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Fussball

Umbruch wider Willen

Von Andreas Lehner
Mit welchen Spielern wird Trainer Thomas Schaaf im nächsten Sommer arbeiten?
© Getty

Außenverteidigung

Das aktuelle Personal: Sebastian Boenisch, Lukas Schmitz, Florian Hartherz, Mikael Silvestre, Clemens Fritz, Sokratis, Aleksandar Ignjovski, Francois Affolter

Die Situation: Werder Problemposition links hinten scheint mit Hartherz eine langfristige Lösung gefunden zu haben. Der 18-Jährige hat natürlich noch deutlich Luft nach oben, konnte sein Potenzial aber schon andeuten. Dahinter arbeitet Sebastian Boenisch nach langer Verletzungspause an seinem Comeback. Mit Lukas Schmitz steht ein weiterer Linksfuß als Alternative zur Verfügung.

Auf rechts spielte Sokratis eine starke Vorrunde, der Grieche wird derzeit aber in der Innenverteidigung gebraucht. Ignjovski, der auch schon links verteidigte, ist als gelernter Mittelfeldspieler eine Notlösung. Aber in dieser Saison setzt Trainer Schaaf den etatmäßigen Rechtsverteidiger Fritz lieber im Mittelfeld ein.

Der Ausblick: Jahrelang klaffte bei Werder auf der Linksverteidigerposition eine Lücke. Diese ist jetzt endgültig geschlossen. Schaaf stehen mehrere Varianten und Spieler zur Verfügung. Selbst wenn Boenisch seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern sollte.

Auf rechts ist Werder dagegen dünn besetzt. Der einzige gelernte Rechtsverteidiger Fritz wird kaum auf dieser Position eingesetzt und pokert noch um einen neuen Vertrag. Sein aktueller Kontrakt endet nach dieser Saison. Dass der Vertrag noch nicht verlängert wurde, wundert viele Beobachter an der Weser. Sollten beide Seiten keine Einigung erzielen, muss Werder auf dem Transfermarkt aktiv werden. Spieler wie Sokratis, Affolter und Ignjovski sind auf Dauer auf anderen Positionen wichtiger.

Die angeblichen Neuzugang-Kandidaten: Keine

Defensives Mittelfeld

Das aktuelle Personal: Philipp Bargfrede, Aleksandar Ignjovski, Clemens Fritz, Tom Trybull, Tim Borowski

Die Situation: Schaaf hat in dieser Saison schon mehrere Systeme mit unterschiedlicher Besetzung probiert. Aktuell ist er wieder zur Raute mit einem Sechser vor der Abwehr zurückgekehrt. Die Nummer eins für diese Rolle ist Bargfrede, der aber erneut mit einer Muskelverletzung ausfällt. Erste Ersatzkandidaten sind Fritz und Igjnovski. Den 19-jährigen Trybull positionierte Schaaf in der Raute bisher immer auf einer der Halbpositionen.

Auf eine feste Formation konnte sich Schaaf aber auch nach 28 Spieltagen noch nicht festlegen. Immer wieder kamen Verletzungen, aber auch taktische Umstellungen dazwischen. Von der Konstanz wie zu Zeiten von Torsten Frings kann Werder aktuell nur träumen.

Der Ausblick: Bargfrede, Ignjovski, Trybull: Werder hat drei junge und talentierte Sechser in den Reihen, die alle bis 2014 unter Vertrag stehen. Vor allem die beiden Letztgenannten brauchen aber noch Zeit in ihrer Entwicklung. Dafür ist Bremen aber genau der richtige Ort. Sie müssen nicht befürchten, einen fertigen Spieler vor die Nase gesetzt zu bekommen.

Borowski plagt sich die ganze Saison mit Verletzungen herum und konnte noch kein Spiel für Werder bestreiten. Sein Vertrag läuft aus. Ob er überhaupt noch mal auf den Platz zurückkehrt oder seine Karriere beendet und bei Werder in anderer Funktion weitermacht, steht in den Sternen.

Die angeblichen Neuzugang-Kandidaten: Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt)

TEIL 1: Tor und Innenverteidung

TEIL 3: Offensives Mittelfeld/Flügel und Sturm

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