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Fussball

Kehl: Versuchen auch, Spieler abzuwerben

Von Marco Nehmer
Der Mittelfeldabräumer sieht nicht viele Gründe, warum ein Spieler den BVB verlassen könnte
© getty

Sebastian Kehl ist mit 33 Jahren erfahrenster Profi bei Borussia Dortmund und half in den letzten zehn Minuten des Halbfinal-Hinspiels der Champions League gegen Real Madrid, das 4:1 ungefährdet über die Zeit zu bringen. Vor dem Rückspiel warnt Kehl vor Nachlässigkeiten und spricht über den drohenden Ausverkauf beim BVB.

"Wir müssen genauso konsequent spielen wie am Mittwoch. Aber Madrid wird sicher ganz anders auftreten als im Hinspiel", blickte Kehl im Interview mit "Sport 1" voraus.

"Real wird sehr viel Druck aufbauen", so der BVB-Kapitän, der auf die Vorrundenbegegnung in Madrid verwies: "Wir haben es ja in unserem Gruppenspiel im Bernabeu gesehen. In der zweiten Halbzeit sind wir da nicht mehr rausgekommen."

Dortmund führte bei den Königlichen bis zur 89. Minute, ehe Mesut Özil per Freistoß ausglich. Im Halbfinal-Hinspiel im Westfalenstadion wurde Real von Dortmund jedoch phasenweise an die Wand gespielt.

BVB attraktiv für andere Spieler

Kehl war von der Vorstellung auch im Hinblick auf den befürchteten personellen Aderlass angetan: "Da sitzt sicher der eine oder andere vor dem Fernseher und denkt sich: Da hätte ich auch mal Bock zu spielen."

Ohnehin zeigte sich der dienstälteste Profi des BVB (seit 2002 im Verein) gelassen, was die Personaldiskussionen beim Deutschen Meister von 2011 und 2012 anbelangt. "Das ist in diesem Geschäft ebenso, das muss man akzeptieren", so Kehl über den Wechsel von Mario Götze zum FC Bayern München.

"Es war schon ein bisschen Enttäuschung bei allen zu spüren. Wir wissen alle, wie gut Mario ist und wie sehr er uns fehlen wird", beschrieb Kehl, sagte aber auch: "Im Umkehrschluss versuchen wir auch, Spieler abzuwerben."

Nicht viele Gründe für Abschied

"Wir haben so einen geilen Klub hier, der sportlich mittlerweile auch sehr attraktiv ist. Es gibt nicht viele Gründe, den BVB zu verlassen", so der 31-fache Nationalspieler. "Es werden sich sicherlich auch viele Spieler darum bewerben, für uns zu spielen."

Zunächst droht aber ein weiterer empfindlicher Abgang: Robert Lewandowski ist seit längerem wechselwillig - nach dem Real-Spiel forcierten seine Berater erneut einen Wechsel.

"Er war wieder mal sehr wertvoll für uns, dafür lieben wir ihn alle", schwärmte Kehl von der Vier-Tore-Gala des 24-Jährigen und sagte zum möglichen Verbleib Lewandowskis im letzten Vertragsjahr: "Ich hoffe es."

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