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Fussball

"Ohne Tore hat man wenigstens Ruhe"

Von Adrian Bohrdt
Stefan Kießling nimmt sein derzeitiges Formtief mit Humor
© getty

Stefan Kießling nimmt sein Formtief mit Galgenhumor. Der Stürmer von Bayer Leverkusen erlebt zurzeit eine Tor-Krise, sieht dadurch aber immerhin die Diskussionen um ihn und die Nationalmannschaft als beendet. Für seine Durststrecke habe er, genau wie für Leverkusens Krise, keine Antwort.

Nur ein Tor gelang Kießling in den vergangenen zwölf Pflichtspielen, davon abgesehen blieb er seit Anfang Dezember komplett ohne Torbeteiligung.

"Das einzig Positive an meiner Situation und der Torflaute ist, dass das Gerede um eine Nominierung durch Jogi Löw für die WM endlich aufhört", zitiert die "Bild" den 30-Jährigen: "Ohne Tore hat man da wenigstens seine Ruhe."

Doch abseits seines Galgenhumors zeigte sich der Stürmer ratlos: "Ich mache mir natürlich Gedanken, warum ich im Moment nicht treffe. Bei mir persönlich lief es nur so schlecht, als ich 2006 aus Nürnberg hierher kam. Ich weiß nicht, woran es liegt. Ich habe zumindest weniger Torchancen als in der Hinrunde. Das macht es mir umso schwerer, wieder in die Spur zu kommen."

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"Da ist nichts zu beschönigen"

Kießling steht damit sinnbildlich für die Leverkusener Krise. In der Bundesliga setzte es in den letzten sieben Spielen fünf Pleiten, dazu kam das peinliche Aus im DFB-Pokal gegen den 1. FC Kaiserslautern sowie die 0:4-Klatsche gegen Paris Saint-Germain im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League. "Es ist lange her, dass es bei uns so mies lief. Da ist nichts zu beschönigen", stellte Kießling klar.

Allerdings auch hier habe er keine Lösung parat, forderte für die Partie am Samstag gegen Mainz aber ein Zeichen von der Mannschaft: "Was soll man sonst dazu sagen? Jeder kann sehen, dass es bei uns nicht läuft. Ich will gegen Mainz eine Reaktion sehen. Wir müssen es schaffen, uns aus dieser Scheiß-Situation herauszuziehen. Ich werde mir keinen neuen Glücksbringer oder so etwas suchen. es geht nur über harte, harte Arbeit. Und man muss an sich glauben."

Stefan Kießling im Steckbrief

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