Fussball

FIFA-Zoff: Sepp Blatter kündigt Klage gegen Gianni Infantino an

Von SID
Der frühere FIFA-Präsident Sepp Blatter will seine Uhren zurück.
© getty

Der frühere FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat eine Klage gegen seinen Nachfolger Gianni Infantino und den Fußball-Weltverband angekündigt. "Ich werde rechtliche Schritte gegen Gianni Infantino und die FIFA einleiten", sagte Blatter dem Schweizer Magazin Weltwoche und äußerte weiter: "Ich habe genug. Jetzt reicht's."

Der 83-jährige Schweizer Blatter wirft Infantino und der FIFA gleich mehrere Vergehen vor. Zum einem sei ihm persönlich ein moralischer Schaden entstanden, nach dem der Verband im Juni 2016 eine Liste mit angeblichen Zahlungen, die Blatter und andere FIFA-Spitzenfunktionäre erhalten hätten, veröffentlicht habe.

"Die Informationen und die verschiedenen Communiques der FIFA betreffend meiner Einkünfte entsprechen nicht der Wahrheit und sind demnach rufschädigend", so Blatter. Die FIFA habe eine "Falschmeldung und eine lügenhafte Darstellung" verbreitet.

Sepp Blatter vermisst Uhren

Unter anderem war der Vorwurf laut geworden, Blatter habe nach der WM 2014 in Brasilien eine Bonuszahlung von zwölf Millionen-Franken (10,5 Millionen Euro) erhalten. "Die Aussage, ich hätte diesen Bonus erhalten, ist falsch." Zudem gehe es um falsche Behauptungen bezüglich seiner Pension und persönlicher Gegenstände, die die FIFA nach seiner Suspendierung zurückhalte - darunter eine wertvolle Uhrensammlung und persönliche Dokumente. Mehrfach habe er von Infantino deren Herausgabe verlangt. Blatter war im Juni 2015 von der Ethik-Kommission der FIFA suspendiert worden und darf bis 2021 keine Funktion im Fußball mehr übernehmen.

Ein weiterer Streitpunkt sei die Sepp Blatter Foundation. Die FIFA-Finanzkommission habe sich im Mai 2015 verpflichtet, der Stiftung einen Betrag von rund 200.000 Euro für wohltätige Zwecke zu überweisen. Dieses Geld ist nach Angaben Blatters aber nie überwiesen worden.

Sepp Blatter schießt gegen Gianni Infantino

Blatter, der damals unter anderem über eine Zahlung von zwei Millionen Franken (1,75 Millionen Euro) an seinen früheren Assistenten und späteren UEFA-Chef Michel Platini gestolpert war, wittert nach wie vor eine Verschwörung gegen seine Person. Als Drahtzieher dieses Komplotts vermutet er seinen ehemaligen Generalsekretär Infantino. Er wirft seinem Landsmann zudem schlechten Stil vor: "Es bleibt für mich unverständlich, wie mein Nachfolger mit mir umspringt, nachdem er einen hochrentablen Betrieb hat übernehmen können."

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