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Fussball

Kicker: Guardiola wird ein Citizen

SID
Laut dem Kicker wird Pep Guardiola nächste Saison den Posten von Manuel Pellegrini übernehmen
© getty

Projektmanager Pep Guardiola hat offensichtlich die Scheichs von Manchester City als nächste Arbeitgeber auserkoren. Nach kicker-Informationen ist der Wechsel des Star-Trainers von Bayern München zum schwerreichen englischen Spitzenklub nach dem Abschluss der Saison 2015/16 perfekt.

Am Mittwochabend berichtete die Bild-Zeitung, dass Guardiola bei City 25 Millionen Euro pro Jahr verdienen und damit Rekordhalter der Trainerzunft werden soll. Zudem soll Guardiola sein bisheriges Gehalt verdoppeln. Eine Quelle für die Zahlen nannte die Bild jedoch nicht.

Guardiola, derzeit mit seiner Familie im einwöchigen Weihnachtsurlaub in Katalonien, verlässt den deutschen Rekordmeister am Saisonende, sein Nachfolger wird zum 1. Juli 2016 der Italiener Carlo Ancelotti.

Der kicker, üblicherweise in München glänzend informiert, beruft sich in seiner Meldung vom Mittwoch auf "zuverlässige englische Quellen". Die Citizens, bei denen Guardiolas Vertraute und frühere Weggefährten Ferran Soriano (Vorstandsvorsitz) und Txiki Begiristain (Sportdirektor) Führungspositionen bekleiden, haben sich demnach gegen namhafte Konkurrenz durchgesetzt.

ManCity wird von einer milliardenschweren Holding aus Abu Dhabi unter Leitung von Scheich Mansour bin Zayed al Nahyan kontrolliert.

Gerüchte über ein Engagement Guardiolas in Manchester halten sich seit mindestens einem Jahr - auch aufgrund der allerbesten Kontakte des 44-Jährigen zur sportlichen Führungsebene. Mit Soriano und Begiristian hat Guardiola bereits beim FC Barcelona erfolgreich zusammengearbeitet.

Pellegrini wünscht sich Pep als Nachfolger

Als einziges Hindernis erscheint, dass der Chilene Manuel Pellegrini bei den Citizens noch bis 2017 als Teammanager unter Vertrag steht. Doch das Problem wird sich wahrscheinlich lösen lassen: Zuletzt hat Pellegrini bereits erklärt, er wünsche sich Guardiola als Nachfolger.

Der FC Bayern München muss sich allerdings keine Sorgen machen, dass Guardiola seinen Lieblingsschüler Thiago nach England abwirbt.

Der Mittelfeldspieler, der dem Starcoach 2013 auf expliziten Wunsch ("Thiago oder nix") aus Barcelona nach München gefolgt war, erklärte im Interview mit der Sport Bild, er "bleibe unabhängig von Pep". Thiago steht bei den Bayern noch bis 2019 unter Vertrag, ein Transfer käme interessierte Klubs somit teuer zu stehen.

Bayern: Keine Angst vor Abgängen

Sportvorstand Matthias Sammer befürchtet ohnehin keinen Exodus der Stars. "Das kann ich ausschließen. Bei uns läuft zum Saisonende kein Vertrag aus", sagte er.

Mit den Vertragsverlängerungen der heiß begehrten Weltmeister Thomas Müller und Jerome Boateng sowie von Javi Martínez (alle bis 2021) hatten die Bayern in der vergangenen Woche ein Stoppschild für die zahlungskräftige Konkurrenz von der Insel gesetzt. Auch die Säulen Douglas Costa (2020), Robert Lewandowski, Thiago, Arturo Vidal (alle bis 2019) oder David Alaba (2018) sind langfristig gebunden.

Die Bayern glauben zudem unisono, dass es keinen Lame-Duck-Effekt geben wird. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zeigte sich "überzeugt, dass Trainer und Mannschaft jetzt noch intensiver daran arbeiten werden und Großes erreichen - gerade, weil jetzt Pep den FC Bayern verlassen wird." Der Charakter der Mannschaft sei "so fein und fantastisch, dass diese Diskussion überhaupt nicht aufkommen" werde.

Pep Guardiola im Überblick

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