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Fussball

Kießling "Fußball muss menschlich bleiben“

Von Mirko Jablonowski
Stefan Kießling (r.) kann den Umgang mit Eren Derdiyok nicht nachvollziehen
© getty

Stefan Kießling von Bayer 04 Leverkusen hat das Verhalten der TSG 1899 Hoffenheim mit ausgemusterten Spielern kritisiert. Diese dürfen bei den Kraichgauern nicht mit der ersten Mannschaft arbeiten, sondern bilden die separate "Trainingsgruppe 2". Insbesondere den Umgang mit seinem alten und neuen Teamkollegen Eren Derdiyok kann er nicht nachvollziehen.

"Vor einem Jahr war er noch ein wichtiger Spieler und jetzt darf er nicht mal mehr dazugehören? Das geht nicht. Er hat ein Recht zu trainieren", so Kießling im Interview mit der "FAZ". Er stürmte bereits von 2009 bis 2012 gemeinsam mit dem Schweizer für Bayer.

Vergangenes Jahr wechselte Derdiyok als großer Hoffnungsträger zu Hoffenheim. Nach einer Saison, in der der Abstieg knapp verhindert werden konnte, wurden mehrere Spieler von Trainer Markus Gisdol aussortiert. Darunter auch der 25-Jährige, der vor einigen Wochen zurück nach Leverkusen flüchtete.

Kießling heute mental stärker

"Einen oder mehrere Akteure für den sportlichen Misserfolg verantwortlich zu machen und trotz bestehender Verträge einfach nicht mehr mittrainieren zu lassen, das geht nicht", vertritt Kießling eine klare Position und fordert: "Fußball muss menschlich bleiben." Der Torjäger selbst hat in der Vergangenheit Zeiten erlebt, in denen es für ihn sportlich nicht so gut lief und er heftig in der Kritik stand.

Aus dieser Phase habe er eine Menge gelernt. "Es gibt Situationen, in denen der Ball verspringt, der Pass daneben geht oder man das Tor nicht trifft, und die Zuschauer stöhnen auf. Früher machte ich mich deswegen verrückt, hatte vielleicht Angst, den nächsten Pass zu spielen", so Kießling.

Heute geht er mit aufkommendem Unmut von außen anders um. "Das ist mir jetzt scheißegal. Das ist eine Einstellung, die man haben muss."

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