Kein Gnabry? Kein Problem!

Von Niccolo Schmitter
Werder Bremen in der Kaderanalyse
© getty

Anders als gewohnt blickt man an der Weser derzeit voller Zuversicht in die neue Saison. Auch der Abgang von Serge Gnabry trübt die gute Stimmung bei Werder Bremen nicht. Dennoch steht die Frage im Raum, wie sich Werder in der kommenden Saison aufstellen will. Während einige Transfers bereits getätigt wurden, schwebt über vielen Personalien noch ein Fragezeichen.

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Tor

Personal: Felix Wiedwald, Michael Zetterer, Jaroslav Drobny

Offene Positionen: keine

Kandidaten: Ron-Robert Zieler, Frederik Rönnow

Situation: Seit Tim Wieses Abgang zur Saison 2012/13 suchen die Werderaner nach einer klaren Nummer eins im Kasten. Die Fans im Weser-Stadion vermissten in den letzten Jahren neben einer sattelfesten Abwehr auch einen Torhüter, bei dem die Anhänger nicht bei jedem Distanzschuss zum Schweißtuch greifen müssen. Felix Wiedwald hat sich im Laufe der vergangenen Rückrunde als solch ein Rückhalt etabliert.

Zuvor wegen regelmäßiger Patzer noch stets gescholten, zeigte der 27-Jährige parallel zum Lauf seines Teams eine klasse Leistung nach der anderen. "Ich bin sehr stolz auf mich und auf das, was ich in der Rückrunde geleistet habe. Ich habe meinen Anteil an den Punkten, an der tollen Serie", konstatierte Wiedwald nicht zu Unrecht in der Bild. Dabei unterstrich er auch gleich seinen Anspruch auf einen Stammplatz in der kommenden Spielzeit.

Dank einer auf Mindesteinsätze bezogenen Klausel hat sich Wiedwalds Vertrag automatisch bis 2018 verlängert; unabhängig davon wollte Frank Baumann "zu gegebener Zeit Gespräche führen." Getan hat sich bislang jedoch noch nichts. In den Medien werden zwar einige Kandidaten wie Ron-Robert Zieler oder Frederik Rönnow von Bröndby IF gehandelt, konkrete Fortschritte sind aber nicht bekannt. Solange den Werderanern also nicht ein echtes Schnäppchen zufliegt (Stichwort: Rene Adler), werden sie aller Voraussicht nach an Wiedwald festhalten.

Dahinter befinden sich neben Oldie Drobny der junge Zetterer, der offenbar als Nummer zwei eingeplant ist. Trotzdem soll Baumann über eine Vertragsverlängerung mit Drobny nachdenken. Gegenüber dem kicker betonte der Sportdirektor, dass der Tscheche "auch als Persönlichkeit für uns ein ganz wichtiger Faktor im Team ist." Das Arbeitspapier des zuvor lange verletzten Raphael Wolf läuft dagegen aus, der Keeper wird wie angekündigt den Verein verlassen.