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Fussball

Arbeit für Fleisch und Blut

Jürgen Klopp spricht, Dolmetscher Massimo Mariotti übersetzt, Ciro Immobile hört zu
© imago

Adrian Ramos: Der Kolumbianer stieg später als Ji und Immobile ins Training ein, hinterließ in den Einheiten aber direkt einen guten Eindruck. Präsentierte sich dort und in den beiden Testspielen so, wie man ihn von Hertha BSC kennt: Kopfballstark, schnell, beweglich.

Klopp war zu diesem frühen Zeitpunkt mehr als zufrieden mit seinem Neuzugang. Gegen Chievo bereits mit einigen guten Szenen im Spiel gegen den Ball. "Er hat alles angedeutet, und das muss nach drei, vier Tagen Training auch mal reichen", bilanzierte der Trainer.

Auch er führte nach Trainingsende Zwiegespräche mit Klopp und Co-Trainer Zeljko Buvac. Kommt trotz seiner Beweglichkeit deutlich bulliger daher als Immobile und setzte seinen Körper manches Mal ähnlich geschickt ein wie Robert Lewandowski.

Zwischenfazit: Wird aufgrund seines Spielertyps weniger Schwierigkeiten als Immobile haben, sich ins Dortmunder Gefüge zu integrieren und dürfte in den ersten Pflichtspielen seinen Platz in der Startelf finden.

Dong-Won Ji: Nach der Bekanntgabe seiner Verpflichtung fragten sich manche Beobachter, was der BVB mit Ji vorhabe. Der Südkoreaner hinterließ bislang den "typisch asiatischen" Eindruck: Lernwillig, zurückhaltend, fleißig.

Auch er hat noch mit der Intensität zu kämpfen und war deshalb in manchen Spielformen teilweise etwas unscheinbar. Sein Einsatz, auch in den Testspielen, war jedoch über jeden Zweifel erhaben.

Ging gegen Chievo und Rapperswil-Jona weite Wege und bot sich immer wieder geschickt zum Kombinationsspiel an. Spielt einen präzisen, sauberen Ball und und verkörpert damit eine gewisse Gradlinigkeit in seinem Spiel.

War im 4-4-2 mit Raute als Zehner sehr offensiv ausgerichtet, stieß häufig bis in die Spitze und machte mit seinen Läufen aus der Formation ein situatives 4-3-3.

Zwischenfazit: Ein ganz anderer, weil leichtfüßiger Typ als Immobile und Ramos. Ob er eine Option für die Flügel darstellen wird, ist fraglich. Scheint sich im Zentrum zumindest deutlich wohler zu fühlen und erhöht im vorderen Drittel die Flexibilität.

Matthias Ginter: Stieß 19 Tage nach dem WM-Sieg und drei Tage früher als vereinbart auf eigenen Wunsch zur Mannschaft. Absolvierte in Bad Ragaz zunächst zwei individuelle Einheiten, darunter Übungen mit Ball und einige Läufe.

Am Sonntag dann erstmals im Teamtraining, das allerdings nur Standardsituationen inklusive Umschaltspiel vorsah. Köpfte dabei nach einer Ecke von rechts das schönste Tor der Einheit. War in seinen ersten 45 Minuten im BVB-Dress beim Schweizer Drittligisten defensiv nicht einmal gefordert - eine Kopfballgelegenheit setzte er knapp über die Latte.

Macht einen fitten und selbstbewussten Eindruck. "Ich hatte nicht den längsten Urlaub, von daher habe ich nicht viel verlernt. Ich fühle mich gut", sagte er am Sonntag. Klopp kann dies bestätigen: "Er hat direkt einen sehr guten Eindruck gemacht. Der Junge ist total frisch und hochmotiviert. Er hat sich nahtlos eingeführt."

Zwischenfazit: Obwohl er auch auf der Sechs eine Option darstellen könnte, wird man ihn in Dortmund in erster Linie in der Innenverteidigung spielen sehen. Mats Hummels kommt spät aus dem Urlaub, Neven Subotic steigert zwar nach und nach die Intensität - aber Ginter scheint bereits jetzt gute Karten zu haben, zum Pflichtspielauftakt an Sokratis' Seite aufzulaufen.

Seite 1: Licht und Schatten beim bemühten Ciro Immobile

Seite 2: Ramos wie gewohnt, Ji unscheinbar, Ginter frisch

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