Dante: "Reicht nicht, nur von Europa zu reden"

Von SPOX
Dante trifft bei Nizza auf seinen alten Förderer Lucien Favre
© getty

Dem Treuespruch folgte die Flucht nach Frankreich: Dante hat den VfL Wolfsburg überraschend verlassen und sich OGC Nizza angeschlossen. Der Sport Bild erklärte er die Gründe für seine Flucht aus der Autostadt, was beim VfL schief läuft und die Gründe für Nizza.

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"Man braucht im Leben immer einen Plan und ein Ziel", sagte Dante dem Magazin. Das hat er in Wolfsburg aber nicht mehr gesehen: "Wolfsburg hat kein Projekt, keine Ziele mehr. Ich war immer mit Dieter Hecking und Klaus Allofs in Gesprächen und habe meinen Standpunkt klargemacht. Es ist aber nichts passiert. Es reicht nicht, nur von Europa zu reden. Man muss es auch wollen."

Neben Dante verließen mit Naldo, Andre Schürrle und Max Kruse weitere Hochkaräter den Klub. Für Dante nicht verwunderlich, aber auch nicht ausschlaggebend für seinen Wechsel: "Daran lag es nicht. Im Fußball werden immer Spieler verkauft und neue dazugeholt. Aber das war kein Zeichen von Stabilität und bezeichnend für die Situation."

"Draxler einer der besten Fußballer, die ich kenne"

Trotzdem glaubt der Brasilianer, dass sein Ex-Klub in diesem Jahr wieder in die Spur finden wird: "Mit Gomez, Bruma oder Blaszczykowski wurden gute Spieler nachgeholt. Dazu hat Wolfsburg mit Julian Draxler einen der besten Fußballer, die ich kenne. Die Mannschaft hat Qualität und kann die Kurve schnell kriegen. Ich drücke die Daumen."

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Er selbst konzentriert sich nun aber auf Nizza. Dort trainiert mit Lucien Favre ein alter Bekannter sein neues Team. "Es waren mehrere Punkte entscheidend. Zuerst einmal war es natürlich die Person Favre, die ich sehr schätze und aus meiner Zeit in Gladbach kenne", bestätigte Dante, dass Favre mit ausschlaggebend war.

Zudem sei dessen Philosophie wichtig gewesen: "Bei ihm steht das schnelle Spiel mit dem Ball im Vordergrund." Das alles in Verbindung mit einer dreijährigen Vertragslaufzeit, "was in meinem Alter nicht unbedingt üblich ist", der Möglichkeit "weiter Europapokal zu spielen" und diese "tolle Region an der Côte d'Azur" und Dante war von seinem neuen Verein überzeugt.

Guardiola "menschlich nicht so toll"

Auch Dantes ehemaliger Bayern-Trainer Pep Guardiola bekommt sein Fett weg: "Er redet nicht mit einem. Als Spieler weiß man dann nicht, woran man ist. Es gibt halt Trainer, die sind taktisch weltklasse, aber dafür menschlich weniger toll. So wie Guardiola. Und es gibt die, bei denen es umgekehrt ist. Den perfekten Trainer gibt es nicht."

Indes bestätigte Dante, noch mit Bayern-Spielern in Kontakt zu stehen: "Und alle berichten mir, dass sie superzufrieden mit Ancelotti sind."

Dante im Steckbrief

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