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Fussball

Schwere Zeiten für Tymoschtschuk

Von SPOX
Anatolij Tymoschtschuk bestritt bisher 13 Bundesliga-Spiele für den FC Bayern
© Getty

Thomas Müller ist unter Louis van Gaal gesetzt, davon kann Anatolij Tymoschtschuk nur träumen. Bei Hoffenheim drängt Tobias Weis wieder in die Startelf. Veh ändert erneut sein System, in Köln wurde eine neue Aktion für eine Verbesserung des Zusammengehörigkeitsgefühls beschlossen. Das alles und mehr in Inside Bundesliga - für alle Fans und Manager-Spieler.

Wolfsburg: Armin Veh überraschte in Bremen mit drei Neuen in der Startelf und einem Systemwechsel von 4-4-2 auf 4-2-3-1. Gegen Freiburg wird Veh wohl wieder mit zwei Spitzen spielen, die in Bremen eingesetzten Neuen dürfen dennoch auf weitere Beschäftigung hoffen. Barzagli hat sein Form-Tief überwunden und Madlung erstmal aus der Innenverteidigung verdrängt, Ziani machte im linken Mittelfeld einen starken Eindruck und bewährte sich erstmals in einem wichtigen Spiel. Nur Johnson, überraschend links hinten für Schäfer aufgeboten, wird gegen Freiburg wahrscheinlich wieder auf der Bank Platz nehmen müssen - trotz des guten Eindrucks.

Nürnberg: Fünf Angreifer tummeln sich im Club-Kader und ausgerechnet der teuerste von ihnen macht die meisten Probleme: Angelos Charisteas (kam 2007 für 2,5 Millionen Euro) spielte seit dem fünften Spieltag keine Sekunde mehr für Nürnberg. Momentan reicht es nicht einmal für die Ersatzbank und auch in Dortmund werden wohl Eigler und der gesetzte Bunjaku wieder beginnen. Dahinter lauern Choupo-Moting und Boakye, der nach seinen langwierigen Leistenproblemen wieder einsatzbereit ist. Wird der Ghanaer wieder vollends fit, hat Michael Oenning die Qual der Wahl. Nur einer wird nicht in die engere Auswahl kommen: Charisteas.

Köln: Das Remis in Bochum wurde in Köln schon als Erfolg gewertet, jetzt soll der kürzlich beschlossene, wöchentliche Mannschaftsabend für noch mehr Zusammenhalt sorgen und weitere Erfolgserlebnisse garantieren. Sportlich muss Coach Zvonimir Soldo gegen Bremen zwangsläufig umstellen. Die gegen Bochum frisch ins Team gespülten Chihi und Yalcin überzeugten zwar, durch Pezzonis Verletzung und  Podolskis Rückkehr wird Soldo aber auf ein 4-4-2 umstellen und auf die Doppel-Sechs mit Maniche und Petit setzen. Dann wird das Sturmduo Podolski/Novakovic eine neue Bewährungschance erhalten, obwohl der FC seine besten Spiele mit nur einer Spitze gemacht hat.

Freiburg: 30 Gegentore in 14 Spielen: Von der Hertha einmal abgesehen, ist der SCF die Schießbude der Liga. Doch letzte Woche das Ausrufezeichen: Zu Null. Gegen den Club. Auswärts. Und das, obwohl mit Pavel Krmas und Heiko Butscher zwei Eckpfeiler der Viererkette fehlten. Robin Dutt musste umstellen und zauberte eine Überraschung aus dem Hut: Jackson Mendy legte ein einwandfreies Bundesliga-Debüt aus dem Nichts aufs Parkett. Pech für den jungen Franzosen: Butscher und Krmas sollen Mitte der Woche wieder mittrainieren und werden wohl in Wolfsburg verteidigen. Für Mendy bleibt der Platz auf der Bank - bestenfalls. Völlig außen vor ist dagegen Mensur Mujdza. Der Kroate galt vor der Saison als erster Backup für Cha auf der rechten Seite und kommt bisher auf magere 49 Minuten Einsatzzeit.

