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Fussball

BVB-Sieg in Basel: Mkhitaryan gleich voll da

Von Jochen Tittmar
Borussia Dortmund hat gegen den FC Basel auch Testspiel Nummer drei gewonnen
© getty

Borussia Dortmund hat auch Testspiel Nummer drei gewonnen: Einen Tag vor dem Auftakt des zweiten Trainingslagers im schweizerischen Bad Ragaz siegte der BVB beim FC Basel mit 3:1 (2:1).

Vor 18.696 Zuschauern im St. Jakob-Park traf Marco Reus (9.) zur Dortmunder Führung. Diese glich Fabian Schär per Kopf aus (15.). BVB-Neuzugang Henrikh Mkhitaryan erzielte in seinem ersten Spiel für die Borussia die abermalige Führung (25.). Kurz vor dem Ende traf Jonas Hofmann zum 3:1 (90.).

Henrikh Mkhitaryan im Porträt: Der gebildete Schauspieler

Bei den Schwarzgelben musste Marcel Schmelzer mit Problemen im Oberschenkelmuskel vorsichtshalber frühzeitig ausgewechselt werden (30.).

Aufstellung:

Basel: Sommer - P. Degen (46. Voser), Sauro, Schär, Safari (46. Aliji) - Stocker (46. Andrist), Salah (46. D. Degen), Elneny (72. Adili), Diaz (46. Jevtic), Frei (46. Xhaka) - Streller.

Dortmund: Weidenfeller - Durm (46. Großkreutz), Sokratis (46. Subotic), Hummels (46. Sarr), Schmelzer (30. Bandowski) - Bender (46. Gündogan), Sahin (46. Kirch) - Kuba (46. Hofmann), Mkhitaryan (46. Aubameyang), Reus (46. Duksch) - Lewandowski (46. Schieber).

Der SPOX-Spielfilm:

9., 0:1, Reus: Nach einem Fehlpass von Frei schaltet der BVB schnell um. Mkhitaryan übernimmt, geht alleine aufs Tor zu und legt dann quer auf Reus, der noch freier war.

15., 1:1, Schär: Der Freistoß von Stocker kommt scharf an den Fünfmeterraum, Schär verlängert mit dem Kopf hinten links ins lange Eck. Weidenfeller ist ohne Abwehrchance.

25., 1:2, Mkhitaryan: Mkhitaryan legt an der Strafraumgrenze mit dem Kopf auf Sahin, der spielt gefühlvoll mit der Innenseite direkt zurück in den Lauf. Und der Neuzugang befördert den Ball mit Hilfe des Innenpfostens ins lange Eck.

43.: Riesenchance für Lewandowski: Steil geschickt von Bender läuft er auf das Tor zu, guckt Sommer aus und befördert den Ball mit Vehemenz an den Pfosten!

48.: Aubameyang marschiert nach einem Traumpass von Gündogan alleine auf das Tor zu und setzt den Ball an den Pfosten, Sommer war schon am Boden. Den muss er machen.

58.: Gute Möglichkeit für Großkreutz, nach Vorlage von Aubameyang. Der Dortmunder lädt aus halbrechter Position ab, aber genau auf Sommer.

66.: Fast der Ausgleich. Da konnten sich die Basler mal durchspielen, der BVB ist unsortiert. Bandowski bekommt den Schuss von Xhaka aus kurzer Distanz an die Hand. Der wäre aufs Tor gekommen! Glück für Dortmund.

89.: Das hätte der Ausgleich durch Adili sein können, der den Ball über den Gegenspieler hebt und mit Vollspann abschließt. Weidenfeller kann den Ball nur nach vorne prallen lassen nach guter Parade, der Nachschuss wird geblockt.

90., 1:3, Hofmann: Sarr mit dem langen Diagonalball aus der Abwehr auf den rechten Flügel. Hofmann kocht seinen Gegenspieler ab und netzt flach ein.

Fazit: Basel hätte auch ein Remis erzielen können, agierte vor dem Kasten aber zu ungefährlich. Der BVB mit etwas Pech bei zwei Aluminiumtreffern, aber auch noch reichlich Luft nach oben.

Der Star des Spiels: Henrikh Mkhitaryan feierte einen Einstand, wie man ihn sich beim BVB gewünscht hat. Der Armenier zeigte sich ballsicher und wendig. Gesellte sich immer wieder in Richtung Spitze zu Lewandowski und lief die Baseler Innenverteidigung früh an. Aus einer solchen Situation resultierte auch das 1:0, das Mkhitaryan uneigennützig auflegte. Traf eine gute Viertelstunde später mit einem tollen Linksschuss zum 2:1.

Der Flop des Spiels: Valentin Stocker fand auf der linken offensiven Seite der Baseler überhaupt nicht statt und hatte keinerlei Bindung zum Spiel. Suchte kaum einmal ein direktes Duell gegen Durm und lief der Musik nur hinterher.

Der Schiedsrichter: Alain Bieri (Schweiz) lag nicht immer richtig bei seinen Zweikampfentscheidungen, die Abstimmung mit den Kollegen an der Seitenlinie passte aber durchaus. Ließ ansonsten viel laufen, wie es sich in einem Freundschaftsspiel auch gehört.

Das fiel auf:

  • Der BVB schaffte es nur selten, dass alle Mannschaftsteile kompakt zueinander standen. So konnten die Räume nicht geschlossen werden, die Viererkette hätte vor allem im ersten Durchgang das eine oder andere Mal früher nach vorne schieben müssen. Spielfluss kam immer erst dann zustande, wenn schnell kombiniert wurde.
  • Basel vor allem nach Standards gefährlich, eine der schwächsten Disziplinen der Dortmunder im vergangenen Jahr. Aus dem Spiel heraus schafften es die Gastgeber aber nur über die linke Seite mit dem schnellen Salah, bis zur Grundlinie durchzubrechen. Die Abstimmung zwischen Schmelzer und Reus passte da in den ersten 45 Minuten manchmal nicht.
  • Der offensiv ausgebildete Durm durfte erneut als Rechtsverteidiger beginnen und zeigte eine abgeklärte Leistung. Ordentliche Abstimmung mit Kuba, sauberes Passspiel. Dazu immer wieder im Vorwärtsgang. Durm kann auch links verteidigen und scheint somit eine denkbare Alternative für die Außenpositionen der Viererkette zu werden.
  • Neuzugang Sokratis spielte in der Innenverteidigung eine solide Partie und hatte mit Streller keine Probleme. Zeigte sich sehr passsicher und streute immer mal wieder kluge lange Bälle ein. Ein Auftritt, wie man ihn aus Bremen gewohnt ist.
  • Der zweite Neue im Bunde, Aubameyang, brauchte nach seiner Einwechslung keine 150 Sekunden, um allein vor dem Tor aufzutauchen. Ließ zehn Minuten später den nächsten Abschluss folgen und tauchte immer wieder auf beiden Flügeln auf. Mit zunehmender Spieldauer hing er jedoch mehr und mehr in der Luft, da der BVB es nicht mehr schaffte, genügend Struktur in die Partie zu bekommen und kaum noch Bälle ins vordere Angriffsdrittel gelangten.
  • Lewandowski gelang zu Beginn der Partie nur wenig, er verlor die meisten seiner Zweikämpfe. Dafür allerdings mit den Füßen im Spiel vor dem 1:0. Trat dann aber nur noch mit dem Pfostenkracher in Erscheinung.

Borussia Dortmund in der Sommerpause

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