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Fussball

Medien: HSV befürchtet 24 Millionen Euro Minus

Von Tobias Lommer
Auch wegen van der Vaart: Carl-Edgar Jarchow (r.) muss ein hohes Minus in der Kasse verkünden
© getty

Die finanzielle Schieflage des Hamburger SV ist nach Medienberichten des "NDR" noch dramatischer als bereits angekündigt. Für die laufende Spielzeit soll sich der Bilanzverlust des Traditionsvereins auf 24 Millionen Euro belaufen. Durch die erneuten roten Zahlen droht dem Hamburger SV der Verlust sportlicher Leistungsträger.

Die finanzielle Schieflage des Hamburger SV ist nach Medienberichten des "NDR" noch dramatischer als bereits angekündigt. Für die laufende Spielzeit soll sich der Bilanzverlust des Traditionsvereins auf 24 Millionen Euro belaufen. Durch die erneuten roten Zahlen droht dem Hamburger SV der Verlust sportlicher Leistungsträger.

Bereits in den vergangenen beiden Jahren hatten die Hamburger ein Defizit in Millionenhöhe verzeichnen müssen, allerdings fiel der Verlust 2011/2012 mit 6,6 Millionen Euro und 2010/2011 mit 4,8 Millionen Euro vergleichsweise gering aus. Sollten sich die Zahlen bestätigen, könnten die Hanseaten gezwungen sein, Leistungsträger an die Konkurrenz zu verkaufen.

Millionen für Son?

Eine Einnahmequelle könnte der Verkauf von Heung-Min Son sein, dessen Transferwert auf knapp 13 Millionen Euro taxiert wird. Der Vorstandsvorsitzende Carl-Edgar Jarchow betonte bereits im Wintertrainingslager, dass im Sommer gespart werden müsse, sollte der HSV erneut tiefrote Zahlen schreiben.

Allerdings könnte der Verein auch weitere Einnahmen durch die Verlängerung des Vertrags mit Vermarkter "Sportfive" generieren. "Dazu kann ich erst etwas sagen, wenn es etwas zu vermelden gibt. Aber natürlich beschäftigen wir uns mit verschiedenen Alternativen, um das zu erwartende Minus zu reduzieren", sagte Jarchow. Im Raum stehen bis zu fünf Millionen Euro.

Kürzung des Etats?

Ebenso dürfte zu erwarten sein, dass die Hamburger den Gehaltsetat wieder senken werden, der sich auf circa 40 Millionen Euro für die laufende Saison beläuft und trotz der Verluste im vergangenen Geschäftsjahr um drei Millionen Euro angehoben wurde.

Sollten sich die kolportierten Zahlen des "NDR" bestätigen, würde der HSV ein neues Rekordminus einfahren. Das bisherige Rekordminus datiert aus der Saison 2002/2003, als der Bundesliga-Dino einen Bilanzverlust von 14,3 Millionen Euro zu vermelden hatte.

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