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Fussball

Nerlinger: "Wir machen große Schritte"

SID
Christian Nerlinger (l.) sieht den FC Bayern derzeit auf einem "sehr guten Weg"
© Getty

Der FC Bayern hat nach turbulenten Wochen offenbar die Kurve bekommen. Während Sportdirektor Christian Nerlinger darüber erleichtert ist, plant Franck Ribery sein Comeback gegen die Hertha. Miroslav Klose will nicht zum Hamburger SV.

Monatelang übte sich Bayern München in Bescheidenheit, jetzt ist beim Rekordmeister nach fünf Pflichtspielsiegen in Serie das berühmte Mia-san-mia-Gefühl zurückgekehrt.

"Bayern München ist Erfolg. Das ist kein zweiter Platz in der Bundesliga. Das sind Titel. Wir wollen immer die Nummer eins sein", sagte Sportdirektor Christian Nerlinger in einem "Bild"-Interview.

Nach 19 Monaten wieder Erster?

Zum Abschluss der Vorrunde könnte der FC Bayern am Samstag mit einem Sieg gegen Hertha BSC Berlin und bei gleichzeitigen Ausrutschern von Bayer Leverkusen und Schalke 04 erstmals seit 51 Spieltagen oder 19 Monaten wieder die Spitzenposition einnehmen.

Zuletzt waren die Bayern am 17. Mai 2008, dem letzten Spieltag der Saison 2007/2008, Tabellenführer gewesen und unter Trainer Ottmar Hitzfeld deutscher Meister geworden. "Das wäre ein schönes Gefühl, aber nicht das Entscheidende", sagte Nerlinger dazu.

Ribery vor Comeback

Wichtig sei vielmehr die Entwicklung der Mannschaft, die ihn "sehr optimistisch" stimme: "Spätestens wenn Franck Ribery zurückkommt und Arjen Robben sich stabilisiert hat, wird es wieder großen Spaß machen, dem FC Bayern zuzuschauen."

Laut "Bild"-Informationen planen die Bayern gegen Hertha Riberys Comeback. Demnach soll der Franzose gegen den Tabellenletzten 30 Minuten zum Einsatz kommen. "Ihm geht es besser als je zuvor, weil er jetzt ohne Schmerzen trainieren kann", sagte Louis van Gaal.

Nerlinger: Keine Einkäufe im Winter

Nerlinger sieht den FC Bayern derzeit auf einem "sehr guten Weg", van Gaals Philosophie und die des FC Bayern zusammenzuführen.

Der Sportdirektor, der für den Winter Einkäufe ausschloss, räumte nach dem Fehlstart aber ein, "dass die Erleichterung schon groß ist. Wir hatten sehr stürmische Zeiten. Aber seit dem Turin-Spiel sehen wir: Der Prozess findet tatsächlich statt, wir machen große Schritte nach vorne." Daran habe van Gaal "großen Anteil".

Ähnlich sieht es auch Ex-Keeper Oliver Kahn, der in der "tz" sagte: "Das Spiel in Turin war ganz, ganz wichtig. Das kann aus meiner Sicht der Wendepunkt für die ganze Saison sein. Jetzt ist für die Bayern alles möglich."

Auf die Frage, was passiert wäre, wenn der wochenlang umstrittene van Gaal nicht die Kurve bekommen hätte, wich Nerlinger allerdings aus: "Ich wünsche mir, dass mit dem Sportdirektor Christian Nerlinger ein Begriff einhergeht: Kontinuität. Das heißt: Wenn wir überzeugt sind von einem Trainer, müssen wir auch mal stürmische Zeiten miteinander durchstehen."

Klose will nicht wechseln

Nerlinger hofft nun, dass van Gaal auch in München ähnlich wie einst in Barcelona Talente weiterentwickelt. Bei Barca war dies dem Niederländer mit Xavi und Andres Iniesta gelungen.

Die beiden seien momentan "das Nonplusultra", sagte Nerlinger: "Barcelona ist, was Ausbildung und Integration junger Spieler betrifft, vorbildlich. Ich sehe darin für uns eine große Chance - und zugleich ein Argument pro Louis van Gaal. Ohne ihn hätten es auch Thomas Müller und Holger Badstuber hundertprozentig nicht so schnell nach oben geschafft."

Einer, der derzeit dagegen nur Reservist ist, ist Miroslav Klose. Der Angreifer wurde zuletzt mit dem Hamburger SV in Verbindung gebracht. Von einem Wechsel will Klose allerdings nichts wissen: "Ich habe beim FC Bayern noch eineinhalb Jahre Vertrag und würde diesen auch gerne verlängern, denn es gefällt mir ausgesprochen gut in München."

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