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Fussball

Park: Wehrdienst statt Bundesliga?

Von Jan Schultz
Jo-Hoo Park erzielte gegen Freiburg sein erstes Bundesligator
© getty

Beim 1. FSV Mainz 05 ist der Südkoreaner Jo-Hoo Park aktuell nicht wegzudenken, erst kürzlich gelang ihm sein erstes Tor. Ab Sommer 2015 droht ihm aber eine zweijährige Karriere-Pause. Dann soll er in der Heimat wahrscheinlich seinen Wehrdienst ableisten.

"Wir wussten das bei der Verpflichtung im Sommer. Das war unter anderem ja auch ein Grund für die nicht so hohe Ablöse an Basel", sagte Manager Christian Heidel der "Bild". Der Linksverteidiger, im Sommer für rund eine Million Euro geholt, kann sich aber noch aus der Affäre ziehen.

Ein koreanisches Ausnahme-Gesetz ermöglicht es Fußballern, durch ein erfolgreiches Abschneiden bei Olympia, den Asienspielen oder der WM den Wehrdienst zu umgehen.

"Es kommt auf die Stimmung in unserem Volk an. Wenn allgemein die Meinung vorherrscht, die Fußballer sollten so belohnt werden, verfasst der Sportminister eine Petition, über die das Kabinett dann entscheidet", erklärte Jong Seok Yun von der koreanischen Botschaft.

Mainz hat Vertrags-Option bis 2016

Parks Teamkollege Ja-Cheol Koo und die beiden Augsburger Dong-Won Ji und Jeong-Ho Hong wurden bereits nach den Olympischen Spielen in London 2012 vom Wehrdienst befreit, nachdem sie die Bronzemedaille gewonnen hatten.

Schneidet Koreas Nationalmannschaft bei der WM 2014 in Brasilien gut ab, wäre eine Freistellung ebenfalls möglich.

Mainz wäre vorbereitet, sollte der 27-jährige Park nicht zur Armee müssen. "Wir haben eine Vertrags-Option bis 2016", so Heidel. Zudem ist eine Aufschiebung des Einzugs möglich. Der Wehrdienst in Korea muss spätestens mit dem 31. Lebensjahr absolviert werden.

Jo-Hoo Park im Steckbrief

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