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Fussball

HSV: Kacar und Berg kommentarlos aussortiert

Von Martin Grabmann
Marcus Berg (r.) erfuhr offenbar über eine Tageszeitung von seinem Rauswurf
© getty

Die beim Hamburger SV aussortierten Gojko Kacar und Marcus Berg wurden offenbar ohne Gespräch aus dem Bundesliga-Kader gestrichen. Kacar erfuhr nach eigener Aussage per Mail von seinem Rauswurf, Berg las es in der Zeitung. Jetzt suchen beide einen neuen Verein.

"Ich habe eine E-Mail erhalten, dass ich künftig bei den Amateuren mittrainieren muss. Ein Gespräch hat es nicht gegeben", erklärte Kacar der "Hamburger Morgenpost". Sportvorstand Oliver Kreuzer versicherte jedoch mehrfach, den 26-Jährigen angerufen, aber nicht erreicht zu haben.

Ein Telefonat mit Trainer Thorsten Fink sei bisher der einzige Kontakt gewesen, erzählt der 26-jährige Serbe. "Da hat mir der Trainer gesagt, dass ich vermutlich keine Chance bekommen würde, bei ihm zu spielen. Denn als ich verletzt war, wurden zwei Spieler für meine Position gekauft, mit denen er plant. Seither gibt es keinen Kontakt zwischen uns", so Kacar. Er sei "eher enttäuscht als sauer".

Berg liest in der Zeitung vom Rauswurf

Auch zu Berg gab es keinen persönlichen Kontakt. "Ich habe in der Zeitung gelesen, dass ich nicht mehr zum Profikader gehöre und bei der U 23 trainieren muss. Aber so ist das wohl in diesem Geschäft", stellte der Schwede fest. Berg sucht bereits nach einem neuen Verein, Verhandlungen mit Panathinaikos Athen laufen: "Das ist eine Option für mich. Aber es gibt Details, die zu klären sind."

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Kacar hat dagegen bislang keine Anfragen, obwohl er einem Wechsel nicht im Weg stehen würde. "Wenn ein vernünftiges Angebot kommt, dann beschäftige ich mich damit. Aber: Es ist schwer, einen Spieler zu verkaufen, wenn man ihn nicht einmal mittrainieren lässt", konstatierte der Serbe.

Der Hamburger SV ist finanziell angeschlagen und soll das Gehaltsbudget für die kommende Saison bereits um sieben Millionen Euro überzogen haben. Um die Lücke im Etat zu schließen, sollen neben Kacar und Berg auch Robert Tesche, Paul Scharner, Michael Mancienne und Slobodan Rajkovic abgegeben werden.

Der Hamburger SV in der Übersicht

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