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Fussball

HSV: Schaaf Wunschkandidat?

Von Adrian Bohrdt
Thorsten Finks Abgang löst eine Reihe weiterer Fragen beim HSV aus
© getty

Nach der Entlassung von Trainer Thorsten Fink kocht die Gerüchteküche rund um den Hamburger SV weiter. Neben Stefan Effenberg und Slaven Bilic soll laut Medienberichten jetzt auch Werder Bremens Ex-Trainer Thomas Schaaf ein Kandidat beim HSV sein.

"Es gibt einige Namen, die wir im Kopf haben", hatte HSV-Sportchef Oliver Kreuzer bei der Pressekonferenz zu Finks Entlassung gesagt. Bei einem der gehandelten Namen soll es sich laut "Bild" um den langjährigen Werder-Trainer Schaaf handeln, der sogar eine Art Wunschkandidat sei.

Derweil bringen mit der "Welt" und dem "Hamburger Abendblatt" zwei weitere Zeitungen der Axel Springer AG zwei weitere Kandidaten ins Gespräch: Der derzeit vereinslose Ex-Bundesligaprofi Stefan Effenberg sowie Slaven Bilic (Besiktas Istanbul, Vertrag bis 2016) sollen an der Elbe ein Thema sein.

Für Bilic, an dem der HSV bereits 2008 Interesse gezeigt hatte, wäre allerdings eine Ablösesumme fällig. Deshalb dürfte der ehemalige kroatische Nationaltrainer allerdings kein ernsthafter Kandidat sein. "Er muss gut sein, günstig sein und alle Spiele gewinnen", hatte Kreuzer zuvor erklärt.

Investor Kühne will Magath und Hollerbach holen

Das Geldproblem könnte Investor Klaus-Michael Kühne lösen. Der Spediteur hat gegenüber "Sport 1" aber einen anderen Plan öffentlich gemacht: Er will Felix Magath doch noch zum HSV-Berater machen. "Magath brennt darauf, diese Funktion wahrzunehmen", erklärte der Milliardär: "Man sollte ihm eine Chance geben in beratender Funktion, wenn er dem Verein einen Trainer zur Verfügung stellt."

Offenbar sind die Gedankenspiele ziemlich konkret. "Magath hat auch schon einen Trainer an der Hand, das ist der Ex-HSV-Spieler Bernd Hollerbach", so Kühne: "Mit ihm hat Magath lange zusammengearbeitet. In der Kombination erscheint mir das eine sehr gute Lösung."

Der Linksverteidiger, der während seiner aktiven Zeit wegen seiner Spielweise und seiner abgeschlossenen Lehre als Metzger auch "Schlachter" genannt wurde, absolvierte von 1996 bis 2004 insgesamt 197 Ligaspiele für den HSV. Nach dem Abschied vom HSV arbeitete Hollerbach als Cheftrainer des VfL 93 Hamburg und des VfL Lübeck, bevor ihn Magath als Co-Trainer zum VfL Wolfsburg und dem FC Schalke 04 holte.

Jarchow stellt sich gegen Subventionen

Carl-Edgar Jarchow, Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV, hat den Bemühungen Kühnes allerdings schon zuvor einen Riegel vorgeschoben. "Das ist für uns überhaupt nicht verlockend. Wir suchen die beste Lösung für den HSV, wir werden sie finden - und das wird nicht von außen finanziert", sagte der 58-Jährige über eine mögliche Unterstützung durch den Milliardär.

Die Entlassung von Fink begrüßte Kühne derweil bei "Sky Sport News" mit eindeutigen Worten: "Endlich ist er weg. Ich bin nicht überrascht und halte es auch für richtig, dass der Trainer entlassen wurde. Das war überfällig und es kann nur besser werden!"

Franz Beckenbauer zeigt Verständnis für den Trainerwechsel bei seinem Ex-Verein Hamburger SV. "Es gibt ein bisschen viel durcheinander. Es hat sich abgezeichnet. Wenn man zu Hause 1:5 gegen Hoffenheim verliert und dann zwei Tage frei gibt, stößt man vielleicht auf Unverständnis", sagte Beckenbauer, der 1982 mit dem HSV deutscher Fußball-Meister geworden war, Sky Sport News HD. Er fügte hinzu: "Man kann in Dortmund verlieren, allerdings ist 6:2 ein bisschen happig."

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