Fussball

Wie Weltmeister Philipp Lahm einst bei Arminia Bielefeld durchs Probetraining fiel

Von SPOX
Philipp Lahm ist Champions-League-Sieger und Weltmeister.

Sommer 2002, Vorbereitung bei der gerade in die Bundesliga aufgestiegenen Arminia aus Bielefeld. Philipp Lahm, damals noch ein 18-jähriger No-Name, spielt auf Empfehlung von Bayerns damaligem Coach der zweiten Mannschaft, Hermann Gerland, zur Probe vor - und wird schließlich nicht genommen.

"Ich weiß wirklich nicht, was die damals gesucht haben. Wir hatten Spieler in Bielefeld, die konnten Kopfballduelle gewinnen. Wir hatten Spieler, die konnten grätschen. Aber dann gingen die Probleme los", sagte der frühere Offensivspieler Ansgar Brinkmann, seinerzeit in Bielefeld unter Vertrag, im Jahr 2017 bei n-tv.

Er habe den damaligen Arminia-Trainer Benno Möhlmann förmlich dazu gedrängt, Lahm zu holen, verriet Brinkmann. "Benno, der hat in der ganzen Woche keinen Zweikampf verloren. Ich komme an dem nicht vorbei. Das habe ich noch nie erlebt", habe er gesagt.

Brinkmann: "Ich habe Benno den Artikel an die Tür genagelt"

Doch Möhlmann ließ sich nicht überzeugen, vor allem Lahms Kopfballspiel bemängelte der Trainer und sah von einer Verpflichtung ab. Stattdessen wurde Lahm von den Bayern ein Jahr später für zwei Jahre an den VfB Stuttgart verliehen, etablierte sich dort in der Bundesliga und ging seinen Weg bis hin zum Champions-League-Triumph 2013 oder dem Weltmeistertitel 2014, der nur allzu gut bekannt ist.

Brinkmann ließ es sich derweil nicht nehmen, Möhlmann wenig später noch eine Spitze hinterher zu schicken. "Nach drei, vier Monaten in Stuttgart gab's einen Zeitungsartikel, darin stand, dass der VfB Lahm für vier Millionen vom FC Bayern kaufen wollte. Die lehnten wie selbstverständlich ab. Ich habe Benno den Artikel an die Tür genagelt", erzählte der mittlerweile 50-Jährige, der seine Profikarriere im Jahr 2007 beendet hatte.

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