Bayern: Louis van Gaal bot gegen Hannover dieselbe Elf wie gegen Haifa auf - erstmals bewies der Trainer damit Kontinuität. Zum Nachteil der Spieler, die sich nur auf der Bank wiederfanden: Anatolij Tymoschtschuk, zum Beispiel. Der Ukrainer hat im 4-4-2 mit Doppel-Sechs schlechte Karten, da Schweinsteiger derzeit im Zentrum neben van Bommel gesetzt ist und in Hannover stark spielte. Links hat Pranjic (Torvorlage gegen Hannover) mehr Sicherheit bekommen, dazu ist Müller unter van Gaal gesetzt. Selbst dann, wenn Robben gegen Gladbach wieder im Kader steht. Van Gaal in der "Sport-Bild": "Ich denke, dass er auch noch spielt, wenn alle anderen fit sind." So ein Statement kann sich Tymoschtschuk derzeit nur wünschen...

Hertha BSC: Arne Friedrich ließ seinen Frust im Frankfurt-Spiel in der Nachspielzeit aus und kassierte seine 5. Gelbe Karte - ein weiterer Rückschlag für die ohnehin schon arg gebeutelte Hertha-Defensive (30 Gegentore). Gegen Ventspils und Schalke wird Kaka eine weitere Chance erhalten. Zuletzt versagten auch die Außenverteidiger Piszczek und Pejcinovic, die zudem in dieser Woche angeschlagen waren. Die Chance für Stein und Janker, wieder ins Team zu rücken. Kringe trainiert zwar wieder, ist aber noch keine Option.

Werder: Marko Marin machte diese Woche klar: "Ich will bei der WM in der ersten Elf stehen." Dafür muss sich der 20-Jährige bei Werder aber weiter steigern. Zwei Tore und drei Assists sind ordentlich, stehen Özil (6/10) und Hunt (5/3) aber deutlich nach. Sein größtes Problem mit Blick auf die WM: In Bremen spielt Marin derzeit im Sturm, wo er für die Nationalmannschaft aufgrund der großen Konkurrenz nicht infrage kommt. Nach drei Remis in vier Spielen muss sich Schaaf derweil was einfallen lassen, wie er wieder Zug ins Team bekommt. In seiner fixen Startelf gibt es eigentlich nur zwei Wackelpositionen. Jensen macht Druck auf Bargfrede, Pasanen könnte den gegen Wolfsburg abermals unsicheren Boenisch ersetzen. Borowski stieg diese Woche wieder ins Training ein, ist aber noch keine Option.

Hoffenheim: Endlich verletzungsfrei, drängt Tobias Weis zurück in die Startelf - zumal 1899 zuletzt der Biss abging und der Nationalspieler dafür prädestiniert ist, einer Mannschaft Leben einzuhauchen. Für ihn könnte Carlos Eduardo wieder in den Angriff rücken, Obasi oder Ibisevic müssten dann weichen. Oder Rangnick stellt wieder auf ein 4-4-2 mit Raute um, Weis wäre dann eine Option für halbrechts. Wieder ins Team will auch Ibertsberger. Auf den Außenverteidigerpositionen sind Beck und Eichner derzeit allerdings gut drauf. Wenn, dann geht für ihn wie für Weis nur was im rechten Mittelfeld. Maicosuel wurde übrigens nach seinem Schwinger gegen BVB-Keeper Weidenfeller für zwei Spiele gesperrt, Compper sollte nach seinem Zusammenprall mit Hildebrand (Gehirnerschütterung) wieder dabei sein.

Mainz: Thomas Tuchel hat seine Formation gefunden, das 4-2-3-1 passt wie angegossen zu den Mainzern. Zweikämpfe um einen Stammplatz gibt es nur zwischen Schürrle und Amri, sowie zwischen Soto und Polanski, wobei die erstgenannten jeweils die Nase vorne haben. Dennoch ist der Coach immer für eine Überraschung gut und meinte in dieser Woche vielsagend: "Unsere Spieler wissen, dass sie in einem Verein sind, in dem sie schnell auf den Platz zurückkehren können, wenn sie sich das im Training verdienen." Ein Ansporn für die Ersatzspieler.

Hannover: Jan Schlaudraff könnte am Wochenende wieder zum Kader gehören. Schlaudraff, der zuletzt im Mai in der Bundesliga auflief und seitdem immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen wurde. "Trainiert er in dieser Woche komplett mit der Mannschaft, ist er am Wochenende vielleicht dabei", sagte Sportdirektor Jörg Schmadtke. Sorgen machte den H96-Verantwortlichen beim 0:3 gegen Bayern neben dem wirkungslosen Angriff auch die Innenverteidigung, wo sich Schulz und Haggui böse Stellungsfehler erlaubten. Die Chance für Eggimann, sich in dieser Woche im Training anzubieten. Im Sturm ist indes der schmerzfreie Hanke zur Alternative gereift.

Der 15. Spieltag im Überblick

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