Cookie-Einstellungen
Fussball

Klasnic klagt gegen Vereinsärzte von Werder

SID
fußball, bundesliga, werder, bremen, klasnic
© Getty

Bremen - Ivan Klasnic geht gegen zwei Vereinsärzte des Bundesligisten Werder Bremen juristisch vor. Der Angreifer, dem im März vergangenen Jahres eine Niere implantiert worden war, hat nach einem Zeitungsbericht Klage auf Schmerzensgeld eingereicht.

Klasnic klagt, laut der Tageszeitung "Die Welt", über seinen Anwalt vor dem Landgericht Bremen gegen die Mediziner. Von den Werder-Verantwortlichen war der Schritt Klasnics erwartet worden.

"Der Anwalt hat uns vor etwa einem Monat über seine Vorgehensweise informiert. Wir haben Ivan zu diesem Schritt ermutigt. Kein Spieler darf das Gefühl haben, dass irgendjemand geschützt wird", sagte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs nach dem Eintreffen der Mannschaft in Karlsruhe, wo Werder beim KSC gastiert.

Klasnic wirft den Medizinern Fehler bei der Behandlung seiner Nierenerkrankung vor. Angeblich sei nicht festgestellt worden, dass Klasnics Nieren das Blut nicht mehr richtig gewaschen hätten.

Allofs stützt Mannschaftsarzt

Der Bundesligist konnte den Eingang der Klage nicht bestätigen. Das Landgericht Bremen und der Anwalt von Klasnic waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Allofs sprach aber gleichzeitig dem Mannschaftsarzt nachdrücklich das Vertrauen aus. Götz Dimanski äußerte sich im "Sportblitz" von Radio Bremen.

"Menschlich berührt es mich natürlich sehr. Sachlich gesehen gehe ich ganz gelassen ran. Glücklicherweise ist Ivan Klasnic Profi durch und durch, was ich von mir auch hoffe zu sein, und so gehen wir mit dieser ganzen Sache professionell um", sagte der Arzt.

Laut Klage soll es bereits bei der Einstellungsuntersuchung von Klasnic bei Werder Bremen im Mai 2001 möglich gewesen sein, von auffälligen Blutwerten auf eine Fehlfunktion der Niere zu schließen.

Nach Angaben der "Welt" soll sich der Klage auf Schmerzensgeld, das sich im unteren sechsstelligen Bereich bewegen soll, eine Klage auf Schadenersatz anschließen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung