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Von Aufgezeichnet von Haruka Gruber
Mainz holte "Schnäppchen" Ivanschitz für 500.000 Euro Leihgebühr plus Kaufoption aus Athen
© Getty

"Vergleichbar mit dem jungen Deisler."

von Peter Altmann (LAOLA1.at)

Zu Beginn seiner Karriere hat Österreich davon geträumt, dass aus Andi der neue Superstar des AC Milan oder Real Madrid wird. Das ist übertrieben, dafür reicht es nicht. Aber Mainz passt wunderbar zu ihm, und wenn er es in dem familiären Umfeld schafft, seine Leistungen zu stabilisieren, wird er über kurz oder lang zu einem besseren Verein wechseln.

Nach seinem Wechsel von Rapid Wien zum Retortenklub Red Bull Salzburg war er bei einem Großteil der Rapid-Fans unten durch. Nach einer schwachen EM und einer Phase, wo er bei Panathinaikos wenig gespielt hat, wurde er auch im Nationalteam zum Prügelknaben. Die Mehrheit der Fans hat damals die Entscheidung goutiert, dass Andi nicht mehr einberufen wurde.

Andi polarisiert nun mal wie kein ein anderer österreichischer Fußballer. Nicht wegen seines Charakters, sondern wegen seines Werdegangs. Hans Krankl hat ihn mit 19 zum Kapitän gemacht und seitdem hat sich alles auf ihn fokussiert. So eine Erwartungshaltung kann einen erdrücken. Wenn man vorsichtig ist, lässt sich seine Ausgangsposition zu Karrierebeginn mit der von Sebastian Deisler vergleichen - als Hoffnungsträger eines ganzen Landes.

Damals war Andi dem Druck noch nicht gewachsen und hat sich schwer getan. Mit Mitte 20 ist er aber eine andere Persönlichkeit und hat sich weiterentwickelt. Daher habe ich ihm absolut zugetraut, sich in der Bundesliga durchzusetzen. Und mittlerweile ist die Stimmung in Österreich gekippt - was nach den Erfahrungen mit Toni Polster nicht überraschen sollte.

Als Spanien-Legionär wurde Polster von den Österreichern gnadenlos ausgepfiffen, aber als er nach Köln ging und dort zum Star avancierte, war er plötzlich Österreichs Liebling schlechthin. Von diesem Großer-Bruder-Syndrom profitiert auch Andi.

Jetzt geht es vor allem darum, dass Andi und Teamchef Constantini ihre zwischenmenschlichen Differenzen aus dem Weg räumen und Vertrauen aufbauen, damit Andi wieder ins Nationalteam zurückkehren kann. Im Frühjahr waren Constantinis Begründungen, Andi nicht zu nominieren, noch nachvollziehbar. Aber mittlerweile ist die Sache eskaliert.

 

Andreas Herzog (Österreichs U-21-Trainer): "Ivanschitz hat das Größte geschafft"

Peter Linden (Kronen Zeitung): "So gut wie noch nie"

Alexander Huber (Kurier): "Der Sündenbock für alles"

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