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Fussball

Robben: "Mein Plan ist es, zu bleiben"

Von Marco Nehmer
Oans, zwoa, drei: Familie Robben posiert vor den erst kürzlich errungenen Titeln
© getty

Ein Jahr nach der Schmach im Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea hat sich der FC Bayern München Europas Krone aufgesetzt, Vorjahres-Buhmann Arjen Robben avancierte dabei zum Matchwinner. Der Niederländer möchte trotz großer Konkurrenz bleiben - auch wenn er die Querelen der Vergangenheit nicht vergessen hat.

Durch die Verpflichtung von Mario Götze wird es noch enger im Star-Aufgebot der Bayern. Arjen Robben denkt aber nicht an Abschied. "Mein Plan ist es, zu bleiben", erklärt er im "Bild"-Interview. "Ich fühle mich wohl hier, habe Vertrag bis 2015. Im Moment ist es überhaupt kein Thema, dass ich gehe", bekennt sich der niederländische Nationalspieler zu seinem Arbeitgeber Bayern München.

Trotzdem verweist er auf die Schnelllebigkeit des Fußballs: "Nichts ist sicher, das ist ein Geschäft, in dem immer alles passieren kann."

Vor der Saison hätte es gute Gründe für ihn gegeben, einen Wechsel in Betracht zu ziehen: Das Verhalten eines Teils des Fanlagers und die Auseinandersetzung mit Franck Ribery.

"Ich dachte anfangs, das geht nicht, ich kann nicht mehr mit ihm spielen", beschreibt der 29-jährige seine damalige Gefühlslage. Ribery und Robben waren im April 2012 in der Halbzeitpause des Champions-League Halbfinals gegen Real Madrid aneinandergeraten. Robben trug ein Veilchen unter dem Auge davon.

"In dieser Saison haben wir alles repariert"

Doch die beiden Flügelspieler haben sich wieder zusammengerauft. "Ich habe seine Entschuldigung akzeptiert, habe ihm vergeben", so Robben. "In dieser Saison haben wir alles repariert."

Eine noch größere Belastungsprobe seien für ihn die Pfiffe der Fans gewesen, insbesondere beim Freundschaftsspiel der Niederlande gegen den FCB im Mai2012. "Ich will und werde das nicht vergessen. Das war schlimm, es hat mich getroffen", so Robben rückblickend.

"Die, die mich ausgepfiffen haben, das sind keine richtigen Fans für mich. Als richtiger Fan hält man zu seinem Verein und zu seinen Spielern in guten wie in schlechten Zeiten", erklärt der Flügelflitzer, der sich mit den Fans durch die Rekordsaison aber wieder versöhnt hat: "Du merkst, wie viel die drei Titel den Menschen in München bedeuten."

Arjen Robben im Steckbrief

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