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Fussball

ARD-Sportschau trennt sich von Kommentator Robert Hunke: "Gestörtes Vertrauensverhältnis"

Von Philipp Schmidt

Die ARD-Sportschau hat sich von Kommentator Robert Hunke getrennt. Der WDR, der die Sendung produziert, begründete den Schritt mit einem "gestörten Vertrauensverhältnis zum Sport-Leitungsteam des WDR", wie der Sender auf Nachfrage der Sport Bild erklärte. Seit August 2021 ruhe die Tätigkeit des 38-jährigen Aacheners.

Hintergrund der Trennung ist ein Werbevideo Hunkes für eine Kfz-Versicherung der Allianz Direct im April, in dem er kommentiert, wie jemand sein Auto einparkt. Im vergangenen Jahr hatte Hunke während des Corona-Lockdowns in den sozialen Medien mit Videos für Aufsehen gesorgt, in denen er Alltagssituationen im Stile eines Fußball-Kommentators begleitete.

"In mehreren persönlichen Gesprächen war mit Robert Hunke und seiner Managerin verbindlich vereinbart worden, dass mögliche Tätigkeiten für andere Auftraggeber - insbesondere werblicher Art - vorher angezeigt und besprochen werden sollen", teilte der WDR mit. "Nachdem dies sogar schriftlich zugesichert wurde, sind wir im Mai 2021 erneut auf einen Verstoß gegen diese Vorgabe aufmerksam geworden."

Zwar gibt es für freie Mitarbeiter keine expliziten Verträge mit dem Sender, dennoch sah sich der WDR zu diesem Schritt gezwungen, den Hunke so kommentierte: "Wir haben eine unterschiedliche Interpretation von Freiberuflichkeit. Mir war es wichtig, mich weiterzuentwickeln. Aktuell bin ich beispielsweise sehr glücklich, mit RTL/TV Now einen wunderbaren neuen Partner gefunden zu haben."

Hunke arbeitete zuvor unter anderem für Eurosport und DAZN und ab 2020 als Sportschau-Kommentator. Für solche Einsätze fließen Honorare von jeweils 650 bis 750 Euro. Neben TV Now ist er derzeit in der Schweiz für den Sender Blue bei Champions-League-Spielen aktiv.

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