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Fussball

Herzschlagfinals und viele Abschiede

Von Adrian Bohrdt
Mike Frantz droht mit dem 1. FC Nürnberg abzusteigen
© getty

Eintracht Frankfurt - Bayer Leverkusen (Sa., 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)

Das sagen die Beteiligten:

Armin Veh (Frankfurt, in der "Bild" über sein letztes Heimspiel als Eintracht-Coach): "Die Mannschaft, der ganze Verein sind mir ans Herz gewachsen. Ich habe mich mit allen verstanden und mich unheimlich wohl gefühlt. Es gab immer Situationen in der Rückrunde, in denen alles hätte kippen können, aber Angst hatte ich nicht."

Sascha Lewandowski (Leverkusen, angesichts des 2:2 gegen Dortmund): "Der Punkt nach einem richtig guten Spiel bringt uns aber auch nicht richtig weiter. Deshalb müssen wir in den letzten beiden Spielen noch mal alles raushauen."

Personal:

Bei Frankfurt fehlen: S. Jung (Wadenverhärtung), Barnetta (Muskelfaserriss), Flum (Schulterbandriss), Kittel (Knie-OP), Rode (Knorpelschaden im Knie), Anderson (Reha), A. Özer (nicht berücksichtigt)

Bei Leverkusen fehlen: Kießling (Muskelfaserriss), Sam (Muskelprobleme), Reinartz (Waden-OP), Hegeler, R. Kruse (beide Aufbautraining), Stafylidis (nicht berücksichtigt)

Darum geht's:

Die Eintracht ist mittlerweile auch rechnerisch gerettet und kann für die dritte Bundesliga-Saison in Folge und die Zeit nach Trainer Armin Veh planen. Leverkusen dagegen kämpft noch um die großen Gelder: Nur einen Punkt Vorsprung hat die Werkself auf Wolfsburg und braucht somit noch zwei Siege, um die CL-Qualifikation aus eigener Kraft zu schaffen. Sollte Schalke (drei Zähler davor) noch patzen, wäre sogar die direkte CL-Quali noch drin.

Die OPTA-Facts zum Spiel:

  • Frankfurt und Leverkusen treffen sich zum 58. Mal in der Bundesliga. Torlos endete dieses Duell noch nie, im Schnitt fielen 3,1 Treffer pro Spiel.
  • Leverkusen ist seit elf Bundesligaspielen unter Trainer Sascha Lewandowski ungeschlagen (acht Siege, drei Remis).
  • Frankfurt hat in der Rückrunde jetzt schon sechs Punkte mehr geholt (21) als in der kompletten Hinrunde (15).
  • Bayer spielte in den letzten zwölf Ligaspielen nie zu Null. Das ist für die Werkself die längste Serie seit der Saison 2008/09 (damals sogar 14 Partien).
  • Frankfurts Kevin Trapp parierte in dieser Saison schon drei Elfmeter, zudem schoss Stuttgarts Vedad Ibisevic gegen Trapp am Tor vorbei. Ligaweit hielt nur Leverkusens Bernd Leno mehr Strafstöße (5).

Hamburger SV - FC Bayern München (Sa., 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)

Das sagen die Beteiligten:

Mirko Slomka (Hamburg): "Ein Punkt für uns wäre eine Überraschung - ein Sieg eine Sensation. Vielleicht schaffen wir es, eine Art Dortmund-Feeling zu schaffen (der HSV gewann 3:0, d. Red.). Eine total fanatische Atmosphäre. Wir benötigen einen totalen Laufaufwand, große Leidenschaft. Wir werden permanent über die Ergebnisse der Konkurrenten informiert sein."

Pep Guardiola (Bayern): "Die letzte Periode in der Bundesliga, nach Berlin, war kompliziert. Wir haben ohne Ziel gespielt, vielleicht war das ein Problem. Real Madrid war ein komplett anderes Spiel. Und Hamburg und Stuttgart sind jetzt eine gute Vorbereitung auf das Finale in Berlin. Der HSV spielt um alles."

Personal:

Bei Hamburg fehlen: Arslan (10. Gelbe Karte), Lasogga (Aufbautraining), Zoua (Oberschenkelzerrung), Djourou (Muskelfaserriss), Lam (Schambeinentzündung), L. Sobiech (Sprunggelenkprobleme), Beister, Rajkovic (beide Kreuzbandriss), Neuhaus, Stritzel, Steinmann, Nafiu (alle nicht berücksichtigt)

Bei Bayern fehlen: Rafinha (Rotsperre), Shaqiri (Lauftraining nach Muskelfaserriss), Thiago (Lauftraining nach Innenbandteilriss), Badstuber (Aufbautraining), Starke (Ellbogen-OP), Weihrauch (nicht berücksichtigt)

Darum geht's:

Für den HSV schon um fast alles. Da die Keller-Konkurrenten Braunschweig (gegen Augsburg) und Nürnberg (gegen Hannover) durchaus punkten könnten, braucht der HSV zuhause gegen die Münchner mindestens ein Remis, um nicht im schlimmsten Fall bis auf den letzten Platz durchgereicht zu werden.

