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Fussball

Heldt: "Sehen uns als gallisches Dorf"

Von Adrian Franke
Horst Heldt will an der strategischen Ausrichtung mit Schalke festhalten
© getty

Horst Heldt plant in naher Zukunft keine großen strategischen Partnerschaften wie beim FC Bayern oder bei Borussia Dortmund, der Manager des FC Schalke 04 setzt stattdessen andere Prioritäten. Um die Wettbewerbsfähigkeit von Königsblau macht er sich deshalb keine Sorgen, wenngleich Hauptsponsor Gazprom bald für Unruhe sorgen könnte.

Nach dem FC Bayern holte sich auch der BVB in den vergangenen Wochen große strategische Partner ins Boot und verkaufte dafür Anteile. Für Schalke aber aktuell kein Thema, wie Heldt gegenüber dem "Reviersport" klarstellte: "Für uns ist es unheimlich wichtig, dass der Verein alles in der eigenen Hand hat. Wir sind Herr auf Schalke, wir haben keine Rechte abgetreten."

Darüber hinaus habe sich der Klub "in einem gemeinsam mit unseren Fans entwickelten Leitbild dafür ausgesprochen, dass wir ein eingetragener Verein bleiben wollen. Das bedeutet zwar auch, dass wir nicht mal eben frisches Kapital in dreistelliger Millionenhöhe beschaffen können. Aber wir sehen uns in dieser Frage als gallisches Dorf. Und für die Römer ist es bekanntlich nicht leicht, die Gallier zu bezwingen."

Unruhe wegen Ukraine-Krise?

Sorge bereitet Heldt allerdings angesichts der Ukraine-Krise der russische Hauptsponsor Gazprom: "Wenn die Androhungen der Wirtschaftssanktionen umgesetzt würden, dann würde mich das natürlich beunruhigen. Gazprom ist für uns ein absolut zuverlässiger Partner und ist es auch als Unternehmen in der gesamten Fußballbranche. Wir haben eine langfristige Partnerschaft."

Trotz alledem fürchtet der 44-Jährige nicht um Schalkes Konkurrenzfähigkeit: "Dieser Verein wird auch in 50 Jahren noch konkurrenzfähig sein. Wenn ich sehe, wie viele Menschen uns unterstützen, dann ist das schon eine brutale Wand, die nicht so leicht zu zerschlagen ist."

Vielmehr müsse man offensive Ziele anstreben. "Wenn man dreimal nacheinander in die Champions League gekommen ist, kann ich es doch nicht verkaufen, Fünfter bis Siebter werden zu wollen", so Heldt: "2007, als ich noch Manager in Stuttgart war und wir mit dem VfB Meister geworden sind, haben wir davon profitiert, dass wir mehr daran geglaubt haben als Schalke."

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