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Fussball

Stanislawski: "Jeden aus dem Stadion prügeln"

SID
Holger Stanislawski verabschiedete sich mit einer 1:8-Pleite vom Millerntor
© Getty

Der FC St. Pauli hat sich mit einer desolaten 1:8-Niederlage aus der Liga verabschiedet. Bei Holger Stanislawski sitzt die Enttäuschung darüber unglaublich tief. Frankfurts Heribert Bruchhagen hat seinen persönlichen Tiefpunkt erreicht und auf Schalke gibt es nur noch ein einziges Ziel.

St. Pauli - FC Bayern 1:8

Trainer Holger Stanislawski (St. Pauli): "Zum Spiel werde ich gar nichts sagen, weil ich alles kaputt machen würde, was die letzten Jahre richtig gut lief. Das möchte ich mir bewahren. Insofern nehme ich jetzt dieses Ergebnis so mit und verkneife mir jeden Kommentar zur Mannschaft! Ich glaube, wenn Du 1:8 verlierst in so einem Spiel, dann wird das schon eine Zeit brauchen, bis ich das verarbeitet hab'. [...] Diese Niederlage wiegt viel, viel mehr als die positive Verabschiedung von unserem Zuschauern! [...] Das ist eine Situation, die muss ich wirklich erst mal sacken lassen."

...auf die Frage, wie sehr es ihn bewegt habe, dass er und die Mannschaft trotzdem gefeiert wurden: "Wenn Du 1:8 verlierst und dann gefeiert wirst, das ist dann ja Selbstironie. Normalerweise hätte man jeden aus dem Stadion prügeln müssen. Aber verdient hätten wir was anderes heute: 'Nen Arsch voll'! Das war erschreckend heute, super desolat. Leider gibt es noch ein Spiel."

Thomas Kessler (St.Pauli): "Ich schäme mich wahnsinnig, dass man ihn (Trainer Holger Stanislawski) mit so einer Leistung und mit so einem Ergebnis verabschiedet. Er hat so viel für den Verein geleistet."

Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender FC Bayern) über die Chancen auf Platz zwei: "Mathematisch ist das noch drin. Ich wage aber zu bezweifeln, dass Leverkusen in Freiburg verliert."

Frankfurt - Köln 0:2

Heribert Bruchhagen (Vorstandsvorsitzender Eintracht Frankfurt): "Wir sind sehr deprimiert. Dass wir so ein wichtiges Spiel verloren haben und Gladbach gleichzeitig gewonnen hat, trifft uns tief. Das ist der Tiefpunkt in den acht Jahren, in denen ich bei der Eintracht bin. Der Abstieg würde uns um Jahre zurückwerfen."

Trainer Christoph Daum (Frankfurt): "Der letzte Tick Einsatz muss abgerufen werden, um ein Tor zu erzwingen. Darüber werden wir sprechen, das werde ich versuchen, den Spielern mitzugeben. Wir müssen aber auch selbstkritisch sein: Vielleicht ist im Augenblick nicht mehr drin. Wir können den letzten Tick Durchschlagkraft nicht abrufen."

Bremen - Dortmund 2:0

Trainer Thomas Schaaf (Bremen): "Wenn man sich aus so einer Situaition befreien kann, tut das gut. Es war ein langer Weg. Wir haben viele Spiele nicht verloren und waren trotzdem immer noch unten drin. Deshalb war es umso wichtiger, das Spiel heute für uns zu entscheiden."

Marko Marin (Bremen): "Man sieht ja die Erleichterung bei uns allen und den Fans. Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir so eine Saison erleben und jetzt sind wir erstmal erleichtert, dass wir es gepackt haben. Natürlich wollen wir nächste Saison wieder andere Ziele haben."

Roman Weidenfeller (Dortmund): "Das Wichtigste haben wir letzte Woche erreicht: Das ist die Schale! Und die kann uns keiner mehr nehmen!"

