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Kahn atmet auf: Nur kurze Pause

SID
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© DPA

München - Auf der Zielgeraden seiner Ausnahmekarriere lässt Oliver Kahn mit dem FC Bayern fast nichts aus - möglicherweise muss er aber auf die vorzeitige Meisterkrönung gegen den VfB Stuttgart verzichten (Sa., 15.30 Uhr im SPOX-TICKER und bei Premiere).

Nachdem der Kapitän beim 1:1 gegen Zenit St. Petersburg in seinem letzten Heimspiel im Fußball-Europapokal um 22.11 Uhr verletzt vom Spielfeld gehumpelt war, konnte zwar schnell die Sorge um ein vorzeitiges und bitteres Karriereende zerstreut werden. Doch für die Partie gegen den noch amtierenden deutschen Meister ist der Einsatz des 38 Jahre alten Torwarts fraglich.

"Oliver Kahn hat nach wie vor Probleme. Es strahlt in den Rücken aus", sagte Trainer Ottmar Hitzfeld. Wegen eines eingeklemmten Nervs musste Kahn im UEFA-Cup-Halbfinale gegen St. Petersburg ausgewechselt werden.

Klose fehlt definitiv

Weniger glimpflich kam Miroslav Klose (Trümmerbuch in der Nase) davon. Der Stürmer muss operiert werden - gegen den VfB wird er auf jeden Fall fehlen.

Als Kahn seine Mitspieler nach dem mageren Hinspiel-Resultat noch in der Kabine auf die schwere Aufgabe in einer Woche in Russland einschwor, hatte er den größten Schrecken nach seiner Blessur bereits verdaut.

"Ich wusste nicht, ob der Muskel verletzt ist oder der Nerv. Dann wäre das für mich das Ende hier gewesen", schilderte Kahn die quälenden Gedanken, als er ein Stechen im rechten Oberschenkel verspürt hatte und im 140. Europapokal- Auftritt vorzeitig den Platz verlassen musste.

Verspielt der FC Bayern vielleicht doch noch den Titel? Jetzt selbst nachrechnen!

Gegen Noch-Meister Stuttgart wird Kahn vermutlich nur dann zur Titelkür auflaufen, wenn der vorzeitige Gewinn der 21. Meisterschaft möglich ist. Sonst dürfte der "Titan" zu den für das St. Petersburg- Rückspiel geschonten Profis zählen.

"Ein Finale ums Endspiel"

"Dort geht es um alles. Das ist ein Finale ums Endspiel", sagte Kahn, der zum vorzeitigen Gewinn seiner achten Meisterschaft auf Patzer von Bremen beim KSC und Schalke beim HSV hoffen muss. Beide Spiele finden am Samstag statt.

Die verletzungsbedingte Auswechslung des Führungsspielers gegen den russischen Meister passt irgendwie in seine turbulente letzte Spielzeit, in der er noch einmal alles mitnimmt, was geht.

Neue Spieler wie nie musste der Kapitän im Sommer integrieren, im Herbst legte ihn eine Operation am Ellbogen mehrere Wochen lahm, im Dezember musste er suspendiert ein Spiel zuschauen. Besonders packend ging es beim 3:3 in Getafe oder beim Sieg im DFB-Pokalfinale zu.

"Mit 38 so eine Saison zu spielen, wenn man weiß, dass man aufhört, das ist klasse", lobte VfB-Trainer Armin Veh den Torhüter, dem eigentlich nur noch eines fehlt: Ein "Titanen"-Tor. Die definitiv letzte Chance einen Treffer zu erzielen wird er am 2. September haben - in seinem Abschiedsspiel unter dem neuen Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann.

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