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Fussball

"Waren keine Sondierungsgespräche"

Von Für SPOX in London: Jan Konietzny  
Felix Magath wurde inzwischen als Trainer des FC Fulham vorgestellt
© getty

Felix Magath informierte den HSV bereits frühzeitig, dass er mit dem FC Fulham über ein Engagement verhandelt. Das erklärte der neue Manager des Premier-League-Klubs in London auf SPOX-Nachfrage. Er habe sich vor seiner Absage eine Woche lang auf den Hamburger SV vorbereitet und bestritt die Aussage des Aufsichtsratsvorsitzenden Jens Meier, es habe sich nur um Sondierungsgespräche gehandelt.

"Von mir aus waren es keine Sondierungsgespräche. Ich hätte dem HSV gerne geholfen, aber ich hatte eben auch nicht das Gefühl, dass alle das wollen und deswegen habe ich mich für einen anderen Verein entschieden", sagte Magath: "Hamburg ist der Klub, der mich im Grunde groß gemacht hat, bei dem ich zehn Jahre gespielt habe, bei dem ich die größten Erfolge hatte und der mir natürlich am meisten am Herzen liegt. Und ich bin ein Mensch, der dankbar ist."

Das Chaos innerhalb des Aufsichtsrats schreckte ihn letztlich jedoch offenbar ab. "Ich hatte mich fast eine Woche auf den HSV vorbereitet, aber als dann eben der Anruf aus Fulham kam, da habe ich auch Herrn Meier gesagt, dass ich noch andere Möglichkeiten habe als den HSV", erklärte Magath: "Als es dann immer noch nicht vorwärts ging, habe ich mich entschlossen dem HSV abzusagen und mich auf Fulham zu konzentrieren."

"Der HSV hat mich angesprochen"

Zudem stellte Magath klar, dass die Initiative für sein geplantes Engagement als starker Mann der Hanseaten nicht von ihm ausging. "Der HSV in Person von Herrn Meier hat mich angesprochen bevor Fulham das tat. Natürlich war für mich klar, dass ich das machen würde - aus Dankbarkeit und weil viele, viele Fans mich gerne gesehen hätten", erklärte der 60 Jahre alte Meistertrainer.

Magath hatte dem HSV vor seinem Engagement beim FC Fulham abgesagt. Eine Gruppe im elfköpfigen Aufsichtsrat favorisierte seine Verpflichtung als Trainer, Sportdirektor und Vorstandsvorsitzender in Personalunion. Sie fand aber nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit, um den Vorstand um Carl-Edgar Jarchow abzulösen, der für Besetzung der Posten des Sportdirektors und Trainers zuständig ist. Medieninformationen zufolge stellten sich mindestens vier von elf Mitgliedern gegen eine Inthronisierung des umstrittenen Trainers.

Felix Magath im Steckbrief

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