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BVB, News und Gerüchte: FIFA reagiert auf mögliche Bestrafung von Jadon Sancho

Von SPOX
"Justice für George Floyd": Jadon Sancho machte nach seinem ersten Tor gegen den SC Paderborn auf Rassismus und Polizeigewalt aufmerksam.

Die FIFA fordert, dass die Landesverbände bei der Ahndung der politischen Botschaften für George Floyd "gesunden Menschenverstand" walten lassen. Dies betrifft auch die Dortmunder Jadon Sancho und Achraf Hakimi. Außerdem: Oliver Bierhoff hat sich zu einem möglichen DFB-Comeback von Mats Hummels geäußert - und Michael Zorc rechnet mit Bewegung auf dem Spielermarkt. Alle News und Gerüchte zum BVB gibt es hier.

BVB: FIFA reagiert auf mögliche Bestrafung von Jadon Sancho

Die FIFA hat zu einer möglichen Bestrafung der BVB-Spieler Jadon Sancho und Achraf Hakimi durch den DFB Stellung genommen. Die beiden sorgten am vergangenen Wochenende gemeinsam mit weiteren Bundesligaspielern mit Botschaften zum Tod von George Floyd durch Polizeigewalt für Aufsehen.

"Die FIFA hat großes Verständnis für die Tiefe der Gefühle und Bedenken, die von vielen Fußballern im Lichte der tragischen Umstände von George Floyd ausgedrückt wurden", teilte der Weltverband der Associated Press mit. Zwar liege die Anwendung der Regeln in der Verantwortung der Veranstalter, dennoch sollten diese "gesunden Menschenverstand" walten lassen und den "Kontext, der die Ereignisse umgibt" berücksichtigen. Die FIFA selbst verbietet politische oder religiöse Botschaften seit einigen Jahren und reagiert auf Botschaften auf der Kleidung der Spieler zumeist empfindlich.

Nach dem Tod Floyds, eines schwarzen US-Bürgers, hatten Sancho und Hakimi mit Botschaften auf dem T-Shirt ("Justice for George") reagiert. Dass solche Äußerungen laut Regelwerk verboten sind, stellte Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses, in der Folge klar und kündigte eine Prüfung der Sachverhalte dar.

Auch DFB-Vizepräsident Rainer Koch bestätigte, dass die "Einhaltung der Satzung und Ordnungen des DFB" geprüft werden müsse, um sicherzustellen, "ob das Spiel und das Spielfeld der richtige Ort für diese Handlungen sind". Unter anderem Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert zeigte hierfür kein Verständnis: "Wenn der Kontrollausschuss dagegen ermittelt, dann muss man sich fragen, ob wir noch die gleichen Werte haben."

Außerdem erklärte Gladbach-Trainer Marco Rose, dass er das Verhalten seines Spielers Marcus Thuram "komplett unterstütze", der mit einem Kniefall an Floyd erinnerte. Bayern-Vorstand Oliver Kahn sagte bei Sky 90: "Ich würde mir wünschen, dass die Spieler mehr solche Verantwortung übernehmen. Denn wir alle wissen, was für eine Wirkung sie haben."

Mats Hummels: Bierhoff schließt DFB-Comeback aus

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff hat im Gespräch mit dem kicker klargestellt, dass eine Rückkehr der aussortierten Ex-Nationalspieler Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller im Hinblick für die Europameisterschaft im kommenden Jahr kein Thema sei.

Zwar lobte er insbesondere die jüngste Leistung von Müller, sagte aber auch: "Jogi hat seine Entscheidung sehr deutlich gemacht, dass er den Spielern, die zuletzt dabei waren und bei uns überzeugt haben, die Stange hält. Ich finde, dass man das anerkennen muss: Er hat sich für einen harten Schnitt entschieden, zu dem er steht, und er hat den jungen Spielern sein Vertrauen ausgesprochen."

Im März 2019 teilte Bundestrainer Joachim Löw dem Trio mit, einen Umbruch im Kader vorzunehmen und die Spieler zukünftig nicht mehr zu nominieren. Nach den schweren Verletzungen von Niklas Süle und Antonio Rüdiger ließ Löw im Februar ein Comeback des Trios offen: "Ich weiß, dass ich mich als mögliche Option auf sie verlassen könnte, wenn wir kurz vor der EM Probleme bekämen". Damals hätte die EM allerdings noch im Sommer 2020 stattfinden sollen.

BVB: Zorc rechnet mit Bewegung auf Spielermarkt

Michael Zorc, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, hat auf die "riesige Kraftanstrengung" der Vereine hingewiesen, "die Liga wieder zum Laufen zu bringen. Wir tun gut daran, das nicht als selbstverständlich hinzunehmen und weiter extremste Disziplin an den Tag zu legen", sagte er dem kicker.

Deshalb könne man zwar "keine seriöse Prognose" zum Spielermarkt geben, allerdings glaubt Zorc, dass Angebot und Nachfrage "ein bisschen zunehmen" könnten. Dies hänge damit zusammen, dass die Bundesliga wieder ihren Spielbetrieb aufgenommen hat und im Laufe des Juni die weiteren europäischen Topligen in Italien, Spanien und England nachziehen.

Welche Auswirkungen dies auf die Abwanderungsgedanken und einen möglichen Transfer von BVB-Star Jadon Sancho hat, bleibt abzuwarten. Bisher erklärte Dortmund stets, nicht von den bisherigen Ablöseforderungen im dreistelligen Millionenbereich abzuweichen. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sagte bereits im März der BamS, "dass selbst die ganz reichen Klubs trotz der existenziellen Krise jetzt nicht glauben müssen, dass sie bei uns auf Schnäppchentour gehen können."

BVB: Die aktuelle Lage in der Bundesliga

Durch den deutlichen Sieg beim SC Paderborn hat der BVB seinen zweiten Platz verteidigt. Der Rückstand auf den FC Bayern beträgt fünf Spieltage vor Schluss weiterhin sieben Punkte.

PlatzTeamSp.ToreDiffPkt.
1.Bayern München2986:285867
2.Borussia Dortmund2980:354560
3.RB Leipzig2974:314358
4.Borussia M'gladbach2957:352256
5.Bayer Leverkusen2954:361856
6.Wolfsburg2941:36542
7.TSG Hoffenheim2940:48-842
8.SC Freiburg2938:41-338
9.Hertha BSC2943:50-738
10.Schalke 042934:46-1237
11.1. FC Köln2946:56-1034
12.Eintracht Frankfurt2846:53-732
13.FC Augsburg2940:56-1631
14.1. FC Union Berlin2934:52-1831
15.1. FSV Mainz 052937:62-2528
16.Fortuna Düsseldorf2931:58-2727
17.Werder Bremen2830:59-2925
18.SC Paderborn 072932:61-2919
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