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Fussball

Sejad Salihovic: "Der Kader ist gut genug"

Von Andreas Lehner
Sejad Salihovic ist seit dieser Saison Kapitän von 1899 Hoffenheim
© Getty

Hoffenheim hat gegen die Spitzenteams der Liga eine erschreckende Bilanz. Dazu fehlt es im Kader im Moment an Alternativen. Doch der Manager schließt Transfers im Januar aus.

Das 0:2 gegen den FC Bayern war schon die siebte Saisonniederlage für 1899 Hoffenheim. So viel wie keine andere Mannschaft aus der oberen Tabellenhälfte. Dabei verkauften sich die Hoffenheimer in München eine Halbzeit richtig gut, waren mindestens gleichwertig.

Und das, obwohl 1899 personell auf dem Zahnfleisch daher kam. Ralf Rangnick musste mit Franco Zuculini und Boris Vukcevic zwei 19-Jährige auf die Halbposition im Mittelfeld stellen.

"Die Qualität hat gefehlt"

"Na klar hat uns gegen Bayern Qualität gefehlt", gestand auch Kapitän Sejad Salihovic im Gespräch mit SPOX. Dass es dem Kader in der Breite an Qualität fehlt, glaubt der Bosnier indes nicht: "Die Substanz der Mannschaft ist groß genug, wenn alle fit sind."

Deshalb sieht Salihovic im Moment auch keinen Grund, noch mal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden, um mehr Erfahrung und Qualität ins Team zu holen. Gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte konnte 1899 noch kein Spiel gewinnen und holte erst drei Punkte.

Keine Transfers im Winter

"Der Kader ist gut genug, wenn alle fit sind. Dann können wir auch solche Spiele gewinnen. Außerdem haben wir auch viele junge Spieler, die sehr großes Potential besitzen", meint Salihovic. Gegen die Bayern waren diese aber noch zu grün.

In Hektik werden die Hoffenheimer jetzt aber nicht verfallen. "Wir werden jetzt im Winter nicht noch einen Spieler holen, weil wir ein Spiel verloren haben. Ich kann doch nicht jedes Mal, wenn ich eine Phase habe, in der es nicht so gut läuft, Substanz von außen zuführen. Das bedeutet gleichzeitig ein Misstrauensvotum gegenüber den Spielern, die da sind. Die Mannschaft hat uns nur ganz selten enttäuscht", sagte Manager Jan Schindelmeiser.

Viele Verletzte

In der zweiten Halbzeit in München war Hoffenheim nahezu chancenlos. "Das lag daran, dass uns einige wichtige Spieler gefehlt haben. Vor allem Luis Gustavo auf der Sechs fehlt natürlich enorm. Und über Obasi und Carlos Eduardo brauchen wir nicht zu reden", sagte Salihovic.

Dazu kamen noch die Ausfälle von Vorsah (Afrika-Cup), Jaissle (Trainingsrückstand nach Kreuzbandriss) und Weis (Reha nach Knie-OP). Auf der Bank saßen neben Ludwig noch die unerfahrenen Terrazzino, Gulde und Groß.

"Ich hoffe, dass die Verletzten bald alle zurück sind, die Mannschaft wieder komplett ist und wir dann wieder zu unserer alten Stärke zurückfinden", sagt Salihovic.

Ludwig: Torgefährliches Talent

Bis dahin muss Hoffenheim die Zeit weiter mit den Talenten überbrücken. Für Salihovic kein Problem: "Die jungen Spieler haben auch in München ein gutes Spiel gemacht. Boris Vukcevic wurde nur ausgewechselt, weil er vor einem Platzverweis stand."

Für ihn kam der ebenfalls erst 19-Jährige Andreas Ludwig. Ein weiteres Talent, das "für einen Mittelfeldspieler sehr viel Torgefahr ausstrahlt", wie Schindelmeiser sagte. Gegen die Bayern musste er aber noch ordentlich Lehrgeld zahlen.

Der Kader von 1899 Hoffenehim

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