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Fussball

Schalke II: Oase der Aussortierten

Von Haruka Gruber
Schnee und Eis, dennoch haben Baumjohann (2.v.l.), Jones (2.v.r.) und Streit (r.) Spaß im Training
© Getty

Sturm

Mario Gavranovic (21, Vertrag bis 2013)

Kostete im letzten Winter immerhin 1,6 Millionen Euro Ablöse, doch seine Leistungen genügten nicht einmal, um als Joker trotz überschaubarer Konkurrenz regelmäßig eingesetzt zu werden. Eines der größten Sturm-Hoffnungen der Schweiz kam innerhalb eines Kalenderjahres auf lediglich vier Bundesliga-Spiele. Pendelt zwischen der ersten und zweiten Mannschaft, wusste sich zuletzt aber in der Regionalliga aufzudrängen, so dass er beim Hinrunden-Finale der Profis gegen Köln nach langer Zeit wieder für wenige Minuten eingewechselt wurde.

Perspektive: Bestätigt er den zarten Aufwärtstrend, wird er wohl fest in die Profi-Mannschaft zurückkehren. Verkörpert mit seinem wuseligen Spielstil und der Eins-gegen-eins-Stärke im Strafraum einen anderen Stürmertyp als Raul, Huntelaar und Edu. Bei einem entsprechenden Angebot wäre aber auch ein Weggang denkbar.

Marco Quotschalla (22, Vertrag bis 2012)

War als Zwölfjähriger der Gegenstand einer bundesweiten Debatte darüber, wie weit ein Klub auf der Suche nach neuen Talenten grundsätzlich gehen darf. Wegen ihm entbrannte zwischen Leverkusen und Köln ein heftiger Streit, nachdem ihm der FC einen Achtjahres-Vertrag über 100.000 Euro anbot, den sein Vater auch unterzeichnete. Schwere Verletzungen führten jedoch dazu, dass er schnell in Vergessenheit geriet. Von zwei Bundesliga-Kurzeinsätzen 2007 für Aachen abgesehen hat er nie in einer der oberen drei Ligen gespielt. Ordentlicher Strafraumspieler, muss aber technisch zulegen.

Perspektive: Durfte bereits bei den Profis mittrainieren, doch der Name Quotschalla wird im Fußball wohl für immer nur mit dem Achtjahres-Vertrag in Verbindung gebracht werden.

Besart Ibraimi (24, Vertrag bis 2013)

"Er wird uns noch viel Freude machen", kündigte Magath vor einem Jahr an, als er die Verpflichtung des mazedonischen Nationalspielers verkündete. Mittlerweile ist es fraglich, ob er sich überhaupt noch an Ibraimi erinnert.

Perspektive: Bei den Profis chancenlos, bei der Zweiten als Mazedonier ohne Spielerlaubnis, außerdem wegen fehlender Deutsch- und Englischkenntnisse kaum integriert: Für Ibraimi bleibt wohl nichts anderes übrig als ein Wechsel.

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