Bei Bayern steht dagegen die Frage, wie das Team die 0:4-Klatsche gegen Real verarbeitet hat. Guardiola zeigte sich in einer PK am Freitag selbstbewusst und will an seinem System festhalten, zunächst geht es für die Münchner aber darum, vor dem DFB-Pokalfinale gegen die Spannung wieder aufzubauen. Darüber hinaus würde ein Ausrutscher in dieser pikanten Phase kein gutes Licht auf die Mannschaft werfen. Allerdings: Das BL-Spiel nach einem Europapokal-Aus hat Bayern letztmals 1996 verloren.

Die OPTA-Facts zum Spiel:

  • Die letzten vier Pflichtspielduelle gegen Bayern verlor der HSV, bei insgesamt 3:20 Toren. Mit 68 Gegentoren sind die Rothosen aktuell die Schießbude der Liga und haben bereits jetzt den vereinsinternen Negativrekord aus der Saison 1987/88 eingestellt.
  • Aus den letzten sieben Spielen holte Hamburg nur vier Punkte und verlor die letzten drei Spiele allesamt. Der HSV kann schon jetzt nicht mehr den eigenen Punkte-Tiefstwert (36 Zähler, 2011/12) erreichen.
  • Bayern braucht noch einen Treffer, um Bremens Rekord für die meisten Auswärtstore in einer Bundesliga-Saison einzustellen (43 in der Saison 2006/07).
  • Ein weiterer Kopfball-Treffer würde außerdem einen neuen Ligarekord seit der Datenerfassung 2001/02 bedeuten (aktuell mit 21 Toren gleichauf mit Bochum und Schalke).
  • HSV-Keeper verschuldete bereits sieben Gegentore in dieser Saison. Das ist, seit Erfassung dieser Daten (2007/08) Bundesliga-Negativrekord.

Borussia Mönchengladbach - 1. FSV Mainz 05 (Sa., 15.30 Uhr im LIVE-TICKER)

Das sagen die Beteiligten:

Lucien Favre (Gladbach): "Zwischen Platz vier und sieben ist noch alles möglich. Für uns gibt es deshalb noch zwei Endspiele. Mainz ist sehr, sehr unangenehm. Sie spielen diese Saison hervorragend, sind extrem flexibel."

Thomas Tuchel (Mainz): "Die spielen ohne echten Mittelstürmer. Kruse und Rafael kommen über die Außen, sind sehr gefährlich. Wir haben uns schon im Hinspiel schwer getan. Am Ende war es trotz eines wahnsinnigen Aufwandes nur ein 0:0. Die defensiven Abläufe müssen sitzen."

Personal:

Bei Gladbach fehlen: Mero (nicht berücksichtigt)

Bei Mainz fehlen: Baumgartlinger, Schahin (beide Trainingsrückstand), N. Müller, Park (beide Reha), H. Müller (nicht berücksichtigt)

Darum geht's:

Es ist das Duell um die direkte EL-Qualifikation. Gewinnt Gladbach, hätte die Borussia den sechsten Platz sicher. Falls Mainz gewinnt, gehen die Rheinhessen mit einem Punkt Vorsprung auf Gladbach in den letzten Spieltag. Während der Siebte in die EL-Quali Ende Juli muss, ist der Sechste direkt für die Europa League qualifiziert.

Die Gladbacher könnten mit einem Sieg sogar nochmal nach oben schielen. Drei Punkte steht das Favre-Team hinter dem Vierten Leverkusen. In dem Fall könnte außerdem Augsburg bis auf einen Zähler an Mainz ran kommen.

Die OPTA-Facts zum Spiel:

  • Gladbach hat keines der letzten fünf Bundesligaspiele gegen Mainz verloren (vier Siege). Darüber hinaus verloren die Rheinhessen ihre letzten drei Auswärtsspiele und kassierten dabei im Schnitt drei Gegentreffer pro Spiel.
  • Die elf Weißen Westen der Mainzer werden nur von Bayern (16) und Schalke (13) übertroffen.
  • Neun der letzten elf Mainzer Treffer fielen vor der Pause. In den ersten 26 Saisonspielen schafften die 05er nur zehn Treffer vor dem Seitenwechsel.
  • Auf Schalke beging Gladbach am vergangenen Wochenende nur ein Foul. Seit Beginn der detaillierten Datenerfassung durch Opta 2004/05 gab es das nie zuvor in einem Bundesliga-Spiel. Das einzige Foul beging Roel Brouwers in der 90. Minute.

Seite 1: u.a. Dortmund - Hoffenheim

Seite 2: u.a. Hamburg - Bayern

Seite 3: u.a. Nürnberg - Hannover

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