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Fussball

Bayern schießen auch Gladbach vom Platz

Von Stefan Rommel
Franck Ribery (l.) erzielte das 1:0 und war auffälligster Spieler auf dem Platz
© getty

Bayern München hat den Telekom Cup 2013 gewonnen. Im Endspiel besiegte der Triple-Sieger Borussia Mönchengladbach mit 5:1 (3:1).

Franck Ribery (17.), Philipp Lahm (23.) und Thiago Alcantara (26.) sorgten schon vor der Pause für klare Verhältnisse. Auch Luuk de Jongs Treffer per Foulelfmeter zum 1:3 änderte daran wenig (30.).

Nach dem Wechsel stellte Arjen Robben per Kopf den alten Abstand wieder her (41.). Thomas Müller setzt Sekunden vor dem Abpfiff den Schlusspunkt.

Für die Bayern ist es die Premiere beim Telekom Cup - bisher konnten die Münchener den Pokal noch nicht gewinnen.

Die Aufstellungen:

Bayern: Starke - Rafinha, Van Buyten (Kirchhoff), Boateng, Contento (Alaba)- Thiago (Shaqiri) - Robben, Lahm (Weihrauch), Kroos (Weiser), Ribery - Müller

Gladbach: Heimeroth - Jantschke, Nordtveit, Dominguez, Wendt - Xhaka (Kramer), Dahout, Hermann, Arango - Hrgota, De Jong

Vor dem Anpfiff: Die Bayern rotieren und experimentieren. Müller ist einzige Spitze, Lahm rückt ins Mittelfeld auf. Neu im Team sind Rafinha, Contento, Robben und Müller. Alaba, Shaqiri, Pizarro und Mandzukic sitzen auf der Bank.

Gladbach mit zehn Neuen im Team, nur Xhaka bleibt in der Startelf von gestern. Hrgota beginnt im Sturm, Nordtveit in der Innenverteidigung.

17., 1:0, Ribery: Robben im Halbfeld ohne Druck, sieht Ribery wie gestern mit Tempo hinter die Innenverteidiger einlaufen. Präzises Zuspiel. Ribery nimmt den Ball aus der Drehung volley, trifft ihn gar nicht mal voll. Trotzdem fliegt er aus acht Metern an Heimeroth vorbei ins Tor.

23., 2:0, Lahm: Xhaka dribbelt am eigenen Sechzehner gegen Ribery und verliert den Ball. Ribery quer auf Müller, dessen Schuss noch geblockt wird. Den Nachschuss schubst Lahm dann aber aus 14 Metern ins leere Tor.

25.: Robben flankt von links. Müller wird erst geblockt, stochert dann aber einen Meter vor dem Tor nochmal nach - und den Ball hauchdünn am rechten Pfosten vorbei.

26., 3:0, Thiago: Nach einer Ecke bekommt Boateng die zweite Chance. Präzise Flanke an den ersten Pfosten. Thiago stiehlt sich vors Tor und drückt den halbhohen Ball dann aus vier Metern mit der Brust ins kurze Eck.

30., 3:1, De Jong (Foulelfmeter): Herrmann ist mal wieder zu schnell für Contento, der dann dumm an der Strafraumgrenze zur Grätsche ansetzt und den Gladbacher trifft. De Jong verlädt Starke und schiebt den Ball flach ins linke Eck.

41., 4:1, Robben: Flanke von Ribery von links. Robben schiebt sich zwischen zwei Verteidigern zum Kopfball durch und versenkt aus fünf Metern ins linke Eck.

60., 5:1, Müller: Robben in die Gasse auf Ribery, der nochmal rüberlegt auf Müller. Der schiebt ins leere Tor ein.

Fazit: Hochverdienter Erfolg für die Bayern, die dann deutlich besser waren als ihr Gegner. Gladbach brachte sich durch leichte Fehler selbst aus dem Konzept.

Der Star des Spiels: Franck Ribery. Unglaublich beweglich, in allen Ecken des Platzes unterwegs, dribbelstark und voller Spielfreude. Technisch starke Umsetzung beim 1:0, zwei starke Vorarbeiten zu weiteren Toren.

Der Flop des Spiels: Granit Xhaka durfte als einziger in der Startelf bleiben, erwischte aber einen ganz schwachen Tag. Fiel neben dem erst 17-jährigen Dahoud auf der Doppel-Sechs deutlich ab und leistete sich vor dem 0:2 einen kaum zu verzeihenden Fehler. Musste zur Pause in der Kabine bleiben.

Der Schiedsrichter: Guido Winkmann lag beim Elfmeter richtig. Ansonsten kaum gefordert.

Das fiel auf:

  • Gladbach zu Beginn mit einer sehr guten Ordnung im 4-4-2, zogen zwei enge Viererketten um den eigenen Strafraum auf. Individuelle Fehler zerstörten dann aber die an sich vernünftige Defensivleistung.
  • Auffällig bei Gladbach, wie der 17-jährige Dahoud im defensiven Mittelfeld versuchte, das Spiel zu ordnen. Auch ein Fingerzeig von Trainer Favre, Marx nicht in den Kader und Xhaka zur Pause runtergenommen zu habe. Dahoud dagegen durfte komplett durchspielen und tat das sehr vernünftig.
  • Die Bayern noch flexibler als gestern gegen den HSV: Erst mit Müller im Sturmzentrum, in der Folge ohne zentralen Angreifer. Auch im Mittelfeld rochierten bis auf Thiago alle Spieler. Dazu kamen Überraschungsmomente, die das gewohnte Passspiel immer wieder auflockerten. In Sachen Variabilität und Unberechenbarkeit eine ganz starke Vorstellung.
  • Das zeigt auch die interne Torschützenliste beim Turnier: Die neun Münchener Treffer (in 120 Minuten!) erzielten acht verschiedene Spieler. Nur Müller traf doppelt.

Der 1. Spieltag der Bundesliga

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