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Fussball

Zwei "Nordlichter" verfolgen FCB - KSC bleibt dran

SID

Düsseldorf - Dem deutschen Rekordmeister bläst ein frischer Nordwind ins Gesicht. Der FC Bayern München (28 Punkte) musste sich am 12. Bundesliga-Spieltag mit einem 0:0 gegen Eintracht Frankfurt begnügen und ermöglichte der Konkurrenz aus Hamburg (26) und Bremen (24) den Anschluss an die Spitze.

"Es gibt so Tage, da will der Ball einfach nicht ins Tor", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Die Verfolger wittern jetzt ihre Chance. "Wir hoffen, dass München noch zwei oder drei Mal verliert", sagte HSV-Kapitän Rafael van der Vaart nach dem 2:1-Sieg gegen Hertha BSC.

Meister Stuttgart feierte den ersten Auswärtssieg der Saison, der FC Schalke 04 hat sich nach der 0:1-Niederlage in Cottbus hingegen aus dem Spitzenkampf vorerst verabschiedet.

KSC bleibt hartnäckig 

Dagegen lässt sich der Karlsruher SC nicht abschütteln. Die Mannschaft von Trainer Edmund Becker setzte sich im Duell der Aufsteiger mit 1:0 gegen den MSV Duisburg durch und rückten auf Platz vier vor.

Einen Befreiungsschlag landete der VfL Bochum nach neun Pflichtspielen ohne Sieg: Mit 5:3 gegen den VfL Wolfsburg schoss sich die Revierelf von einem Abstiegsplatz und beendete die Erfolgsserie der zuvor sieben Mal ohne Niederlage gebliebenen Niedersachsen.

38:5 Torschüsse und 16:2 Ecken genügten dem Tabellenführer aus München nicht, um die Hessen in die Knie zu zwingen. Überragender Akteur bei den Frankfurtern war der wegen einer Grippe von Stammtorhüter Markus Pröll ins Team gerückte Oka Nikolov, der mit fantastischen Paraden die Bayern-Stürmer zur Verzweiflung trieb und Rückkehrer Oliver Kahn die Show stahl.

Hitzfeld bleibt cool 

"Wir haben ihn ja auch regelmäßig warmgeschossen", meinte Trainer Ottmar Hitzfeld. Rummenigge nahm das zweite 0:0 in Folge gelassen hin. "Das macht uns nicht nervös, weil wir gut gespielt haben", sagte der Vorstandschef.

Der mittlerweile in elf Pflichtspielen unbesiegte Hamburger SV, der sich im Kalenderjahr 2007 als beste Bundesliga-Mannschaft etabliert hat, sitzt dem großen Titelfavoriten aus München im Nacken. Nach dem 2:1-Siegtreffer von Bastian Reinhardt konnten die Hanseaten den Rückstand zur Spitze auf zwei Punkte verkürzen.

"Wenn wir so spielen wie in den ersten 30 Minuten, können nicht viele gegen uns gewinnen", sagte van der Vaart, dessen Verbleib an der Elbe über die Saison hinaus nicht ausgeschlossen wird. "Es macht unheimlich viel Spaß, wer weiß, was danach passiert", sagte der Niederländer.

Bremen minimalistisch 

Auch Werder Bremen hält nach dem 1:0 gegen Hansa Rostock Anschluss und hat sich das erwartete Erfolgserlebnis für die Champions-League- Partie bei Lazio Rom verschafft. "Das war ein schweres Stück Arbeit, kein brillantes Spiel", befand Werder-Trainer Thomas Schaaf nach dem 1:0-Erfolg durch den Treffer von Hugo Almeida.

Dritter Nordclub im Aufwind ist Hannover 96. Nach dem 2:1 gegen Borussia Dortmund sind die "Roten" schon seit sechs Ligaspielen unbesiegt und haben sich im oberen Tabellendrittel festgesetzt. "Unser Erfolg hat nichts mit Glück zu tun", sagte Hannovers Trainer Dieter Hecking. Szabolcs Huszti und Christian Schulz trafen für die Niedersachsen.

Meister VfB Stuttgart beendete seine sportliche Talfahrt mit dem ersten Auswärtssieg der Saison. Das Duell der beiden Titelträger der vergangenen Saison entschied Mario Gomez mit seinem sehenswerten Siegtreffer. "Das Glück ist zurück. Wir kämpfen uns wieder ran", sagte der Torschütze. Manager Horst Heldt war nach dem Erfolg beim 1. FC Nürnberg zufrieden. "Wir machen kleine Schritte nach vorn."

Königsblaue Blamage 

Der selbst ernannte Titelaspirant FC Schalke 04 blamierte sich sogar beim Schlusslicht Energie Cottbus und verhalf den Lausitzern zum ersten Saisonsieg. "Jetzt wird die Kritik noch mal an Schärfe gewinnen", sagte Trainer Mirko Slomka, dem ungemütliche Tage drohen.

Dennoch stärkt Vereinsboss Josef Schnusenberg seinem Coach den Rücken. "Er arbeitet unheimlich akribisch und tut alles, um die Mannschaft nach vorne zu bringen", sagte der Präsident. Den Siegtreffer für Cottbus erzielte Christian Bassila.

Nach sieben Spielen ohne Sieg und 2:19 Treffern steckt Arminia Bielefeld in einer tiefen sportlichen Krise. Dennoch stärkt die Vereinsführung Trainer Ernst Middendorp den Rücken. "Sein Stuhl ist nicht in Gefahr", sagte Finanzchef Roland Kentsch nach der 0:4- Niederlage bei Bayer Leverkusen.

Der überragende Sergej Barbarez und Theofanis Gekas erzielten je zwei Treffer zum Sieg. "Ich bin überglücklich, diesmal habe ich meine Chancen genutzt", freute sich der griechische Torjäger.

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