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Fussball

Breitenreiter: Team in der Bringschuld

SID
Andre Breitenreiter nimmt die Spieler des FC Schalke in die Pflicht
© getty

Schalkes neuer Trainer Andre Breitenreiter will die Fans möglichst schnell mit an Bord bekommen und nimmt seine Spieler in die Pflicht. Im Zuge der Saisonvorbereitung soll alles auf den Prüfstand gestellt werden - darüber hinaus will er keine einzelnen Egos akzeptieren.

Breitenreiter hat sich bereits mit einigen Spielern getroffen, gegenüber der Sport Bild berichtete er: "Ich werde jetzt keine Details aus den Gesprächen bekannt geben. Insgesamt muss es uns im ersten Schritt aber gelingen, dass wieder eine Einheit zusammenwächst, mit der sich die Fans identifizieren. Das funktioniert mit begeisterndem Fußball, Leidenschaft - aber auch mit mehr Nähe zu unseren Anhängern."

Sein Wunsch sei es schließlich, "dass vom ersten Tag an die Unterstützung unserer Fans da ist. Darum sollen sie auch sehen, wie wir arbeiten. Wir werden die Nähe zu unseren Fans suchen, die sie sich wünschen, um ihr Vertrauen zurückzugewinnen. Natürlich werden wir - wenn es in den Saisonverlauf geht - auch mal nicht öffentlich trainieren, um taktische Dinge einzustudieren. Aber grundsätzlich sind die Trainingseinheiten öffentlich."

So werde sich das Team für "auch die Zeit nehmen, nach dem Training Autogramme zu schreiben. Da ist die Mannschaft in der Bringschuld, das ist ihnen bewusst. Ansonsten werden wir schon dafür sorgen."

Harsche Kritik an der Fitness

Davon abgesehen hat Breitenreiter schon weitere Punkte, an denen er ansetzen will: "Auffällig war in der vergangenen Saison, dass Schalke in sämtlichen Laufleistungen zu den schwächeren Mannschaften in der Bundesliga gehörte. Darum wird das Training in der Vorbereitung sehr intensiv und hart werden, damit wir die nötige Fitness kriegen, um unser laufintensives Spiel umzusetzen."

In der Saison sei es immerhin schwierig, an diesen Punkten zu arbeiten. "Vielleicht werden wir noch ein zweites Trainingslager absolvieren, um taktische Dinge noch besser einstudieren zu können", so Breitenreiter weiter.

Letztlich will der 41-Jährige den Klub umkrempeln:"Wir werden alles auf den Prüfstand stellen, jeden Stein umdrehen, keine Frage. Aber bislang habe ich einen hervorragenden Eindruck. Das Einzige, was wir verändern werden, ist die Leistungsdiagnostik zu Beginn der Vorbereitung. Wir starten nicht mit einer Spiro-Untersuchung wie in den vergangenen eineinhalb Jahren, sondern mit einem individuellen Laktattest, da unsere Spieler zu unterschiedlichen Zeiten zur Mannschaft stoßen."

Team geht vor Ego

Ob seiner Unerfahrenheit meldeten sich nach der Verpflichtung Breitenreiters aber auch Kritiker zu Wort. Nicht wenige befürchten, dass ihm die als schwierig geltende Schalker Mannschaft auf der Nase herumtanzen könnte. "Auch in Paderborn hatten wir nicht nur pflegeleichte Spieler. Nachdem allen klar war, wie es läuft, tanzte keiner einem auf der Nase herum", stellte Breitenreiter aber klar.

Bei ihm gelte eine klare Devise: "Einzelne Egos sind der Sache und dem Mannschaftserfolg zu unterstellen, denn wenn man sich für das Team aufopfert und alles gibt, wird das Team dafür sorgen, dass jeder seine persönlichen Ziele auch erreicht. Nur diese Reihenfolge funktioniert. Wer das versteht, ist dabei, wer nicht, wird keine Chance haben. Da schlägt immer Mentalität die vermeintliche Qualität."

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