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Fussball

Wegen Enke: Kevin Kuranyi will nicht jubeln

SID
Kevin Kuranyi hat in dieser Bundesliga-Saison schon sechsmal für Schalke 04 getroffen
© Getty

Kevin Kuranyi will auf ausgelassenen Torjubel verzichten, Trainer Felix Magath rät zur Besonnenheit und die Schalker Fans würdigen den toten Robert Enke mit einem eigens entworfenen Transparent.

Schalke 04 ist am Samstag (ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER und auf SKY) der erste Gegner von Hannover 96 nach dem Selbstmord des Nationaltorhüters und vollführt dabei einen Spagat zwischen Trauer und Ligaalltag. Was in den neunzig Minuten auf dem Platz passiert, hat doch nichts mit der Trauer um Robert Enke zu tun", sagt Stürmer Kuranyi.

Der ehemalige Nationalspieler fügt für den Fall seines 100. Bundesligatreffers aber an: "Falls mir ein Tor gelingen sollte, würde ich aus Respekt gegenüber Hannover nicht so feiern wie sonst, sondern mich eher innerlich freuen."

Felix Magath bezeichnet die Umstände als "eine schwierigere Situation als normal". Trotzdem ist der Schalker Trainer froh, dass der Ball in der Liga wieder rollt: "Auch die meisten Spieler von Hannover werden froh sein, dass es wieder losgeht und sie ihrer liebsten Tätigkeit nachgehen können."

Magath erwartet leisere Fans

Von den königsblauen Fans erwartet Magath Respekt nach den tragischen Ereignissen: "Ich hoffe auf ihre Unterstützung, erwarte aber, dass sie gegenüber dem Gegner etwas leiser auftreten als sonst." Der Schalker Anhang hat ein Transparent entworfen, das vor dem Anpfiff in der Nordkurve präsentiert werden soll.

"Unser Mitgefühl gilt Frau Enke und der Familie des Verstorbenen", sagt der Schalker Fanbeauftragte Rolf Rojek. 3000 Fans werden die Niedersachsen in der Schalker WM-Arena unterstützen. Auf Bilder und Einspieler von Enke wird nach Absprache mit dem Team verzichtet. Die Mannschaft von Hannover 96 und Trainer Andreas Bergmann wollen sich wieder auf den Fußball konzentrieren.

Kein Besuch in Schalker Kapelle

"Wir wollen um diese drei Punkte kämpfen und über den Fußball zurück in die Normalität finden. Wir werden uns professionell wie immer vorbereiten. Besondere Maßnahmen gibt es nicht. Schalke wird sicherlich nicht behutsam mit uns umgehen oder uns schonen. Das erwarten wir aber auch nicht", sagt Bergmann.

Ein Besuch in der Kapelle im Schalker Stadion war ebenfalls kein Thema. "'Ich halte es für keine gute Idee, dort nochmal Emotionen hochzukochen", sagt Bergmann.

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