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Fussball

Ilkay und der Heimwerkerkönig

Von SPOX
Ilkay Gündogan (l., mit Coach Dieter Hecking) hat beim Club noch einen Vertrag bis 2012
© Imago

1. FC Köln: Die Auftritte beim LIGA total! Cup gegen drittklassige Bayern (1:3 n.E.) und den HSV (0:3) waren schwach, die Defensive einige Male der Knackpunkt. Dabei war gerade dieser Mannschaftsteil in der letzten Saison eine der wenigen Konstanten. Immerhin hat Trainer Zvonimir Soldo in seinem 4-3-1-2 die defensive Mittelfeldformation gefunden.

Die beiden Zugänge Martin Lanig und Mato Jajalo sind neben Routinier Petit gesetzt. Ballsicherheit und viele kurze Pässe hat Soldo seiner Mannschaft verordnet - allerdings funktioniert diese neue, etwas offensivere Spielweise noch nicht so richtig. Trotz Taner Yalcin, der als Spielgestalter in Lukas Podolskis Abwesenheit bisher einen recht guten Job verrichtete.

SC Freiburg: Notstand im Sturm! Stefan Reisinger plagen muskuläre Probleme, Tommy Bechmann musste wegen Kniebeschwerden sogar aus dem Trainingslager in Schruns/Österreich abreisen. Diagnose: Bluterguss im Knie. Es bleiben noch die "Halb-Stürmer" Jonathan Jäger und Papiss Cisse.

Auf den Senegalesen konzentriert sich im 4-1-4-1-System derzeit fast alles. Ein hohes Risiko, das der SC auch nicht mal eben so auf dem Transfermarkt auffangen könnte. Es bleibt die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr der Verletzten - und dass Cisse weiter fit bleibt.

Hannover 96: Spätestens seit der aus deutscher Sicht ungemein harmonisch verlaufenden WM ist die Institution des Mannschaftsrats aus seinem Dörnröschenschlaf erwacht und hat etwas an Bedeutung gewonnen. Bei 96 wurde vor einigen Tagen ein neuer Mannschaftsrat gewählt. Steven Cherundolo, Altin Lala, Christian Schulz und Karim Haggui sind mit dabei - und völlig überraschend auch Jan Schlaudraff.

Galt der doch immer als Fehleinkauf und nicht unbedingt erster Ansprechpartner im Team. Aber in der Vorbereitung startete der von vielen Verletzungen geplagte Schlaudraff richtig durch und hat jetzt auch wieder gute Chancen auf einen Stammplatz.

1. FC Nürnberg: Ilkay Gündogan hat gerade zarte 22 Bundesligaspiele absolviert - und trotzdem hat 1899 Hoffenheim jetzt unglaubliche sieben Millionen Euro für den 19-Jährigen geboten. So viel wie noch nie für einen Club-Spieler. Zehn Millionen soll der Club verlangen, eine fast schon unverschämt hohe Forderung und blockt deshalb (noch) konsequent ab.

Was wie ein fester Entschluss aussieht, könnte durch ein besonderes Geschäft aber doch noch Realität werden: Der Club lässt Gündogan jetzt schon für die gebotene Summe nach Hoffenheim ziehen, der Spieler selbst wird aber noch ein Jahr in Nürnberg auf Leihbasis "geparkt". Immerhin steckt der Schüler nächstes Jahr mittendrin im Abi-Stress, weshalb unter anderem auch sein Vater wenig von einem räumlichen Wechsel und einem neuen Umfeld für seinen Sohn hält.

1. FC Kaiserslautern: Die letzte Personalie ist so gut wie geklärt: Von Bayer Leverkusens A-Junioren wechselt Thanos Petsos auf den Betzenberg. Der 19-Jährige soll auf Leihbasis kommen und kann im defensiven Mittelfeld oder rechts in der Viererkette eingesetzt werden.

Hierfür hat ihn Trainer Marco Kurz auch erkoren: Als Backup für den gesetzten Florian Dick auf der rechten Verteidigerposition. Petsos besitzt einen griechischen und einen deutschen Pass und durfte letzte Saison gegen Hannover schon ein paar Minuten Bundesliga-Luft schnuppern.

FC St. Pauli: Die Kapitänsfrage wabert durch den Klub, was insofern interessant ist, weil es diese Frage seit sieben Jahren schon nicht mehr gab und weil Trainer Holger Stanislawski seinen ersten Ansprechpartner im Team bestimmen wird. Seit 2003 ist Fabio Morena Kapitän bei St. Pauli, eine Institution. Jetzt wird der 30-Jährige sein Amt aber wohl niederlegen und zudem um seinen Stammplatz bangen müssen.

Marius Ebbers hat die besten Karten, Morena als Spielführer zu beerben, im Test gegen Santander (3:0) ersetzte Zugang Carlos Zambrano Morena in der Innenverteidigung. Noch will sich Stanislawski mit beiden Entscheidungen aber Zeit lassen. "Noch ist es nicht so weit."

Bayern bis BVB: Hier geht's zurück zum ersten Teil

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