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Fussball

Störgeräusche beeindrucken die Bayern nicht

SID
Jupp Heynckes möchte sich von den Nebengeräuschen um Bayern München nicht ablenken lassen
© getty

Trotz aller Störgeräusche sieht Bayern Münchens Trainer Jupp Heynckes seine Spieler für den Saison-Endspurt und den Kampf ums Triple gerüstet. Den SC Freiburg und Kollege Christian Streich lobt er in höchsten Tönen.

"Der FC Bayern ist ein Klub, bei dem immer wieder alle möglichen Themen auftauchen. Die Spieler nehmen das sachlich und nüchtern wahr. Wir wissen damit umzugehen und lassen uns davon nicht beeindrucken", sagte Heynckes angesichts des Falls Uli Hoeneß, der Gerüchte um Robert Lewandowski und des Transfers von Mario Götze.

Es sei gerade für die jungen Spieler "nicht einfach, dies auszuhalten. So etwas verstärkt auch den Druck auf meine Spieler. Aber sie lassen sich davon nicht beeinflussen", sagte der 67-Jährige vor dem Spiel am Samstag gegen den SC Freiburg und dem Halbfinal-Rückspiel in der Champions League am Mittwoch beim FC Barcelona.

Auch Heynckes selbst reagierte am Freitag am Ende "einer spektakulären Woche" entspannt auf die neuen Gerüchte, wonach er ab Sommer bei Real Madrid Nachfolger von José Mourinho werden solle.

"Sie glauben doch bitteschön nicht, dass ich mit ihnen darüber rede, was ich nach dem 30.6. mache. Es rauscht momentan im Blätterwald, es gibt tausend Spekulationen", sagte er und ergänzte: "Ich weiß, was ich mache. Schon länger." Alles deutet derzeit darauf hin, dass Heynckes seine Trainer-Karriere beenden wird.

Mandzukic in der Startelf

Abtreten will er möglichst mit drei Titeln. Die deutsche Meisterschaft haben die Bayern bereits perfekt gemacht, deshalb wird Heynckes mit Blick auf Barcelona erneut kräftig rotieren. "Das bietet sich an. Das ist am Saisonende ein Vorteil, wenn man viele Spiele hat", sagte er.

Torjäger Mario Mandzukic wird sicher für Mario Gomez beginnen, um für Barcelona Spielpraxis zu erhalten. Im Hinspiel hatte er gelbgesperrt gefehlt, zudem war er beim 6:1 bei Hannover 96 geschont worden. Für Gomez bleibt deshalb nur die Ersatzbank.

Mehr wollte Heynckes über die geplanten Wechsel nicht verraten. Offen ist noch, ob Thomas Müller, der gegen Barcelona einen Schlag gegen die Wade erhalten hat, im Kader stehen wird.

"Nicht hoch genug zu bewerten"

Unabhängig von der Aufstellung nahm Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge seine Bayern in die Pflicht, "weiter konzentriert Fußball zu spielen. Wir wollen und dürfen auch die Bundesliga nicht vergessen. Die Meisterschaft ist zwar zu unseren Gunsten entschieden, aber unsere Gegner kämpfen um Europacup-Plätze oder gegen den Abstieg." Bisher hätten die Mannschaft und der Trainer das aber "fantastisch" gemacht.

Seinen Freiburger Kollegen Streich lobte Heynckes in höchsten Tönen. "Ich möchte seine überragende Leistung herausstellen. Er macht eine Arbeit, die nicht hoch genug zu bewerten ist. Freiburg auf Platz fünf zu bringen, mit den begrenzten Mitteln, ist eine außergewöhnliche Leistung."

Streich am Donnerstag den zu erwartenden Sturmlauf mit Galgenhumor kommentiert. "Die eine oder andere Chance werden sie schon bekommen. Wir dürfen uns da nicht deprimieren lassen. Wir gehen mit 0:0 ins Spiel. Das Allernormalste wären fünf bis acht Gegentore."

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