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Fussball

"Verunsicherung ist nach wie vor groß"

Von SPOX
Sascha Lewandowski kehrte gegen Hertha auf die Bayer-Bank zurück
© getty

Nach der deftigen 0:3-Klatsche gegen Borussia Dortmund zeigt sich Trainer Pep Guardiola selbstkritisch. Für Braunschweig und Thorsten Lieberknecht wird die Luft derweil immer dünner. Lewandowski ist nach seinem Bayer-Comeback überglücklich, sieht aber noch Baustellen. Während Hannover, Wolfsburg und Mainz zufrieden sind, hadert man vor allem beim Hamburger SV und in Stuttgart mit dem Ergebnis.

1899 Hoffenheim - FC Augsburg 2:0 (2:0)

Markus Gisdol (1899 Hoffenheim): "Es sah fast so aus, als wenn das Spiel für uns fünf Minuten zu früh begonnen hätte. Da hatte Augsburg zwei große Chancen, und wir hätten in Rückstand gehen können. Danach haben wir aber eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Augsburg konnte sich über den Rückstand nicht beschweren. In der zweiten Hälfte haben wir allerdings zu viel vergeudet, damit war ich nicht zufrieden."

Markus Weinzierl (FC Augsburg): "Spiele werden vor dem Tor entschieden, da waren wir schlechter als der Gegner. Zudem waren wir in der Defensive zweimal schläfrig. Wir hatten so viele Chancen wie noch nie bei einem Auswärtsspiel, aber wir haben sie alle liegen lassen."

Bayer Leverkusen - Hertha BSC 2:1 (2:1)

Sascha Lewandowski (Bayer Leverkusen): "Wir sind überglücklich, der letzte Heimsieg ist ja schon eine Weile her. Ich kenne die Mannschaft, die Situation, da komme ich schnell wieder rein. Wir haben noch einige Baustellen, keine Frage. Die Verunsicherung ist nach wie vor groß. Du kassierst ein Gegentor, dann schießen dir 1000 Gedanken durch den Kopf."

Jos Luhukay (Hertha BSC): "Wir hatten nicht die Bereitschaft mitzulaufen, einer hat sich auf den anderen verlassen, dann liegt man schnell 0:2 zurück. Danach sind wir aggressiver in Zweikämpfe gekommen und haben das Spiel so angenommen, wie es von Beginn an sein sollte. Wir haben gezeigt, dass man Leverkusen in Bedrängnis bringen kann. Wenn man einen Punkt gewinnen konnte dann war es heute. Leverkusen hat sich schwer getan."

Bayern München - Borussia Dortmund 0:3 (0:1)

Pep Guardiola (FC Bayern): "In der 1.Halbzeit haben wir nicht zu unserem Spiel gefunden. Wir haben auch die 2.Halbzeit gut begonnen, sind aber dann doch abgefallen. Ich glaube, dass es ein Problem ist, dass wir die Bundesliga gewonnen haben. Wir müssen jetzt die Sachen so machen, wie sie gehören. Wir sind eine gute Mannschaft. Wenn du gewonnen hast, dann fällst du ab. Das ist mir in Barcelona passiert, nach den Liga Siegen, da hatten wir Riesenmühe, wieder hoch zu kommen. Das Ziel als Trainer für mich ist die Mannschaft wieder aufzubauen. Es kann sein, das ich einen Fehler gemacht habe. Dass es ein Fehler war, nicht so weiterzumachen. Ich will nicht die Rotation als Ausrede nehmen."

Jürgen Klopp (Borussia Dortmund):"Wir haben das gegen den Ball sehr gut gemacht. Bei eigenem Ballbesitz hätten wir es noch besser machen können. Wenn man Bayern München 3:0 schlägt, dann ist eigentlich alles perfekt. Das ist so eine hohe Konzentrationsleistung und so eine hohe Anforderung an deinen Mut, weil du ständig Gefahr läufst, doof auszusehen. Am gefährlichsten sind sie nah vor dem Tor, deswegen haben wir gedacht, sie möglichst lange weg zu halten. Das hat ja ganz gut funktioniert. Wenn wir 3:0 führen, schießt man gegen uns auch nicht einfach so vier Tore."

Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart 1:1 (0:1)

Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): "Wir haben nicht gut gespielt. Bei uns war zu wenig Bewegung. Wenn Stuttgart das 2:0 macht, ist es entschieden. Aber wir haben immer daran geglaubt, ein Tor zu machen."

Huub Stevens (VfB Stuttgart): "Es ist enttäuschend, wenn du in der letzten Minute ein Gegentor bekommst. Das kann aber immer passieren. Was mich ärgert, ist, dass wir den Sack nicht zugemacht haben."

