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Fussball

Favre kritisiert Bundesliga und findet sich gut

SID
Lucien Favre trainiert seit Februar 2011 Borussia Mönchengladbach
© spox

Lucien Favre betrachtet die Erfolgsbesessenheit der Bundesliga-Vereine als Hemmschuh für den deutschen Fußball. "Das Problem ist in vielen Klubs die Philosophie, die Kontinuität", sagte der Trainer von Borussia Mönchengladbach in einem Interview der Schweizer Zeitung "Blick".

"Gewinnst du zweimal, ist riesige Euphorie, verlierst du zweimal, hast du eine Minikrise", erklärte der Favre. "Das ist nicht gut für Deutschland. Wenn Deutschland an die Spitze in Europa kommen will, muss sich das ändern", sagte der 54-Jährige. Der Stellenwert der Bundesliga innerhalb Deutschlands sei aber schon hervorragend.

Auch über seine eigene Arbeit in Deutschland sprach Favre, der einige Tage um Weihnachten auf der Antilleninsel St. Barthelemy verbringt.

Bei Hertha BSC habe er zweieinhalb wunderschöne Jahre gehabt, aber nach 13 Jahren, die er ununterbrochen als Trainer gearbeitet habe, sei er müde gewesen. "Du machst weiter und weiter. Deine Entscheidungen sind nicht gut, du machst Fehler", sagte Favre. "Jetzt bin ich frischer, habe viele neue Ideen", erklärte er zu seiner Tätigkeit in Gladbach.

Die Pause von eineinhalb Jahren nach dem Job in Berlin habe ihm sehr gut getan: "Jetzt bin ich ein Feuerwehrmann, der beste Ausbilder der Welt, ein langfristig arbeitender Trainer. Sie haben mich mit Guardiola verglichen und in Gladbach schon mit Hennes Weisweiler."

"Aber im Ernst: Ich bin gut. Das weiß ich jetzt nach meiner Zeit in Gladbach", sagte Favre.

Lucien Favre im Steckbrief

 

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