Mats Hummels (Dortmund): "Wir werden kommende Woche definitiv ein deutlich besseres Spiel als hier hinlegen. Das haben wir gerade schon gesagt, dass es nicht so aussehen darf. Wir wollen uns zuhause mit einer deutlich besseren Leistung von den Fans verabschieden und vor allem nicht irgendwo in den Wettbewerb eingreifen, sondern so spielen wie immer. Einfach auch, um die Saison gebührend abzuschließen."

Leverkusen - Hamburg 1:1

Trainer Jupp Heynckes (Bayer Leverkusen): "Meine Mannschaft war nach dem frühen Rückstand verunsichert. Wir haben danach viele Fehlpässe gespielt und haben als Kollektiv nicht funktioniert. In Freiburg werden wir aber ganz anders auftreten. Wir sind schon lange auf dem zweiten Tabellenplatz und werden das auch nach dem 34. Spieltag sein."

Trainer Michael Oenning (Hamburger SV): "Wichtig war, dass wir nach zuletzt zwei schwachen Leistungen eine Reaktion gezeigt haben. Wir haben viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Nun müssen wir im letzten Spiel gegen Gladbach an unsere heutigen Leistung anknüpfen, die Hoffnung für die Zukunft macht."

Heiko Westermann (Hamburger SV): "Wir haben in den letzten Wochen keine guten Leistungen gezeigt, aber das war heute ein Zeichen, ein erster Schritt in die richtige Richtung. Jeder hat sich reingehauen, seine Aufgabe erfüllt, gemeinsam haben wir die Vorgaben des Trainers umgesetzt. Dann kann man auch gegen ein Spitzenteam bestehen. Und eigentlich hätten wir ja sogar gewinnen müssen, bei den Chancen, die wir gerade zum Ende hin hatten."

Schalke - Mainz 1:3

Sportvorstand Horst Heldt (Schalke): "Momentan sind viele Spieler aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage, ihre Bestleistung abzurufen. Wir müssen jetzt den Schalter umlegen, damit wir unser Ziel erreichen können - den Pokalsieg."

Gladbach - Freiburg 2:0

Max Eberl (Sportdirektor Mönchengladbach) über die Opposition "Initiative Borussia: "Man weiß nicht, wie es in den Menschen aussieht. Und das ist auch gut so. Man sollte ein gewisses Maß an Anstand behalten - und daran zweifle ich momentan. Ich weiß nicht, ob solche Störfeuer, die seit November lanciert werden, ob solchen Leuten den Verein am Herzen liegt oder die eigenen Eitelkeiten. Die Art und Weise, wie so was läuft, ist fragwürdig."

Filip Daems (Mönchengladbach): "Wir haben aus den letzten drei Spielen neun Punkte geholt. Damit hat niemand gerechnet, auch nicht die Mannschaften, die vor uns gestanden haben. Wir sind in einer richtig guten Phase und haben es jetzt selbst in der Hand."

Stuttgart - Hannover 2:1

Bruno Labbadia (Trainer VfB Stuttgart): "Ich habe immer gesagt: Wenn wir das schaffen, werden viele Spieler und auch der Verein daran wachsen. Und das sollte der Trainer auch machen. Ich bin jetzt für alles geeicht, denn der Abstiegskampf ist einfach brutal."

Wolfsburg - Lautern 1:2

Felix Magath (Trainer VfL Wolfsburg): "Mir hat überhaupt nicht gefallen, wie wir nach dem Führungstreffer gespielt haben. Es gab überhaupt keinen Grund, dass wir nach dem 1:0 nicht weiter so wie in den ersten Minuten das Spiel angehen. Wir hatten bei Standardsituation die Situationen nicht im Griff. Wir haben das Problem von mangelndem Verantwortungsbewusstsein. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt, nimmt sich selbst wichtig und ist nicht für die Mannschaft und den Verein da."

Srdjan Lakic (1.FC Kaiserslautern): "Das war kein einfaches Spiel für mich. Nach dem Tor waren es gemischte Gefühle. Ich habe mir vorgenommen, eine gute Saison zu spielen. Und so will ich sie auch zu Ende bringen."

Der 33. Spieltag im Überblick

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