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Fussball

"Er hilft uns nicht mehr weiter"

Von Marco Nehmer
Rafael van der Vaarts größter Fürsprecher beim HSV ist neuerdings für einen Wechsel des Niederländers
© getty

Der Investor senkt den Daumen. Nach Ansicht von Milliardär Klaus-Michael Kühne gibt es für Rafael van der Vaart keine sportliche Zukunft mehr beim Hamburger SV. Der Unternehmer wünscht sich einen Abgang des Niederländers - dessen Rückkehr er einst aus eigener Tasche finanzierte. Auch Trainer Mirko Slomka müsse gehen.

"Ich fände es gut, wenn er versuchen würde, an neuer Wirkungsstätte an alte Zeiten anzuknüpfen", so das Urteil von Kühne im Gespräch mit dem "Hamburger Abendblatt". Das Hamburger Umfeld sei "für ihn zu schwierig geworden, er hilft uns nicht mehr weiter."

"Wenn es da eine Scheidung im fußballerischen Sinne geben würde, fände ich das die beste Lösung", so der 77-jährige Logistik-Unternehmer, der van der Vaart im Sommer 2012 für rund 13 Millionen Euro Ablöse von den Tottenham Hotspur zurück an die Elbe lotste.

Rückblickend sei Kühne über die Leistungen des früheren Topspielers "auch sehr enttäuscht. Dabei hat er am Anfang ja durchaus für frischen Wind gesorgt, fast hätten wir mit ihm den internationalen Wettbewerb erreicht. Dann passierte leider die Geschichte mit seiner Sylvie bei der Silvesterfeier."

"Ich bedauere das sehr"

Nach der Trennung von seiner Ehefrau ging es sportlich stetig bergab für den 31-Jährigen. "Unter den privaten Problemen hat seine Form leider sehr gelitten. Er hat nicht mehr richtig trainiert, seine alte Form nicht mehr gefunden", so Kühne. "Ich bedauere das sehr, zumal es sich für den HSV verhängnisvoll ausgewirkt hat."

Mit seinem einstigen Lieblingsspieler, dessen Verpflichtung er schon zuvor per offenem Brief gefordert hatte, hat der Unternehmer abgeschlossen. Und auch für Trainer Mirko Slomka sieht es nicht besser aus. "Als Privatmann und HSV-Fan kann ich nur sagen, dass ich an diesen Trainer nicht glaube", so der gebürtige Hamburger.

Kühne: Slomka soll weg

"Er hat in der Endphase der Saison keine Punkte geholt, er hat wahnsinniges Glück gehabt, dass der Abstieg verhindert wurde. Es war eine solche Zitterpartie, die möchte ich nicht noch einmal erleben", erklärte Kühne. Letztlich müsse aber der neue starke Mann beim HSV, Rückkehrer und designierter Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer, eine Entscheidung treffen.

"Gute Trainer sind nicht irgendwo bei Karstadt zu kaufen, sondern man muss sie überzeugen, nach Hamburg zu kommen", zeigte sich Kühne angesichts der knappen Zeit bis zum Saisonstart allerdings skeptisch, "und das ist sehr schwierig, so lange es hier diese Störfeuer gibt."

Rafael van der Vaart im Steckbrief

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