Hannover 96 - Hamburger SV 2:1 (1:0)

Mirko Slomka (Hamburger SV): "Wir hatten eine unterirdische Zweikampfbilanz. Das Zentrum von Hannover war in allen Bereichen deutlich stärker. Das enttäuscht uns sehr. Wir haben nie ins Spiel gefunden und hatten eine schwache Zweikampfbilanz. Richtig Zugriff und eine gute Balance zwischen Defensive und Offensive gab es eigentlich gar nicht."

...über den Abstiegskampf: "Es ist genauso kritisch wie vorher. Wir hatten die Chance, Hannover hinter uns zu lassen, haben es aber nicht geschafft. Weiterkämpfen!"

Tayfun Korkut (Hannover 96): "Es war eine sehr schwierige Woche für die Mannschaft und den gesamten Verein. Aber wir haben die Situation angenommen. Von der ersten Sekunde an haben wir gezeigt, dass wir den Sieg unbedingt wollten. Nach dem 1:1 haben wir etwas gebraucht, um uns wieder zurecht zu finden, aber am Ende war es ein verdienter Sieg."

VfL Wolfsburg - 1. FC Nürnberg 4:1 (2:1)

Dieter Hecking (VfL Wolfsburg): "Das war ein gelungener Nachmittag für uns, auch wenn der Auftakt wieder nicht gestimmt hat. Wir haben jetzt schon zum vierten oder fünften Mal zu Hause in Rückstand gelegen. Zum Glück haben wir uns gefangen. Das war ein tolles Spiel, es gibt uns alle Chancen. Überragend war heute Kevin de Bruyne. In der Kabine war die Partie aber schnell abgehakt. Jetzt sind alle heiß auf Dienstag. Wir hoffen, dass wir in Dortmund ein tolles Spiel liefern können."

Gertjan Verbeek (1. FC Nürnberg): "Jeder weiß, dass Wolfsburg qualitativ die bessere Mannschaft hat. Wir haben aber nicht gut gespielt, haben viele Fehler gemacht. Nach der Halbzeit hatten wir eine gute Phase, doch im Abschluss waren wir nicht konzentriert genug. Wir stehen auf einem Abstiegsplatz. Das heißt, dass wir in den nächsten Spiele möglichst Punkte holen. Am besten holen wir in den letzten vier Spielen zwölf Punkte."

Martin Bader (Sportvorstand 1.FC Nürnberg): "Momentan halten uns die anderen Ergebnisse am Leben. So lange wir am Leben sind, geben wir nicht auf."

SC Freiburg - Eintracht Braunschweig 2:0 (1:0)

Torsten Lieberknecht (Eintracht Braunschweig): "Auch wenn wir nicht die weiße Fahne hissen wollen: Nach dem Spiel heute fällt es schwer, an dieses große Ziel, das große Wunder zu glauben, wenn wir auswärts so agieren und wissen, wer als nächster Gegner kommt."

Christian Streich (SC Freiburg): "Das 1:0 hat uns natürlich geholfen. Danach haben wir immer wieder ganz gut gespielt, die erste Hälfte war ordentlich. In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass meine Mannschaft so strukturiert ist, immer weiter nach vorne zu spielen. Das macht den Zuschauern Spaß, mir nicht immer. Am Ende waren wir den Tick besser."

Matthias Ginter (SC Freiburg) über die Wechselgerüchte zu Borussia Dortmund: "Ich kann nichts dazu sagen."

FSV Mainz 05 - SV Werder Bremen 3:0 (3:0)

Thomas Tuchel (FSV Mainz 05): "Wir wollten mutig, enthusiastisch und leidenschaftlich spielen. Wir haben den totalen Schwerpunkt auf Balleroberungen gelegt. Das war in allen Bereichen eine Topleistung, mit der ich sehr zufrieden bin. Wir haben 90 Minuten lang nicht nachgelassen. Das war ein verdienter Sieg.

Robin Dutt (Werder Bremen): "Das Spiel ist von Anfang an nicht für uns gelaufen. Mainz hat so gespielt wie wir in den letzten Spielen. Sie haben gleich Zeichen in den Zweikämpfen gesetzt, wir waren in der ersten Halbzeit immer einen Schritt hinterher. Wir haben ein schlechtes Fußballspiel gemacht."

FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt 2:0 (0:0)

Jens Keller (Schalke 04): "In der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht zufrieden, da haben wir vieles falsch gemacht. Das habe ich der Mannschaft auch in der Kabine gesagt. Aber dann, großen Respekt, haben wir wesentlich besser gespielt."

Armin Veh (Eintracht Frankfurt): "Die erste Halbzeit war total okay, da hatten wir sogar die Riesenchance zum 1:0. Dann aber haben wir dem Druck nicht mehr standhalten können. Die zweiten Bälle wurden nicht mehr gewonnen. Wir haben den Gegner mit unserer Ungefährlichkeit aufgebaut."

Der 30. Spieltag der Bundesliga im Überblick

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