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Fussball

Heavy gegen light Rotation

Von SPOX
Mario Götze wird das Spiel gegen seinen künftigen Arbeitgeber verletzt verpassen
© getty

Keine Generalprobe, kein Spaßkick - beim Topspiel des 32. Spieltags zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München (18.30 Uhr im LIVE-TICKER) steht vielmehr die Statistik im Vordergrund. Bayern-Präsident Uli Hoeneß wird nicht im Signal Iduna Park auftauchen. Zum Sportlichen: Die Bayern rotieren deutlich krasser als Gastgeber Dortmund.

Die offiziellen Aufstellungen: Fakt ist, dass die Bayern extremer rotieren als der BVB. Besonders interessant dürfte die offensive Mittelfeldreihe der Bayern werden mit Claudio Pizarro, Xherdan Shaqiri und David Alaba. Die Lineups auf einen Blick:

Dortmund: Weidenfeller - Großkreutz, Santana, Subotic, Schmelzer - Kehl, Sahin - Blaszczykowski, Gündogan, Schieber - Lewandowski

Bayern: Neuer - Rafinha, Boateng, van Buyten, Contento - Tymoschtschuk, Luiz Gustavo - Shaqiri, Pizarro, Alaba - Gomez

Die Situation: Generalprobe für den großen Auftritt heißt es im Topspiel, wenn der noch amtierende deutsche Meister den designierten Titelträger empfängt. Nach den sensationellen Halbfinalauftritten beider Mannschaften in der Champions League steht die Ligabegegnung ganz im Zeichen des Endspiels von Wembley am 25. Mai.

Der BVB kann neben einem ersten Ausrufezeichen gegen den Finalgegner auch die Vizemeisterschaft rechnerisch perfekt machen. Trotzdem ist nicht zu erwarten, dass die Dortmunder ihre Karten in dieser Begegnung auf den Tisch legen.

Personell wird Trainer Jürgen Klopp wohl die angeschlagenen Sven Bender, Ilkay Gündogan, Marco Reus und Marcel Schmelzer auf die Bank platzieren. Gleiches gilt für Robert Lewandowski und Lukasz Piszczek, so dass der BVB mal wieder mir Julian Schieber, Leonardo Bittencourt und Jonas Hofmann auflaufen dürfte. Die Münchner reisen ebenfalls ohne ihre Stars an. Arjen Robben, Franck Ribery, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger werden am Wochenende in München bleiben.

Kein Spaßkick: Das Gipfeltreffen hat so gut wie keine sportliche Bedeutung mehr, eine Generalprobe für Wembley wird es auch nicht geben. Dennoch geben beide Trainer an, das die Bedeutung des Spiels keinesfalls gen Null tendiert.

"Sie haben doch gesehen, wie wir in Hannover gespielt haben", sagte Heynckes in Anspielung auf den 6:1-Erfolg in Hannover, der vor dem Heimspiel gegen Barcelona ebenfalls ohne zahlreiche Stammspieler zustande kam.

Dortmund schielt darauf, den Gästen die erste Pleite auf fremdem Terrain seit dem 0:1 im Signal Iduna Park vor rund einem Jahr beizubringen: "Der Stellenwert des Spiels bleibt ein großer, weil wir vor 80.000 Fans im geilsten Stadion spielen", so Klopp.

Bayerns Rekordjagd: Auch wenn die Partie für die Bayern sportlich kaum noch eine Bedeutung - die Rekordjagd könnte fortgesetzt werden. Das Team von Trainer Jupp Heynckes ist seit dem neunten Spieltag ohne Niederlage, gewann zuletzt 14 Ligaspiele in Folge und hat auf fremdem Platz in dieser Saison überhaupt noch nicht verloren.

Insgesamt steht die Ausbeute vor dem 50. Pflichtspiel der Saison bei 42 Erfolgen. In diesem Jahr gab's neben der einzigen Pleite gegen den FC Arsenal (0:2) 21 Siege. Dazu ist auch der Gegentorrekord, der bei 21 nach 34 Spielen liegt (Bayern steht bei 14), weiterhin sehr gut möglich.

Angespanntes Verhältnis: Spanische Verhältnisse in der Liga, dann der Götze-Transfer - das scheint die Beziehung zwischen den beiden besten deutschen Mannschaften arg belastet zu haben.

"Ich habe immer mit sehr viel Respekt und Bewunderung von den Bayern gesprochen. Das ist ein bisschen abgekühlt. Es hat ein paar Irritationen gegeben. Warum sollen wir von Friede, Freude, Eierkuchen reden, wenn es nicht so ist", meinte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Von einer Feindschaft will er aber nichts wissen, es werde am Samstag aber nur einen Handschlag und kein gemeinsames Mittagessen geben. Von den Bayern hat sich dazu bislang niemand geäußert, warten wir einfach mal die Vorberichterstattung im Fernsehen ab...

Kommt er oder kommt er nicht? Uli Hoeneß hatte sein Kommen angekündigt, ist aber dann doch lieber zum Basketball gegangen: Bayern startet in die Playoff-Serie gegen Alba Berlin.

Für ihn persönlich dürfte das auch angenehmer werden, Sprechchöre wie "Steht auf, wenn ihr Steuern zahlt!" waren bereits unter der Woche in Madrid der Gassenhauer der Dortmunder Fans.

5. Gelbe: Die Borussia hat in dieser Saison noch keine einzige Gelbsperre kassiert, Neven Subotic steht bei vieren und könnte der Erste sein. Götze zwar auch, aber damit wird er die Saison auch beendet. Beim Rekordmeister sind Jerome Boateng, Dante und Schweinsteiger vorbelastet.

Die Bilanz: 87 Partien haben beide Teams bislang gegeneinander ausgetragen. Die Bayern gewannen 38 Mal, die Dortmunder stehen bei 22 Siegen. 27 Mal wurden die Punkte geteilt. Überraschend: Trotz dieser Werte weisen die Münchner gegen keinen anderen Bundesligisten eine schlechtere Bilanz aus. Dazu trugen auch die vergangenen sechs Spiele im Signal Iduna Park bei, von denen drei verloren gingen und nur eines gewonnen wurde.

Der Schiedsrichter: Wie schon beim 1:1 im Hinspiel wird Peter Gagelmann die Partie leiten. Unter ihm hat Dortmund in dieser Saison noch keines von drei Spielen gewinnen können (1:1 in Hannover, 1:2 auf Schalke, 1:1 in München). Für Gagelmann, der seit April 2000 in der 1. Liga pfeift, steht das 182. Spiel im Oberhaus an.

Borussia Dortmund - FC Bayern München: Die ewige Bilanz

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