Aranguiz und Christopher Nkunku: "Es ist eine Situation, in der Dynamik siehst du es vielleicht nicht gleich, aber in meinen Augen ist es auf jeden Fall eine Karte. So offen in der Dynamik, weiß ich nicht, da kann man auch Rot geben."

SC Paderborn - FSV Mainz 05 1:2

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): "Das war ein verdienter Sieg der Mainzer. Was gegen uns spricht, ist die zu hohe Fehlerquote im Aufbauspiel. Beide Tore geben wir her, zum wiederholten Male. Unsere Fehlerquote ist zu hoch, um in der Bundesliga bestehen zu können. Wenn du nach sieben Spielen einen Punkt hast, musst du dich hinterfragen. Ich muss das Spiel erst mal sacken lassen, um Lösungen zu finden."

Jan-Moritz Lichte (Co-Trainer FSV Mainz 05): "Wir sind sehr froh über die drei Punkte. Es war ein verdienter Sieg. Wir haben nach dem 1:0 allerdings einige Probleme gehabt mit der Spielweise des Gegners. Wir hatten relativ gute Torchancen, dann wäre die zweite Halbzeit vielleicht nicht so spannend geworden. Mit der Elfmetersituation hätte das Ganze noch kippen können."

Rouven Schröder (Vorstand Sport 1. FSV Mainz 05) ...

... auf die Frage, wo Sandro Schwarz das Spiel verfolgt habe: "Er war im Bus, er hat es im Bus geschaut. Er wollte ganz in Ruhe das Spiel gucken. Ich weiß nicht, ob er den Bus auseinander genommen hat vor Freude, weil er einfach so mitgeht. Die Jungs haben für unseren Coach alles rausgehauen. Wir haben alle Gas gegeben, für die Sache, für den Verein, aber natürlich auch für den Coach, weil jeder ihn dabei haben wollte."

SC Freiburg - Borussia Dortmund 2:2

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Für uns ging es darum, die Tiefe von Dortmund zu verhindern. Da haben wir die ganze Woche darüber gesprochen. Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit überragend gespielt. Ich bin begeistert. Das Unentschieden war hochverdient."

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Wir haben ordentlich gespielt, aber die Torchancen haben gefehlt. Wir haben aus meiner Sicht zwei unnötige Gegentore bekommen. Das kostet uns wieder sehr viel. Heute hätten wir gewinnen sollen."

Vincenzo Grifo (Torschütze SC Freiburg): "Ich weiß nicht, wann ich reingekommen bin, glaube in der 85. Minute. Dann erhofft man sich das immer, aber dass es dann auch so klappt, vor allem gegen den BVB. Ich habe es mir gehofft, letztendlich ist es dann so gekommen. Ich bin mega, mega happy, dass wir hier heute einen Punkt geholt haben."

Luca Waldschmidt (Torschütze SC Freiburg): "Die ersten zwei Schüsse sind nicht so gut gekommen. Trotzdem hatte ich ein gutes Gefühl danach. Ich wusste, wenn ich noch einen kriege, dann treffe ich diesmal auf jeden Fall das Tor."

Marco Reus (Kapitän Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Ich weiß nicht, wievielte Minute? 89.? Da verteidigen wir nicht konsequent genug in dem Moment, ich weiß nicht, ob Manu (Akanji) Roman (Bürki) noch anschießt. Sie behindern sich gegenseitig, das ist natürlich bitter, wenn du hier 2:1 führst und kurz vor Schluss das 2:2 kriegst. Dann ist man natürlich bedient."

... zum erneuten Unentschieden des BVB: "Ich glaube, in der zweiten Halbzeit haben wir insgesamt kein gutes Spiel gemacht. Freiburg hat jetzt auch nicht viele Möglichkeiten. Von daher war es recht ausgeglichen. Wir müssen es über die Zeit bringen, gar keine Frage. Es ist natürlich das zweite oder dritte Mal, dass wir 2:1 oder 1:0 führen und dann kurz vor Schluss noch das Gegentor fangen. Die zwei Punkte fehlen uns natürlich, ganz klar."

... zur Bedeutung des Ergebnisses: "Es bedeutet, dass es zu wenig ist. Das ist doch ganz klar. Dass wir jetzt drei Unentschieden hintereinander erzielt haben, ist zu wenig, ganz klar. Wenn du überall in Führung gegangen bist, dann muss das von der Qualität reichen, dass du hier gewinnst."

... zur Niederlage der Bayern: "Was soll ich jetzt sagen? Das bringt uns alles nichts. Wir müssen die Spiele gewinnen und auf uns gucken. Da ist es egal, was die anderen machen. Solange wir unsere Spiele nicht gewinnen, brauchen wir nicht auf andere Plätze gucken."

Hier geht es zu den Stimmen und Reaktionen des Freitagsspiels

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