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Fussball

BVB-Geschäftsführer: "Keiner wird verkauft!"

Von SPOX
Hans-Joachim "Aki" Watzke ist seit 15. Februar 2005 Geschäftsführer von Borussia Dortmund
© Getty

Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, hat Trainer Jürgen Klopp einen Vertrag auf Lebenszeit in Aussicht gestellt. Ebenso verspricht er, keinen der jungen Spieler des BVB innerhalb der Bundesliga abzugeben. Dazu gibt es eine Breitseite an Schalke 04 und Felix Magath.

In einem Interview mit der "Welt am Sonntag" lobte Hans-Joachim Watzke die sehr gute Arbeit von Coach Jürgen Klopp. Sein Vertrauensbeweis: "Jürgen bestimmt den Zeitpunkt seines Abgangs bei uns definitiv selbst."

Klopp besitzt bei Dortmund derzeit einen Vertrag bis 2012. "Aber wenn er sagt, dass er seinen Vertrag verlängern möchte, können wir das sofort machen. Gern auch unbefristet", sagte Watzke.

Sahin und FCB? Störfeuer eingeplant

Dortmund hatte vor dem 9. Spieltag die Tabellenspitze der Bundesliga inne - und das, obwohl beim BVB fast nur junge, unerfahrene Spieler zum Einsatz kommen.

Diese Talente wecken natürlich Begehrlichkeiten. Zuletzt war kolportiert worden, dass der FC Bayern Interesse an Nuri Sahin habe und der 22-Jährige auch eine Ausstiegsklausel mit festgeschriebener Ablösesumme (sechs Millionen Euro) in seinem 2013 auslaufenden Vertrag stehen habe.

Watzke gibt sich in der "Bild am Sonntag" jedoch gelassen: "Spätestens mit unserer Übernahme der Tabellenführung war mir klar, dass es Störfeuer geben würde. Aber wir sind ganz entspannt, können damit umgehen."

"Nur wenn Real oder Barca anfragt..."

Angesprochen auf die Reihe der U-23-Talente in Dortmunds Kader, versprach der 51-Jährige: "Wir verkaufen keinen dieser Spieler - schon gar nicht innerhalb der Bundesliga. Nur wenn Real Madrid oder FC Barcelona anfragen, sind wir gesprächsbereit. Vielleicht..."

In punkto Titelkampf hielt der BVB-Geschäftsführer den Ball flach. Er gehe ohnehin davon aus, dass der FC Bayern am Ende der Saison standesgemäß Meister werde. Die zehn Punkte Vorsprung vor der aktuellen Runde seien "so viel wert wie die Tabellenführung nach acht Spieltagen - so gut wie gar nichts", sagte Watzke in der "WamS".

Der FC Bayern habe einen drei- bis viermal höheren Etat als der BVB, deswegen sei der Tabellenstand "eine schöne Momentaufnahme, mehr nicht".

Watzke schließt "Magath-Modell" beim BVB aus

Natürlich wurde Watzke auch zu den Vorgängen beim Erzrivalen Schalke befragt. So schloss der BVB-Geschäftsführer ein "Magath-Modell" bei der Borussia kategorisch aus.

"Das würde ich komplett ablehnen und halte es für elementar schlecht. Das hat nichts mit Magaths Qualitäten zu tun. Ich bin aber der Meinung, dass es in einem Großklub so viel zu tun gibt, dass das nicht ein Mann allein erledigen kann", so Watzke.

Dass der Schalke-Trainer die Königsblauen wie geplant bis 2013 zum deutschen Meister machen wird, glaubt Watzke indes nicht: "Ich kann Felix Magath gut leiden und wünsche ihm ein langes und gesundes Leben. Ob er allerdings noch so lange lebt, dass er mit Schalke Meister wird - da bin ich skeptisch."

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